Menchecourt, Frankreich

Fundort: Menchecourt, Tal der Somme, Abbeville, Frankreich
Spezies: Homo
Geschätztes Alter: 550000 Jahre, Datierung basierend auf Elektronenspinresonanz-Verfahren (ESR), Uranreihen-Untersuchung, Paläomagnetismus
Kultur: Acheuleen

Letzte Meldung:   Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren   –  Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“. ....

Menchecourt ist ein Teil der französichen Gemeinde Abbeville (dt. „Stadt des Abtes“) im Département Somme in der Region Picardie.

Der Name Abbeville steht auch stellvertretend für eine Kategorie von frühen Steinwerkzeuge. Jacques Boucher de Perthes war in den 1830er Jahren der Erste, der verschiedene Faustkeile bei Abbeville fand und die Werkzeuge im Detail beschrieb.

Dabei wies er in der ersten Publikation dieser Art hin, dass die Steine ​​bewusst von frühen Menschen behauen wurden. Diese frühesten, in Europa gefundenen Steinwerkzeuge, die auf beiden Seiten bearbeitet wurden um eine scharfe Kante zu bekommen, werden als Abbevillien-Faustkeile bezeichnet.


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Faustkeil von Menchecourt-les-Abbeville, ausgestellt auf der Weltausstellung von 1867.



Literatur

Koordinaten