Die Reiche der Römer und Karthager vor dem Zweiten Punischen Krieg

Der Zweite Punische Krieg wurde von 218 v. Chr. bis 201 v. Chr. zwischen Rom und Karthago ausgetragen. Er war der zweite von drei Kriegen, der zwischen den beiden stärksten und ein-flussreichsten Mächten im westlichen Mittelmeerraum geführt wurde. Siebzehn Jahre lang kämpften die „Punier“ (lateinisch Puni oder Poeni; die römische Bezeichnung für die Karthager) gegen die Römer um die Vorherrschaft. Ziele des Krieges waren vor allem die Machtübernahmen in Italien und Iberien, auf den Inseln Sizilien und Sardinien sowie gegen Ende des Krieges in Nordafrika. Der karthagische Feldherr Hannibal aus dem Geschlecht der Barkiden brachte Rom zunächst durch eine Reihe taktisch geschickt geführter Schlachten an den Rand der Niederlage. Die Römer gingen daraufhin zu einem langjährigen Abnutzungskrieg über und trugen den Krieg erfolgreich auf karthagisches Territorium. Letzten Endes mussten sich die Karthager in der Schlacht von Zama gegen den römischen Feldherrn Scipio dem Älteren geschlagen geben. Der Krieg, der immense materielle und menschliche Verluste sowohl auf Seiten der Karthager als auch auf der der Römer hervorhob, entschied den Konflikt der beiden Städte um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum endgültig zugunsten Roms. Abgesehen von den beiden Großmächten waren ebenfalls Makedonien, Syrakus und weitere numidische Königreiche in den Krieg involviert. Dazu kämpften auf beiden Seiten iberische sowie gallische Truppen. Der Krieg war in drei Hauptschauplätze eingeteilt:

  • Italien: Dort besiegte Hannibal wiederholt die römischen Legionen (gelegentliche Nebenkriegsschauplätze waren auch Sizilien, Sardinien und Griechenland);
  • Iberien: Dort verteidigte Hasdrubal (ein jüngerer Bruder Hannibals) die karthagischen Kolonialstädte einige Male verteidigte;
  • Afrika: Dort wurde der Krieg zugunsten Roms entschieden.

Quellenlage

Aufgrund der vollständigen Zerstörung Karthagos im Dritten Punischen Krieg im Jahr 146 v. Chr. existieren keine historischen Quellen, die den Kriegsverlauf und dessen Hintergründe aus karthagischer Sicht beschreiben. Historiker können sich daher nur auf Werke griechischer und römischer Autoren der Antike – vor allem des Polybios und Livius – stützen und müssen diese vorsichtig interpretieren. Die wohl wichtigsten Überlieferungen des 2. Punischen Krieges sind die Werke des griechischen Historikers Polybios. Überliefert wurden von ihm ein bis heute weitestgehend verlorenes Handbuch über militärische Taktiken[1], dazu kommen seine weltbekannten Historien, die er mutmaßlich nach 146 v. Chr. verfasste.[2][3] Seine Historien gelten als überwiegend objektiv.[4][5] Die Beschreibungen und Analysen des 2. Punischen Krieges befinden sich in den Historien in Buch 3 sowie in den Büchern 7–15. Polybios war ein analytischer Historiker, wann immer die Möglichkeit bestand, befragte er persönlich Teilnehmer beider Seiten zu bestimmten Kriegsereignissen.[6][7][8] Über die Genauigkeit von Polybios‘ Kriegsberichten wurde in der Forschung viel diskutiert. Der moderne Konsens besteht jedoch darin, seinen Berichten eine hohe Glaubwürdigkeit zuzuschreiben. Die Einzelheiten der Kriegsbeschreibungen in modernen Quellen beruhen fast ausschließlich auf den Darstellungen, Beschreibungen und Interpretationen des Polybios.[9][10] Der moderne Historiker Andrew Curry hält Polybius für „ziemlich zuverlässig“.[11] Craige Champion hält ihn für „einen bemerkenswert gut informierten, fleißigen und aufschlussreichen Historiker“.[12] Ein Großteil von Polybius' Bericht über den Zweiten Punischen Krieg ist verloren gegangen oder nur bruchstückhaft sowie fragmentarisch vorhanden.

