Bilzingsleben, Deutschland

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Bilzingsleben, Thüringer Becken, Kreis Sömmerda, Deutschland
Spezies: Homo heidelbergensis
Fossil: adulte Schädelfragmente, Mandibula von mindestens 3 Individuen
Geschätztes Alter: 375.000 Jahre, Datierung basierend auf Uran/Thorium-Methode

Am Rande des Thüringer Beckens, nahe der kleinen Ortschaft Bilzingsleben im Kreis Sömmerda, befindet sich eine einzigartige archäologische Grabungsstelle. Bereits während des 19. Jahrhunderts hatten hier Heimatforscher nach Spuren vergangener Zeiten gesucht. In einem alten Steinbruch ist eine Erdschicht freigelegt worden, die angefüllt war mit Steingeräten sowie Knochen längst ausgestorbener Großsäuger.

Die Untersuchungen haben gezeigt, dass hier vor über 300.000 Jahren am Ufer eines kleinen Sees eine Urmenschengruppe lagerte. Ihre kulturellen Hinterlassenschaften sind dank günstiger geologischer Bedingungen fast unversehrt erhalten geblieben. Die Sensation war perfekt, als neben den zahlreichen Artefakten die ersten - hier leider überaus seltenen - menschlichen Überreste ausgegraben wurden.

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Literatur

  • E. Vlcek, D. Mania and U. Mania. A new find of a Middle Pleistocene mandible from Bilzingsleben, Germany. Naturwissenschaften, Volume 87, Number 6 / Juni 2000

Koordinaten

  • 51.277222° N, 11.063611° E von Henry Gilbert,
     

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