Cro-Magnon, Frankreich

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Cro-Magnon, Dordogne, Frankreich
Spezies: Homo sapiens
Fossil: Cro-Magnon 1
Geschätztes Alter: 27.500 Jahre, Datierung basierend auf Radiokarbon-Methode (C-14)
Kultur: Oberes Paläolithikum

Cro Magnon bedeutet "große Klippe"; der Name bezeichnet ein Kalksteinmassiv, das sich über der Kleinstadt Les Eyzies erhebt. Dort fand man Mitte des neunzehnten Jahrhunderts (1868), als eine Eisenbahnlinie und ein Bahnhof gebaut wurden, fünf Skelette: drei erwachsene Männer, eine erwachsene Frau und einen Säugling.

Die Körper waren offenbar absichtlich in einem gemeinsamen Grab bestattet worden, und zwar zusammen mit Körperschmuck in Form von durchbohrten Muschelschalen und Tierzähnen, die vermutlich als Halsband oder Anhänger getragen wurden. In der Nähe der mutmaßlichen Grabstätte fand man Knochen von Rentieren, Bisons, Wollmammuts und anderen Säugetieren sowie Steinklingen und Messer aus dem frühen Aurignacien (dem frühesten Wergzeugstil des oberen Paläolithikums).

Lesen Sie hier mehr über die Menschen von Cro-Magnon: Homo sapiens - Cro Magnon


Literatur

  • Jones, T.R. (Hrsg.), 1868. On the human skulls and bones found in the cave of Cro-Magnon, near Les Eyzies, Reliquiae aquitanicae.

Koordinaten

  • 44.934361° N, 1.016019° E von Henry Gilbert,
     

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