Weitere Informationen liefern uns die Berichte des römischen Geschichtsschreibers Livius, der sich oft auf Polybios stützte. Livius Kriegsberichte- und Analysen befinden sich in seinen Büchern 21–30. Von modernen Historikern werden seine Quellen dann herangezogen, wenn Polybius' Berichte nicht erhalten sind.[13] Der Altphilologe Adrian Goldsworthy stellt jedoch fest, dass „Livius' Zuverlässigkeit oft zweifelhaft ist“.[14] Der Historiker Phillip Sabin verweist auf Livius' „militärische Unwissenheit“.[15] Im Allgemeinen wird Livius von modernen Historikern als unglaubwürdig angesehen.[16][17] Die großen Niederlagen, die das römische Reich im Laufe des Zweiten Punischen Krieges erlitt, wurden durch römische Historiker so interpretiert, dass sie die römische politische und soziale Ordnung grundsätzlich nicht in Frage stellten. Auch in den katastrophalen Niederlagen musste Roms Größe belegt und ein Sündenbock gefunden werden. Das gilt insbesondere für die verheerende Niederlage, die Rom in der Schlacht von Cannae erlitt. Verschiedene Geschichtswerke über Hannibal, die einen pro-karthagischen Standpunkt vertraten, sind hingegen verloren gegangen. Dazu zählen die Werke des Sosylos und des Silenos von Kaleakte. Dazu gibt es noch weitere Berichte, die meist in fragmentarisch, komprimierter und zusammengefasster Form überliefert sind.[18] Moderne Historiker berücksichtigen ebenso die Schriften von Annalisten (einige zeitgenössisch), darunter fallen der griechische Diodorus Siculus, der späteren römischen Historiker Plutarch sowie Appian und Cassius Dio.[19][20] Weitere Informationen über den Krieg liefern Münzen, Inschriften, archäologische Funde und empirische Beweise aus Rekonstruktionen.[21]

Kriegsheere

Römisches Heer

Der Großteil der männlichen römischen Bürger waren zum Militärdienst berechtigt und wurden als Infanteristen eingesetzt, wohlhabende Reiter stellten die Kavallerie. Im Krieg unterteilte sich das Heer in zwei Legionen mit jeweils 4 200 Infanteristen und 300 Kavalleristen.[22] Etwa 1 200 Männer, die der Infanterie angehörten, waren ärmere und jüngere Männer, die sich die Ausrüstung eines Standardlegionärs nicht leisten konnten. Im Krieg dienten sie als mit Speeren bewaffnete Plänkler (lat. velites). Ihre Ausrüstung bestand aus mehreren Speeren, die aus der Ferne geworfen wurden, einem Kurzschwert und einem ca. 90 Zentimeter langem Schutzschild. Sie waren meist in loser Formation angeordnet und begannen die Schlacht.[23] Der Rest der Infanterie war deutlich besser ausgestattet, ihre Ausrüstung bestand aus einem Körperpanzer, einem großen Schild und kurzen Stichschwertern. Sie waren in drei Reihen eingeteilt. Die erste Reihe trug zwei lange Speere, die Männer der beiden hinteren Reihen besaßen jeweils einen Wurfspeer. Die Untereinheiten der Legionäre sowie auch die einzelnen Legionäre kämpften in einer relativ offenen Ordnung. Angeführt wurde das Heer von zwei Konsuln, die jedes Jahr als Magistrate gewählt wurden, um ein Heer im Krieg anzuführen. Bestandteile eines Heeres waren im Normalfall zwei römischen Legionen und ein ähnlich großes und ausgerüstetes Legionspaar, das von den Verbündeten gestellt wurde.[24][25]

