Lainyamok, Kenia

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Lainyamok, westlich von Lake Magadi, Kenia
Spezies: Homo
Geschätztes Alter: 360.000 Jahre, Datierung basierend auf Kalium-Argon-Methode
Kultur: Acheuléen

Lainyamok ist eine Fundstelle aus dem Mittelpleistozän im Süden Kenias, rund 8 Kilometer westlich des Lake Magadi.

Knochenfunde an der Oberfläche und Artefakte führten ursprünglich zu der Annahme, dass es sich bei Lainyamok um einen Schlachtplatz früher Homininen handelt. Folgende Grabungen zeigten jedoch, dass die Tierknochen von Fleischfressern angenagt wurden und in keinem Zusammenhang mit den Artefakten stehen.

Die menschlichen Überreste von Lainyamok bestehen aus einem Oberkiefer und dem Schaft eines Oberschenkelknochens.


Literatur

  • Shipman P., Potts R., Pickford M. 1983. Lainyamok, a new middle Pleistocene hominid site. Nature 306, 365 - 368, DOI:10.1038/306365a0
  • Potts R., Deino A. 1995. Mid-Pleistocene change in large mammal faunas of East Africa. Quaternary Research, 43(1), 106-113
  • Potts R., Shipman P., Ingall E. 1988. Taphonomy, Paleoecology, and Hominids of Lainyamok, Kenya. Journal of Human Evolution 17:596-614

Koordinaten

  • -1.791424° N, 36.197289° E von Henry Gilbert,
     

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