Thuburbo Majus


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36.402559.9029944444444Koordinaten: 36° 24′ 9″ N, 9° 54′ 11″ O
Thuburbo Majus
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Tunesien
Thuburbo Majus

Thuburbo Majus ist eine Ruinenstätte aus der Römerzeit im heutigen Tunesien, etwa 60 km von Tunis entfernt. Seine vielen Ruinen können bei Henchir Kasbat an den Ufern des Oued Melian betrachtet werden.

Der Ort wurde im Jahre 27 v. Chr. unter Kaiser Augustus Gauhauptstadt (pagus wie civitas). Es wird aber vermutet, dass der Ort schon von Berbern und später Phöniziern bewohnt worden sein könnte. 128 n. Chr. war er unter Hadrian zur Stadt mit Bürgerrechten (municipium) avanciert und erreichte zwischen 150 und 250 seine Blütezeit. Sein Reichtum beruhte vorwiegend auf dem Handel zwischen dem Landesinneren und den Küstenstädten. Die Einwohnerzahl bewegte sich nach Schätzungen zwischen 7.000 und 12.000 Menschen.

188 bewilligte Kaiser Commodus der Stadt offiziell den Status einer Kolonie mit dem Namen Colonia Julia Aurelia Commoda. Gegen Ende des 3. Jahrhunderts ging ihre Bedeutung zurück. Kaiser Konstantin versuchte eine Restaurierung der noch etwa 1.000 Einwohner umfassenden Stadt. Es kam wieder zu einem Aufschwung in der nun als Res Publica Felix Thuburbo Majus bezeichneten Stadt. Ihre Bedeutung sank unter den Vandalen und die spätere Invasion arabischer Krieger, die den Islam verbreiteten, auf jene eines Dorfes. Durch Erdbeben wurde die Ansiedlung schwer zerstört. Der französische Archäologe Charles Tissot entriss die Stätte 1857 der Vergessenheit.

Auf ihrem Kapitol haben vier beeindruckende, wieder aufgestellte 8,50 m hohe korinthische Säulen die Zeiten überdauert. Zu Füßen des Tempels befand sich ein säulenumreihtes Forum von 45 m im Quadrat. Dem Gott Mercurius war ein von acht Säulen umgebener kreisrunder Tempel geweiht. Überreste von Sommer- wie auch Winterthermen mit wertvollen Bodenmosaiken zeugen von der Badekultur in römischer Zeit.

Die wertvollsten Fundstücke von diesem ehedem großen antiken Standort sind in das Bardo-Museum von Tunis gebracht worden. Dazu zählt der Kopf einer sieben Meter hohen Jupiter-Statue und Mosaiken.

Wilhelmina F. Jashemski grub hier im Haus des Bacchus und der Ariadne die Gärten aus[1].

Die Stadt war ein Bischofssitz. Vier seiner Bischöfe sind bekannt:

  • Sedatus, anwesend beim Konzil von Karthago (256)
  • Faustus, anwesend beim Konzil von Arles (314)
  • Cyprianus, nahm an der Kirchenkonferenz von Karthago (411) mit seinem Konkurrenten, dem Donatisten Rufinus, teil
  • Benenatus, verbannt durch Hunerich (484).

Die katholische Kirche führt ein Titularbistum gleichen Namens.

Siehe auch: Thuburbo Minus

Einzelnachweise

  1. Wilhelmina F. Jashemski 1995, Roman gardens in Tunisia: preliminary excavations in the House of Bacchus and Ariadne and in the East Temple at Thuburbo Maius. American Journal of Archaeology 99, 559-575

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