Karthagisches Heer

Karthagische Bürger wurden nur dann in die Armee berufen, wenn eine Stadt einer direkten Bedrohung ausgesetzt war.[26][27] Das karthagische Heer war mit guter Panzerung und langen Speeren ausgestattet. Trotz der guten Ausrüstung waren sie von Grund an undiszipliniert und schlecht ausgebildet. Von daher rekrutierten die Karthager oft Fremde für ihre Armee, diese stammten aus Nordafrika („Libyer“ genannt), da dort mehrere Arten von Kämpfern ausgebildet wurden. Karthago hatte somit Zugriff auf: 1) eine Infanterie, die in enger Ordnung, ausgerüstet mit großen Schilden, Helmen, Kurzschwertern und langen Wurfspeeren kämpfte; 2) leichte Infanterieplänkler, die mit Speeren bewaffnet waren; 3) eine Schockkavallerie (oder „schwere Kavallerie“) in enger Ordnung, die mit Speere bewaffnet waren: und 4) leichte Kavallerieplänkler, die für den Fernkampf gedacht waren und Speere aus der Ferne warfen.[28][29] Iberien und auch Gallien verfügten über eine immense Anzahl an erfahrener Infanteristen – ungeschützte Truppen, die wild angriffen, denen jedoch nachgesagt wurde, bei längeren Kämpfen abzubrechen. Dazu verfügten beide über eine ungepanzerte Kavallerie, die für andauernde Nahkämpfe gedacht war. Die rekrutierte Infanterie aus Nordafrika und die karthagische Bürgermiliz kämpften in einer dichten und gedrängten Formation (gr. Phalanx). Schleuderer, die die Schleuder als Fernwaffe einsetzten, wurden häufig von den Balearen rekrutiert.[30][31] Zusätzlich setzten die Karthager auch Kriegselefanten ein (siehe: „Alpenüberquerung Hannibals“).[32][33]

Kriegsstrategien

Die häufigsten Kriegsoperationen waren zum einen der Garnisonsdienst und zum anderen Landblockaden.[34][35] Bei Kriegsfeldzügen agierte man meist mit Überraschungsangriffen, Hinterhalten und Strategemen.[36] Vor geplanten Schlachten war es üblich, dass beide Armeen sich tage- oder wochenlang voneinander entfernten; zum Teil formierten sie sich täglich in Schlachtordnung. Teilweise kam es dazu, dass, wenn sich einer der beiden Befehlshaber im Nachteil fühlte, die Armeen abmarschierten, ohne sich zu bekämpfen. So war es schwierig eine Schlacht zu erzwingen, beide Befehlshaber mussten sich zum Kampf bereit fühlen.[37][38] Die Kriegsaufstellungen- sowie Formationen waren eine komplexe und mit Bedacht geplante Angelegenheit, die zum Teil mehrere Stunden in Anspruch nahmen. Eine typische Kriegsaufstellung sah so aus, dass die Infanterie in der Mitte der Kampflinie aufgestellt wurde und die leichte Infanterie vor ihr. Die Kavallerie positionierte sich an den Flanken.[39] Zahlreiche Schlachten wurden dadurch entschieden, dass die Infanterie von der Seite oder von hinten angegriffen wurde und somit teilweise ganz eingekesselt wurde.[40][41] Sowohl Karthago als auch Rom verfügten während des kompletten Krieges über große und bedeutende Flotten. Es kam zu keinen großen Seegefechten, und Karthago versuchte keineswegs, seine Flotte entscheidend einzusetzen. Somit hatten die Römer im Verlauf des Krieges die Seeherrschaft inne.[42]

Situation vor Kriegsbeginn

Erster Punischer Krieg

Die Römische Republik expandierte ein Jahrhundert lang aggressiv auf dem süditalienischen Festland.[43] 272 v. Chr. folgte die Eroberung der italienischen Halbinsel südlich des Arnos. Währenddessen expandierte Karthago mit seiner Hauptstadt im heutigen Tunesien ebenso und beherrschte mehrere Gebiete, darunterfielen: Südspanien, einen Großteil der Küstenregionen Nordafrikas, die Balearen, Korsika, Sardinien und die westliche Hälfte Siziliens. Somit war Karthago 264 v. Chr. die bestimmende externe Macht auf der Insel und gehörte jetzt zusammen mit Rom zu einer vorherrschenden Macht im westlichen Mittelmeer.[44] Zunächst war die Beziehung der beiden Großmächte gut, man erklärte sich mehrmals die gegenseitige Freundschaft und pflegte einflussreiche und starke Handelsbeziehungen.[45][46] Auf das freundschaftliche Verhältnis folgte schnell eine Auseinandersetzung, die der Auslöser des Ersten Punischen Krieg war. Anlass des Krieges war der Konflikt über den unabhängigen sizilianischen Stadtstaat Messana (heute: Messina).[47][48] Der Krieg, der 23 Jahre andauerte, endete 241 v. Chr. mit der Niederlage der Karthager. Karthago verlor das karthagische Sizilien an Rom gemäß dem von Rom diktierten Vertrag von Lutatius.[49] Nach dem Ersten Punischen Krieg musste Karthago seine Besitzungen auf Sizilien und später auch auf Sardinien und Korsika an Rom abtreten. Karthago konnte sich nun grundsätzlich entscheiden, ob es sich auf eine Rolle als nordafrikanische Regionalmacht beschränken wollte oder versuchte, die Gebietsverluste zu kompensieren, indem es in Regionen expandierte, in denen Rom noch nicht präsent war. Karthago wählte die zweite Option.

