Manfred Oppermann (Archäologe)


Manfred Oppermann (* 14. Juli 1941 in Halberstadt) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Oppermann studierte von 1965 bis 1968 Klassische Archäologie an der Universität Sofia, wo er 1971 promoviert wurde. Seine Habilitation erreichte er 1978 an der Universität Halle mit einer Arbeit zum Thema Untersuchungen zur Entwicklung von Gesellschaft und bildender Kunst in den römischen Provinzen Thracia und Moesia inferior vom 1. Jh. bis zur 2. Hälfte des 3. Jh.. An der Universität Halle wurde Oppermann im September 1984 an der Sektion Orient- und Altertumswissenschaft Professor für Klassische Archäologie. Von 1994 bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende Juni 2006 war Oppermann Leiter des Archäologischen Museum der Universität, sein Nachfolger wurde 2007 Stefan Lehmann. Im Mai 2007 erhielt Oppermann die Ehrendoktorwürde der Ovidius-Universität Constanța, im Juli 2008 wählte ihn die Vollversammlung der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in Sofia zum ausländischen Mitglied.

Als Fachmann auf dem Gebiet der Thrakologie beteiligte sich Oppermann an vielen Forschungsprojekten und verfasste mit Zlatozara Goceva zwei Bände der Reihe Corpus Cultus Equitis Thracii. Zur Zeit beschäftigt sich Oppermann mit der Geschichte der Westpontischen Poleis und dem Kult des Thrakischen Reiters.

Literatur

  • Lothar Mertens: Das Lexikon der DDR-Historiker. Saur, München 2006, ISBN 3-598-11673-X, S. 469.

Weblinks


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