Eanna


Teile eines Stiftmosaiks am Eanna-Heiligtum

Eanna (sumerisch E'ana; Haus des Himmels) ist der Name des Haupttempels von Uruk. Er diente als Hauptheiligtum einerseits der Verehrung der Stadtgöttin Inanna/Ištar und ihres Vaters An sowie andererseits als Schatzhaus. Die Bezeichnung Schatzhaus bezieht sich nicht nur auf die reichhaltige Ausstattung des Tempels, sondern auch auf die Lagerung von Schätzen und großen Vorräten, die von der Tempelpriesterschaft aus den zugehörigen Besitzungen nach Eanna zur Aufbewahrung gebracht wurden. Besondere Bekanntkeit erlangte Eanna als erwähnter Kultort im Gilgamesch-Epos.

In der alten mesopotamischen Stadt Uruk bildete sich schon um 3000  v. Chr. (in der Schicht IV a) ein ausgedehnter Komplex mit mehreren großen Tempeln, Höfen und anderer Bauten heraus, die sich alle hinter einer Umfassungsmauer befanden, darunter die Zikkurat von Eanna. Das Eanna bestand als alles beherrschendes Kult- und Wirtschaftszentrum dieses Gebietes bis in die seleukidische Zeit, 4. bis 2. Jahrhundert v. Chr. hinein. Teile des Tempels befinden sich im Vorderasiatischen Museum Berlin.

Literatur


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