Ursachen des zweiten Punischen Krieges

Karthagos Aufrüstung und der Ebro-Vertrag

Flüsse der iberischen Halbinsel

Hamilkar Barkas, der bereits im Ersten Punischen Krieg und im Söldnerkrieg karthagische Truppen befehligt hatte, wurde zum Oberbefehlshaber ernannt und erhielt den Auftrag, Territorium auf der Iberischen Halbinsel für Karthago zu erobern.[50] Karthago besaß im Süden der Halbinsel bereits einzelne Stützpunkte. Hamilkar besiegte mehrere iberische Stämme und erzielte erhebliche Geländegewinne in Westandalusien, am unteren und mittleren Guadalquivir. Als karthagisches Machtzentrum in dieser Region gründete er die Stadt Akra Leuke, die Pedro Barceló in der Nähe der Bergwerke von Castulo vermutet.[51] Besonders aktiv tat sich bei dem Kolonisierungsunternehmen in Westandalusien die Familie der Barkiden hervor: Hamilkar Barkas und dessen Söhne Hannibal Barkas und Hasdrubal Barkas sowie der Schwiegersohn Hasdrubal der Schöne. In Rom wurde diese Entwicklung aufmerksam beobachtet. Cassius Dio berichtet von einer römischen Gesandtschaft bei Hamilkar und scheint dabei auf eine karthagofreundliche Quelle zurückzugreifen.[52] Demnach erkundigte sich die Gesandtschaft nach den Plänen Hamilkars, der erwiderte, Karthago müsse die Mittel für die römischen Kriegskontributionen aufbringen.[53] Rom war zu dieser Zeit damit beschäftigt, sein Herrschaftsgebiet in Oberitalien zu festigen, mit dem Südufer des Po als Grenzlinie. Hasdrubal, Hamilkars Schwiegersohn und Nachfolger, dehnte das karthagische Einflussgebiet bis zur Mittelmeerküste aus und gründete im Jahre 227 v. Chr. die Stadt Carthago Nova (Cartagena), die in der Folge Akra Leuke als Zentrum der barkidischen Macht in Spanien ablöste. Das tangierte Roms Interessen. Die italische Wirtschaft war auf freien Zugang zu allen Mittelmeerhäfen angewiesen, und der römische Senatsadel war bereit, die Interessen der italischen Kaufmannsaristokratie zu vertreten.[54]

Der oftmals romfreundliche Geschichtsschreiber[55] Polybios unterstellt den Barkiden eine gegen Rom gerichtete Spitze in ihrer Spanienpolitik. Karthago habe die neue Provinz vor allem für einen Revanchekrieg gegen Rom gewonnen. Entschieden dagegen spricht allerdings der sogenannte Ebro-Vertrag, ein Feldherrnvertrag, den Hasdrubal im Jahre 226 v. Chr. mit den Römern abgeschlossen hatte. In diesem wurde ein Fluss namens Iber als Grenze zwischen der römischen und der karthagischen Interessensphäre in Hispania festgesetzt. Die Lage dieses Flusses wird in der Forschung seit langer Zeit diskutiert. Laut Pedro Barceló kann damit keineswegs der Ebro gemeint sein: Die antiken Quellen stimmen Barceló zufolge darin überein, dass der Iber ein Fluss südlich von Sagunt war. „Da die Identifikation und Lage Sagunts zweifelsfrei feststeht, ist folglich die Stadt als Konstante und der nicht näher bezeichnete Fluß als Variable einzustufen.“[56] Für die Identifikation des Iber mit dem Río Segura spreche auch der archäologische Befund; Münzfunde und Spuren karthagischer Militärlager belegten eine karthagische Präsenz nur südlich des Segura. Auch das vom Guadalquivir und vom Segura begrenzte Territorium sei gewaltig und übersteige das Gebiet, welches Karthago effektiv kontrollierte. Ein von Rom zugestandenes karthagisches Interessengebiet, das bis zum Ebro reichte, sei einerseits fiktiv, andererseits ein unverständlicher Verzicht auf Roms Handelsinteressen an der iberischen Küste.[56] Klaus Bringmann dagegen identifiziert mit der Mehrheit der derzeitigen Forscher den Iber klar mit dem Ebro und hält darüber hinaus die Vereinbarung dieser Grenzlinie für den einzigen Vertragsinhalt. Polybios etwa stellt ausdrücklich fest, dass Sagunt südlich des Ebro gelegen habe. Die römische Annalistik habe diesen Sachverhalt aber im Nachhinein verdunkelt. Denn wie sich herausstellte, band der Ebro-Vertrag nach karthagischer Rechtsauffassung ohnehin nur den Feldherrn Hasdrubal und nicht den karthagischen Staat. Er war also nach Hasdrubals Tod ohnehin nichts mehr wert. Die römische Annalistik habe nachträglich (nach Kriegsende) versucht, den Ebro-Vertrag so umzuinterpretieren, dass Hannibals Angriff auf Sagunt einen Bruch dieses Vertrages darstellte.[57] Franz Hampl meinte, dass beide Seiten in dem Ebro-Vertrag nicht mehr gesehen hätten als „nützliche oder notwendige Fixierungen der augenblicklichen Zustände“, über die man in Zukunft hinweggehen würde, sobald das strategisch sinnvoll war.[58]

