Phorkys (mitte) auf einem römischen Mosaik im Nationalmuseum von Bardo

Phorkys ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der griechischen Mythologie ein als Greis dargestellter Meeresgott, nach Karl Kerényi ein „Alter des Meeres“ wie sein Bruder Nereus.

Er ist ein Sohn eines anderen alten Meeresgottes, des Pontos, und der Erdgöttin Gaia und damit auch ein Bruder von Eurybia, Keto und Thaumas.[1] Den Orphikern zufolge ist er mit Kronos und Rhea einer der ältesten Nachkommen des Okeanos und der Tethys.

Hauptsächlich berühmt ist er wegen seiner ungeheuerlichen Nachkommenschaft, die er mit seiner Schwester, der Meeresgöttin Keto, zeugte. Zu ihnen gehörten die Gorgonen und die Graien sowie Echidna und Ladon, das Ungeheuer Skylla, die Hesperiden und die Nymphe Thoosa, die Mutter von Polyphem, deren Sohn er nach anderen Überlieferungen – und hier mit einem weiteren und jüngeren Meeresgott als Vater, nämlich Poseidon – auch wieder ist.

Wie bei der Dreigestalt Tethys, Thetis und Eurynome und anderen mythischen Gestalten wie Hekate und Styx ist allerdings auch hier nicht klar, ob Phorkys, Proteus und Nereus nicht Bezeichnungen für einen einzigen Gott in seinen unterschiedlichen Ausgestaltungen sind.

Nach ihm wurden mehrere Orte benannt, beispielsweise der Hafen in Ithaka.[2]

Literatur

  • Leo Bloch: Phorkys 1). In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 3,2, Leipzig 1909, Sp. 2431–2435 (Digitalisat).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Hesiod, Theogonie 233–239
  2. Homer, Odyssee 13,96f.