Burg Bori

Reste der Turmhügelburg „Bori“ in Bünzen

Alternativname(n) Bünzen
Staat Deutschland (DE)
Ort Aukrug-Bünzen
Burgentyp Niederungsburg, Motte
Erhaltungszustand Burgstall, Burghügelrest
Geographische Lage 54° 4′ N, 9° 48′ OKoordinaten: 54° 4′ 28,5″ N, 9° 47′ 44,9″ O

Als Burg Bori, auch Burg Bünzen oder Bünzer Burg genannt, werden die Reste einer mittelalterlichen Turmhügelburg (Motte) auf dem Gebiet der schleswig-holsteinischen Gemeinde Aukrug im Kreis Rendsburg-Eckernförde bezeichnet. Sie befindet sich rund 200 Meter südlich des Flusses Bünzau und westlich des Ortsteils Bünzen. Heute existiert noch ein kleiner bewaldeter Hügel, der mit einem Graben umgeben ist.

Bei der Burg handelte es sich um eine frühmittelalterliche ovale Motte, die eine Grundfläche von etwa 30 × 65 Metern einnahm. Die Anlage gehört zu den sogenannten Motten, die ab dem 12. Jahrhundert verstärkt angelegt wurden. Diese kleinen Befestigungen bestanden aus einem Turmbau, der von einem Graben umschlossen wurde. Von der Bünzau und dem Kapellenbach geschützt, lag eine weitere Burg 600 Meter südöstlich sowie eine dritte, große Burg 100 Meter westlich, die 1984 bei Ausgrabungen entdeckt wurden[1].. Die Reste der Burg stehen als Bodendenkmal unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

  1. Arthur Dähn: Ringwälle und Turmhügel: Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein. Husum 1999, Seite 303f

Literatur

  • Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs. 3. Auflage. Möller Söhne, Rendsburg 1978.
  • Arthur Dähn: Ringwälle und Turmhügel: Mittelalterliche Burgen in Schleswig-Holstein. Husum 1999, ISBN 3-88042-850-6.

Weblinks

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.