Dar-ês-Soltane, Marokko

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Dar-ês-Soltane, Maghreb region, Marokko
Spezies: Homo
Geschätztes Alter: 115.000 Jahre, Datierung basierend auf optisch angeregter Lumineszenz (OSL)
Kultur: Moustérien
Dar-es-soltane_Homo-sapiens185.jpg
Schädel mit der Bezeichnung Dar es Soltane II

Dar es-Soltan ist eine Höhle an der Atlantikküste Marokkos in der Nähe der Stadt Rabat.

Die Höhle ist 43 Meter tief und sechs Meter breit, mit archäologischen Schichten von mindestens 8 Meter Dicke. Sie bestehen aus drei Schichten, die man dem Atérien zuordnet und einer Schicht aus dem Neolithikum, die von den anderen durch einen massiven Felssturz getrennt ist.

Die älteste Atérien Sequenz bei Dar es-Soltan enthielt feinkörnige Feuerstein- und Quarzitabschläge, sowie kleine Kerne der Levallois-Technik. Der Feuerstein stammt vermutlich aus den nahe gelegenen Flusskiesen. In der mittleren Sequenz fand man ebenfalls Kerne, die mit der Levallois-Technik präpariert waren, sowie Schichtabschläge und einige echte Klingen aus Feuerstein und Quarzit.


Literatur

  • Barton, R. N. E., Bouzouggar, A., Collcutt, S. N., Schwenninger, J. L., & Clark-Balzan, L. 2009. OSL dating of the Aterian levels at Dar es-Soltan I (Rabat, Morocco) and implications for the dispersal of modern Homo sapiens. Quaternary Science Reviews, 28(19-20), 1914-1931

Koordinaten

  • 33.978889° N, -6.897500° E von Henry Gilbert,
     

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