Nure-onna in Sawaki Sūshis Hyakkai Zukan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) von 1737.
Nure-onna in Toriyama Sekiens Gazu Hyakki Yakō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) von 1776.

Die Nure-onna (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value), wörtlich: „nasse Frau“), lokal auch Iso-onna ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value); dt. „Küstenfrau“) genannt, ist ein fiktives Wesen des japanischen Volksglaubens. Sie ist ein Yōkai und gilt als bösartig.

Beschreibung

Die Nure-onna hat Überlieferungen zufolge den Oberkörper und Kopf einer attraktiven Frau und den Leib eines amphibienähnlichen Wasserwesens, ähnlich einer Seeschlange. Ihr Schlangenkörper soll bis zu 3,50 m lang sein.

Die Nure-onna erscheint als badende Frau, oft in Begleitung des Yōkai Ushi-oni (ein stierköpfiger Meeresdämon). Beide Dämonen sind menschenfressend und lauern ahnungslosen Strandbesuchern auf. Während die Nure-onna ihr Opfer bittet, kurz ihr Baby, das sie bei sich trägt, für sie zu halten, verbirgt sich Ushi-oni im nahen Wasser. Tut das Opfer den Gefallen und nimmt das Baby auf den Arm, ruft die Nure-onna Ushi-oni, der aus dem Meer schnellt und das Opfer ins Wasser zieht. Ist die Nure-onna allein, umwickelt sie den Ahnungslosen mit ihrem Leib und erdrückt ihn. Das Opfer hat Mühe zu entkommen, weil das Baby auf seinem Arm überraschenderweise immer schwerer geworden ist und den Fliehenden zu Boden zieht. Zu spät erkennt das Opfer, dass das vermeintliche „Baby“ in Wirklichkeit nur ein magischer, mit Tüchern umwickelter Stein war.

Folklore

Eine sehr bekannte Legende wird in der Präfektur Shimane erzählt: Ein junger Priester entkam nur knapp dem Hinterhalt einer Nure-onna (in der Legende Iso-onna genannt), in dem er ihr das mit magischen Steinen gefüllte Tuch zuwarf. Ihm war es verdächtig erschienen, dass eine Frau ihr Baby einem wildfremden Menschen einfach so regelrecht aufdrängen würde. Weil die Nure-onna ihr magisches Bündel nicht verlieren darf, musste sie es fangen – da aber das Bündel auf magische Weise schwerer wird, sobald es den Besitzer wechselt, versank die Nure-onna im nassen Sand.

Einer weiteren, verbreiteten Anekdote zufolge wurde ein Mann vor dem Angriff des Dämonenpaars gerettet, als sein Schwert zum Leben erwachte und Ushi-oni bis zum Heft ins Genick fuhr. Das Schwert selbst, das ein uraltes Familienerbstück war, ging bei dem Angriff verloren, doch die Schwertscheide blieb zurück und wurde danach wie ein Schatz gehütet.

Literatur

  • Michaela Haustein: Mythologien der Welt: Japan, Ainu, Korea. ePubli, Berlin 2011, ISBN 3844214070, S. 55.
  • Zilia Papp: Investigating the Influence of Edo- and Meiji Period Monster Art on Contemporary Japanese Visual Media. University Press, Saitama 2008, S. 164–165 (PDF-Download).

Weblinks