Le Moustier, Frankreich

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Le Moustier, Tal der Vézère bei Peyzac-le-Moustier im französischen Département Dordogne, Frankreich
Spezies: Homo neanderthalensis
Fossil: Schädel eines Jugendlichen, Skelett eines Neugeborenen
Geschätztes Alter: 48.000 Jahre, Datierung basierend auf Thermolumineszenz-Methode (TL), Elektronenspinresonanz-Verfahren (ESR)
Kultur: Moustérien

Le Moustier ist ein archäologischer Fundort aus dem Paläolithikum in der Gemeinde Peyzac-le-Moustier im Departement Dordogne, im Südwesten Frankreichs. Der Ort wurde im Jahre 1979 neben den Höhlenmalereien des Val Vézère von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Das Fundareal besteht im wesentlichen aus zwei Teilen: das obere Abri, das hauptsächlich Stücke aus der nach Le Moustier benannten Kulturstufe (Moustérien) hervorgebracht hat, und das etwa 14 Meter darunter liegenden Abri auf dem derzeitigen Niveau des Vézère-Tales, aus dem die Neandertalerfunde von Hauser (1907) und von Peyrony (1910) (Jugendlicher Neandertaler − Moustier 1; Neugeborenes − Moustier 2) stammen.

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Literatur

  • Peyrony, D. 1930. Le Moustier. Ses gisements, ses industries, ses couches géologiques. Revue anthropologique, XL, 1930, p49 - 52
  • Valladas, H., Geneste, J.-M., Joron, J.-L. et Chadelle, J.-P. 1986. Thermoluminescence dating of Le Moustier (Dordogne, France). Nature. 322, n° 6078, S. 452-454

Koordinaten

  • 44.993889° N, 1.060000° E von Henry Gilbert,
     

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