Dolmen de la Velilla

Der aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. stammende Dolmen von Velilla liegt auf einem kleinen Hügel nördlich der Stadt „Osorno la Mayor“, in Richtung „Abia de las Torres“, in der Provinz Palencia in Spanien.

Der untere erhaltene Bereich des runden Kollektivgrabes von etwa 20,0 Metern Durchmesser besteht aus zehn großen Kalksteinblöcken, auf denen eine Steinlage aus vielen eng stehenden langen schmalen Steinen aufliegt, die von den Resten eines steinversetzten Erdhügels von etwa 40,0 Metern Durchmesser umgeben sind. Der Kammerboden des Dolmens, der vermutlich von einem Kraggewölbe überdeckt war, das eine Kuppel bildete, besteht aus zerhacktem Kalkstein.

Im Inneren wurden die Knochen von mehr als 100 Personen gefunden, von denen einige mit rotem Ocker bestreut waren. Als Grabbeigaben fanden sich mit geometrischen und capricornen (steinbockartigen) Mustern verzierte Knochenfiguren, Schmuck (Perlen) sowie Äxte, Messer und Pfeilspitzen aus Feuerstein.

Literatur

  • Vera Leisner, aus dem Nachlaß zusammengestellt von Philine Kalb: Die Megalithgräber der Iberischen Halbinsel. Der Westen. Madrider Forschungen, Band 1, 4. Lieferung. Walter de Gruyter, Berlin, New York 1998. ISBN 3-11-014907-9.

Weblinks

Commons: Dolmen von Velilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 42° 24′ 58,8″ N, 4° 23′ 28,3″ W

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.