Peştera cu Oase, Rumänien

Fundort: Peştera cu Oase, südwestliche Karpaten, Rumänien
Spezies: Homo sapiens
Fossil: Oase 1 Unterkiefer, Oase 2 Cranium. Adulte und juvenile Schädelreste
Geschätztes Alter: 40000 Jahre, Datierung basierend auf Radiokarbon-Methode (C-14)

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Peştera cu Oase ist ein Höhlensystem mit 12 Gallerien und Kammern im Südwesten Rumäniens, in dem man einige der ältesten Überreste des europäischen Homo sapiens fand, etwa zwischen 35.000 und 40.000 Jahre alt.

Im Februar 2002 inspizierte ein Team von Höhlenforschern das Karstsystem des Miniş Tales in den südwestlichen Karpaten nahe Anina und entdeckte einen vorher unbekannten Raum der Höhle Peştera cu Oase mit einer Fülle von Säugetierfossilien. Die Höhle, die scheinbar von einem spät-pleistozänen Höhlenbären (Ursus spelaeus) als Winterschlafplatz benutzt wurde, zeigte mitunter seltsame Platzierungen einiger Knochenreste, wie etwa auf einem hoch gelegenen Felsblock.


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Blick in die Höhle Peştera cu Oase


Wie sollte man sich das erklären? Schließlich kam man auf die Idee, dass hier möglicherweise Menschen am Werk waren. Tatsächlich entdeckten die Höhlenforscher Ştefan Milota, Adrian Bîlgăr und Laurenţiu Sarcina einen kompletten menschlichen Unterkiefer. Die Höhlenkammer nannte man fortan „Peştera Cu Oase“ (Höhle mit Knochen), der menschliche Unterkiefer erhielt die Bezeichnung „Oase 1“.

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Literatur

Koordinaten