Mašturi war ein hethitischer Vasallenkönig des Šeḫa-Flusslandes um die Mitte des 13. Jahrhunderts v. Chr. Er war möglicherweise der Sohn des Manapa-Tarḫunta und folgte diesem während der späten Herrschaftszeit des hethitischen Großkönigs Muwatalli II. (ca. 1295–1272 v. Chr.) auf dem Thron von Šeḫa. Er war mit Maššana-uzzi (luwisch: „Götter-Wunsch“) verheiratet, der Tochter Muršilis II. und Schwester Muwatallis. Der Wunsch, Maššana-uzzi zu ehelichen, wurde Mašturi möglicherweise erst von Muršili III. erfüllt. Die Ehe blieb kinderlos, so dass Mašturi keinen Thronerben hatte. Er unterstützte Ḫattušili III. tatkräftig bei der Absetzung des rechtmäßigen Großkönigs Muršili III. (Urḫi-Teššub). Mašturi ist als König von Šeḫa auch noch zu Beginn der Regentschaft Tudḫalijas IV. belegt: Auf der Bronzetafel aus Bogazköy, die einen ca. 1236 v. Chr. geschlossenen Staatsvertrag zwischen Tudḫalija und Kurunta fixiert, wird Mašturi als Vertagszeuge erwähnt.

Nach seinem Tode kam es zu Thronwirren und schließlich wurde Tarḫunnaradu König.

Literatur

  • Susanne Heinhold-Krahmer: Mašturi. In: Dietz Otto Edzard (Hrsg.): Reallexikon der Assyriologie und Vorderasiatischen Archäologie. Band 7, Walter de Gruyter, Berlin/New York 1987–1990, ISBN 3-11-010437-7, S. 531.