Bei Durnali handelt es sich um die Reste einer antiken Festung im heutigen Turkmenistan, die vom 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr., also aus der Zeit des Partherreiches, datiert. Durnali liegt etwa 25 km nördlich von Merw. Die Anlage bildet ein Rechteck von etwa 183/173 × 160/150 m. Das Innere war kaum bebaut. Die Mauern der Festung waren einst etwa 15 m hoch, standen in den 1940er Jahren, als sie von einem sowjetischen Team untersucht wurden, noch bis zu 8 m hoch. Die Anlage steht auf einer etwa einen Meter hohen Plattform aus Lehm. Die Wehrmauer ist etwa 1,2 m dick und reich mit Nischen und Schießscharten gegliedert. Vor die Mauer sind Wehrtürme gesetzt. Anhand von Münzfunden lässt sich die Anlage wahrscheinlich ins 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. datieren. Doch gibt es Anzeichen für eine frühere Besiedlung. Es gibt Reste, die zeigen, dass in der Festung, aber auch im Umfeld Siedlungen bis ins 11. Jahrhundert n. Chr. bestanden.

Literatur

  • Nasiba S. Baimatowa: 5000 Jahre Architektur in Mittelasien, Lehmziegelgewölbe vom 4./3. Jt. v. Chr. bis zum Ende des 8. Jhs. n. Chr. (= Archäologie in Iran und Turan. Band 7). Philipp von Zabern, Mainz 2008, ISBN 978-3-8053-3906-3, S. 238–240.
  • A. Bader, V. Gaiboz, G. Koshelenk: Materials for an Archaeological Map of the Merv Oasis: The Durnali Region. In: Bulletin of the Asia Institute. New Series, Band 8, The Archaeology and Art of Central Asia Studies From the Former Soviet Union (1994), S. 117–128.

Koordinaten: 37° 53′ 10,4″ N, 62° 4′ 46,7″ O