Auslöser des zweiten Punischen Krieges

Angriff auf Sagunt

Über das römische Interesse an einem erneuten Krieg mit den Puniern kann nur spekuliert werden: Vermutlich bestand in erster Linie ein spezielles Interesse an der prosperierenden Iberischen Halbinsel und nicht an einem groß angelegten Krieg im gesamten westlichen Mittelmeer. Die Römer wandten eine ähnliche diplomatische Strategie wie im Ersten Punischen Krieg an, indem sie eine einzelne Stadt als Anlass für einen Krieg vorschoben. Die Stadt Sagunt lag weit südlich des Ebro und damit in dem Karthago zugesprochenen Gebiet (die Identifikation von Iber und Ebro vorausgesetzt). Sie sah sich durch die Expansion Karthagos bedroht und rief Rom um Hilfe an. Dann kam es zu Konflikten zwischen Sagunt und Nachbarstämmen unter karthagischer Herrschaft, und jetzt war Sagunt in der Tat im Visier Karthagos. Die Saguntiner hatten womöglich darauf spekuliert, mit einem aggressiven Agieren gegenüber den Nachbarn eine karthagische Reaktion und damit wiederum Roms Intervention zugunsten Sagunts herbeizuführen – eine fatale Fehleinschätzung.[59] Als sich der karthagische General Hannibal, der seinem ermordeten Schwager Hasdrubal nachgefolgt war, an die Eroberung Sagunts machte, versuchten römische Gesandte, ihm dies zu verbieten: Die Stadt sei angeblich mit Rom verbündet. Tatsächlich unternahmen die Römer während der acht Monate langen Belagerung nichts zugunsten ihrer vermeintlichen Alliierten und warteten ab, bis Sagunt 219 v. Chr. gefallen war. Bringmann interpretiert das Verhalten beider Seiten so: Hannibal ließ es auf den Krieg mit Rom ankommen, weil er nicht akzeptierte, dass Rom als Schutzmacht Sagunts die karthagische Einnahme der ihm zugesprochenen Interessensphäre südlich des Ebro störte. Rom andererseits war in Illyrien militärisch engagiert und deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht zum Krieg mit Karthago imstande.[60] Hannibal habe die Situation Roms richtig eingeschätzt – die diplomatische Initiative Roms zugunsten Sagunts war nur ein Bluff. Dieser Erfolg verführte ihn dann, so Bringmann, den Ebro zu überschreiten und das karthagische Territorium bis zu den Pyrenäen auszudehnen. Nach karthagischer Rechtsauffassung hatte der Ebro-Vertrag ohnehin nur Hasdrubal gebunden und verpflichtete Hannibal zu nichts.[61] Nun drohte Rom den Puniern mit Krieg, sollte ihnen Hannibal nicht ausgeliefert werden. Zimmermann meint sogar, dass der Senat den Fall Sagunts in Kauf genommen habe, weil dieses Ereignis sich weder von Karthago rückgängig machen ließ, noch von Rom akzeptiert werden konnte, und so ließ sich der geplante und erwünschte Krieg vor der eigenen Bevölkerung als gerecht und unvermeidlich deklarieren.[62]

Die Ratsherren von Karthago lehnten die Auslieferung Hannibals ab, woraufhin die römische Kriegserklärung erfolgte.

