Grotte des Pigeons

Letzte Meldung:   Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren   –  In der Zeitschrift Nature Ecology and Evolution berichtet ein internationales Forscherteam über die ältesten, unzweifelhaften Jagdverletzungen der Menschheitsgeschichte. Die Studie liefert neueste Erkenntnisse zur Einnischung des Neandertalers und bringt die Forschung einen bedeutenden Schritt nach vorne: Sie zeigt, wie Neandertaler ihre Beute erlangten, vor allem in Bezug auf ....

Grotte des Pigeons

Bei der Grotte des Pigeons handelt es sich um eine Höhle bei Taforalt in der Region Oujda im Osten Marokkos, in der seit der Entdeckung im Jahr 1908 mehrere Ausgrabungen (1944–1947, 1950–1955 und 1969–1977) stattfanden. Die insgesamt etwa 10 m dicken Schichten, die in der letzten Grabungskampagne entdeckt wurden, reichten bis in das Atérien zurück und enthielten die Überreste von mehr als 180 Menschen des Iberomarusien in zwei Begräbniszonen.

2003 begann eine weitere Grabungskampagne. Dabei fanden sich 13 durchbohrte Schneckenhäuser (Nassarius gibbosulus), die auf ein Alter von 82.000 Jahren datiert wurden. Diese Art existiert heute nur noch im östlichen Mittelmeer, die paläolithischen Vertreter waren größer und besaßen dickere Schalen. Die Muscheln stammten von toten Tieren, wurden 40 km weit transportiert, mit Ocker verziert und so durchbohrt, dass man sie als Kette tragen konnte. Sie gelten als ältestes symbolisches Objekt. Zudem könnten sie ein Hinweis auf soziale Tauschnetzwerke sein, da sie, ähnlich wie Objekte aus einer wenig jüngeren Zeitstufe, über erhebliche Distanzen bewegt wurden.

Literatur

Weblinks

34.810555555556-2.4083333333333Koordinaten: 34° 48′ 38″ N, 2° 24′ 30″ W


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