Dolmen vom Coll de la Farella
Dolmen vom Coll de la Farella

Dolmen vom Coll de la Farella

Dolmen vom Coll de la Farella (Erde)
Koordinaten 42° 26′ 6″ N, 3° 7′ 42,5″ OKoordinaten: 42° 26′ 6″ N, 3° 7′ 42,5″ O
Ort Portbou,
Höhe 380 m

Der Dolmen vom Coll de la Farella ist ein kleiner Dolmen im Gemeindegebiet von Portbou im Norden Kataloniens (Provinz Girona, Alt Empordà).

Lage

Der Dolmen steht auf einem Bergrücken am Nordrand der Gemeinde Portbou auf 380 Meter Meerhöhe. Er liegt in etwa auf halbem Weg zwischen dem namensgebenden Coll de la Farella (306 Meter) 500 Meter weiter ostwärts und dem Puig de l’Álisa (527 Meter) im Westen. Über den Bergrücken verläuft die Gemeindegrenze zu Cerbère und außerdem auch die französisch-spanische Staatsgrenze. Der Rücken beginnt am direkt am Mittelmeer gelegenen Puig Cervera (205 Meter) und zieht dann über dem Coll dels Belitres (165 Meter) herauf.

Beschreibung

Der Dolmen vom Coll de la Farella befindet sich in einem schlechten Zustand, kann aber möglicherweise einem Galeriegrab mit trapezoidaler Kammer zugeordnet werden, wie so viele andere im Albères-Massiv gelegene Dolmen.[1] Erhalten sind nur noch die Orthostaten (sechs, zum Teil recht kleine Seitensteine und ein größerer Endstein). Die Deckplatte fehlt. Die Seitensteine haben aufgrund der Hangneigung eine deutliche Schräglage angenommen. Direkt daneben führt der Gratweg vorüber.

Zum Bau des Dolmens wurden Blöcke des anstehenden Schiefergesteins verwendet, die relativ schwach metamorphosiert sind und aus dem Paläozoikum stammen. Die Gesteine bilden Teil der Metasedimenthülle des zu den Pyrenäen gehörenden Albères-Massivs.

Einzelnachweise

  1. Carreras Vigorós, Enric und Tarrús Galter, Josep: 181 anys de recerca megalítica a la Catalunya Nord (1832-2012). In: Annals de l'Institut d'Estudis Gironins, 54. Girona: Institut d'Estudis Gironins 2013, S. 31–184.

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.