Hinn


Hinn ist ein übernatürliches Wesen, welches im islamischen Volksglauben mitunter von Gahiz als ein übernatürliches Wesen neben den Dschinn und Satane angeführt wird. Mitunter gelten sie als Wesen, die vor den Menschen und den Dschinn bereits die Erde bevölkerten und werden dem Prä-Adamitischen Zyklus zugeordnet. Dessen Wesen werden unterteilt in: Hinn, Binn, Timm, Rimm, Dschann, Dschinn, Yunan.[1] Diese Vorstellung taucht bei den Alawiten und den Drusen auf.

Nach Auffassung von Sibli seien die Hinn die Hunde unter den Geistwesen. In einer Tradition, die Ibn Abbas zugeschrieben und von Tabari erwähnt wird, gehörten Hinn einem Stamm der Engel an oder unterstützten diesen im Kampf gegen die ungläubigen Dschinn.[2] Die Hinn sollen demnach, wie die dazugehörigen Engel aus dem Feuer des Samum (sengende Glut) geschaffen worden sein, während die Dschinn, die die Erde bevölkern, aus marij min nar (rauchloser Flamme oder Feuer Gemisch) geschaffen worden sein.

Einzelnachweise

  1. Tobias Nünlist: Dämonenglaube im Islam. Walter de Gruyter, 2015, ISBN 978-3-11-033154-7, S. 63 und 134 und
  2. Lucinda Mosher, David Marshall: Sin, Forgiveness, and Reconciliation: Christian and Muslim Perspectives. Georgetown University Press, 2016, ISBN 978-1-62616-284-6, S. 63.

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