Rodafnidia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (n. pl.)) ist ein archäologischer Fundplatz auf der griechischen Insel Lesbos nahe dem Dorf Lisvori. Rodafnidia barg die ältesten Artefakte Griechenlands. Die frühe Besiedlung der Insel dürfte während einer oder mehrerer der Kaltzeiten erfolgt sein, denn ein Absinken des Meeresspiegels von 50 m genügt, um aus der Insel eine Halbinsel Kleinasiens zu machen. Die Freilandstätte erstreckt sich über eine Fläche von 4 ha. Der Löwenanteil der Artefakte befand sich auf einem Hügel, der an der Süd- und der Westseite recht steil ist, während die anderen Seiten, insbesondere die Nordseite, ein geringes Gefälle aufweisen. Dort befinden sich heute Olivenhaine.

Der Bericht von Laien über paläolithische Artefakte im Jahr 2000 bewirkte eine erste Untersuchung im Jahr 2009, der ein Survey im nächsten Jahr folgte. Die systematische Untersuchung erfolgte im Jahr 2012, Grabungen reichten bis 2,8 m Tiefe.

Die Geräte und ihre Vorstufen bestanden aus Flint und Andesit, allein 2012 wurden 705 von ihnen entdeckt. Das Alter der ältesten Stücke konnte auf 258.000 ± 48.000 Jahre bestimmt werden. Die Werkzeugtechnologie deutet allerdings auf ein noch deutlich höheres Alter, ähnlich wie Kaletepe Deresi 3 oder gar die Olduwai-Stätten hin.[1]

Literatur

Belege

  1. Vangelis Tourloukis, Katerina Harvati: The Palaeolithic record of Greece: A synthesis of the evidence and a research agenda for the future, in: Quaternary International, 9. Februar 2017, S. 1–18, hier: S. 2–4 (academia.edu).