Cinta Larga


Die Cinta Larga sind ein indigenes Volk im Amazonasgebiet. Sie leben im Nordosten Mato Grossos und in Rondônia. Die zahlenmäßig kleine Ethnie (ca. 1.300) spricht einen Tupí-Dialekt, das Tupí Mondé.

Der Name kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet so viel wie "breiter Gürtel". Grund für diese Bezeichnung sind große Schärpen, die die Stammesmitglieder traditionell trugen. Dem Stamm wurde Kannibalismus zugeschrieben.

Berühmtheit erlangte er durch die Roosevelt-Rondon-Expedition, die durch das traditionelle Stammesgebiet der Cinta Larga führte. Obgleich es nie zu einem Kontakt zwischen der Ethnie und Rondons Expedition kam, beschattete der Stamm die Expedition entlang des Rio Roosevelt und bedeutete so eine stete Gefahr für die ohnedies schwer in Mitleidenschaft gezogene Crew.

2004 wurde der Stamm für die Tötung von 29 Diamantensuchern verantwortlich gemacht, die auf dem Stammesgebiet ohne Erlaubnis nach Diamanten gruben. Die brasilianische Regierung bewilligte eine Förderung in der Höhe von 850.000 $ im Austausch für das Versprechen, dass die Cinta Larga das Morden und den Diamantenabbau einstellen würden. Die Förderung läuft 2007 aus, der Stamm hat die Wiedereröffnung der Diamantenmine angekündigt. Die Auseinandersetzungen sind vor dem Hintergrund des Völkermordes den die Brasilianer an den Cinta Larga noch in den sechziger Jahren verübt haben zu sehen.

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