Untergegangener Ort
Trakeningken (Ritterswalde)
Flagge Wappen
[[Datei:{{#property:P41}}|120px|rand|zentriert|alt=|Flagge]] [[Datei:{{#property:P94}}|80px|zentriert|alt=|Wappen]]
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Gegründet {{#property:P571}}
Zeitzone UTC+2
Geographische Lage
Koordinaten 54° 49′ N, 22° 16′ OKoordinaten: 54° 49′ 3″ N, 22° 16′ 20″ O
Trakeningken (Pillkallen) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Trakeningken (Pillkallen) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Trakeningken, 1930 bis 1945 Ritterswalde, litauisch Trakininkai, ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Die Ortsstelle befindet sich zweieinhalb Kilometer südwestlich von Djatlowo (Neuweide).

Geschichte

Die Gemeinde Ritterswalde auf einem Messtischblatt von 1936

Das Erbfreidorf Tra(c)keningken ist auf der Schrötterkarte von 1802 eingezeichnet. Um 1820 gab es dort sechs Erbfreihöfe mit 60 Bewohnern.[1] 1863 wurde das Etablissement Ritterswalde in die Landgemeinde Trakeningken eingemeindet.[2] 1874 wurde die Landgemeinde Trakeningken dem neu gebildeten Amtsbezirk Baltruschelen im Kreis Pillkallen zugeordnet. 1930 wurde Trakeningken in Ritterswalde umbenannt.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Einen russischen Namen bekam er nicht mehr.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Bemerkungen
1867[3] 99
1871[3] 93 Davon im Waldhaus Ritterswalde 8
1885[4] 42 Davon in Ritterswalde 27
1905[5] 55 Davon in Ritterswalde 18
1910[6] 53
1933[7] 38
1939[8] 35

Kirche

Trakeningken/Ritterswalde gehörte zum evangelischen Kirchspiel Rautenberg.

Einzelnachweise

  1. Alexander August Mützell: Neues Topographisch-Statistisch-Geographisches Wörterbuch des Preussischen Staates, Fünfter Band, T-Z, Halle 1823
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Grüneichen
  3. 3,0 3,1 Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874
  4. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888
  5. Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907
  6. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Pillkallen
  7. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939
  8. Michael Rademacher: Kreis Pillkallen/Schloßberg. Online-Material zur Dissertation. In: treemagic.org. 2006;.