Ascheru in Hieroglyphen
M17N37
D21
E23Z1

Ischeru
jšrw

Ascheru oder Ischeru (ägyptisch ꜣšrw oder jšrw) ist ein Ort in der ägyptischen Mythologie, an dem die „Wilde Göttin“ besänftigt wird.[1] Ursprünglich bezeichnete man damit einen gebogenen Wasserlauf, an dem häufig Kulte von Löwinnen praktiziert wurden. Viele löwengestaltige Göttinnen trugen den Namen „Herrin von Ascheru“, etwa Wadjet und Sachmet in Memphis, Bastet in Bubastis, sowie Menhit und Mut in Karnak.

Als „Ascheru der Mut“ ist der hufeisenförmige See südlich des großen Karnak-Tempels bekannt, der den Tempel der Mut an drei Seiten umschließt.

Literatur

  • Eberhard Otto: Ascheru. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band I, Harrassowitz, Wiesbaden 1975, ISBN 3-447-01670-1, Sp. 460–462.

Anmerkungen

  1. Die Wilde oder Gefährliche Göttin stellt den Furcht einflößenden Aspekt einer weiblichen Gottheit dar. Er ist besonders bei Löwengöttinnen anzutreffen. Martin Andreas Stadler: Einführung in die ägyptische Religion ptolemäisch-römischer Zeit nach den demotischen religiösen Texten (= Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie. Bd. 7). Lit, Berlin/ Münster 2012, ISBN 978-3-643-11929-2, S. 61.

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