Kriegsverlauf

Italien

Hannibals Alpenüberquerung 218 v. Chr.

Hannibals Feldzug gegen die Römer

Im Vergleich zum Beginn des letzten Krieges hatten sich die militärischen Voraussetzungen der beiden Kontrahenten faktisch umgekehrt: Rom war nun die beherrschende maritime Macht, während Karthago in Spanien zur Landmacht geworden war. Damals war der Krieg letztlich durch die stärkere römische Flotte entschieden worden, so dass Hannibal vor einem Dilemma stand, da sich nichts an diesem Ungleichgewicht geändert hatte. Deshalb entschied er sich für eine offensive Strategie, in der dieser Nachteil nicht zum Tragen kam: Um einem Angriff auf Spanien oder Nordafrika zuvorzukommen, plante Hannibal den Einmarsch in Italien.[63] Das karthagische Gebiet in Nordafrika und Spanien beschrieb einen Bogen von fast 2000 Kilometern Küstenlinie im westlichen Mittelmeer, und Rom als überlegene Seemacht konnte nach Belieben seine Angriffsziele wählen, Karthago aber nicht überall mit Truppen präsent sein.[64]

Als es 218 v. Chr. zu Seegefechten kam, wehrten die Römer den karthagischen Angriff ab und eroberten die Insel Malta.[65][66][67] Größere gallischen Stämme griffen römische Kolonien im heutigen Norditalien an, diese flohen daraufhin in ihre zuvor gegründete Kolonie Mutina (das heutige Modena), in der sie belagert wurden. Als ein römisches Entsatzheer die Belagerung erfolgreich durchbrach, geriet es selbst in einen Hinterhalt und wurde belagert.[68] Durch diese Belagerungen verzögerte sich die Abreise der zuvor aufgestellten römischen Truppen nach Iberien.[69]

Hannibal stellte eine karthagische Armee in Neukarthago (dem heutigen Cartagena) zusammen und führte sie Mitte des Jahres 218 v. Chr. entlang der iberischen Küste nach Norden. Die Karthager nahmen eine Route, bei der sie römische Verbündeten im Süden umgehen konnten.[70] Auf dem Weg kam es am Rhoneübergang zu Schwierigkeiten, lokale Allobroger (keltischer Stamm) versperrten Hannibal den Weg, er und seine Streitmacht besiegten sie.[71] Dazu kam, dass eine römische Flotte auf dem Weg nach Iberien bei seinem Verbündeten Massalia (dem heutigen Marseille) an der Rhonemündung landete.[72] Die Karthager konnten den Römern enteilen und ihren Weg nach Iberien fortsetzen.[73] Im Spätherbst erreichten die Karthager den Fuß der Alpen und überquerten sie. Auch dieser Weg war nicht unproblematisch, da Hannibal und seine Truppen die Schwierigkeiten des Klimas, des Geländes und der Guerillataktik der einheimischen Stämme unterschätzten.[74]

Nach Klaus Zimmermann war eine Invasion in Italien auf dem Landweg für Hannibal die einzige Option, wenn er den Krieg nicht in Afrika führen wollte; für die Invasion auf dem Seeweg besaß Karthago seit der Niederlage im Ersten Punischen Krieg keine Kapazitäten mehr. Das Besondere sei aber, dass Hannibal mit seinem Heer nicht den direkten Weg an der Küste entlang wählte, sondern durch das Hinterland und über die Alpen. So wich er einerseits einer Begegnung mit römischen Truppen zunächst aus, andererseits waren die keltischen Stämme Oberitaliens potentielle Verbündete, die sich seinem Heer womöglich anschließen würden.[63]

Hannibal war seit der Belagerung von Sagunt klar, dass der Krieg mit Rom bevorstand. Er schickte Emissäre nach Südfrankreich, in die Alpen und nach Oberitalien, um bei den jeweiligen Bevölkerungen um Unterstützung zu werben. Die Reaktionen waren positiv.[75] Dennoch war schon der Zug über die Pyrenäen von zahlreichen Kämpfen gegen die einheimischen Stämme bestimmt. Die Kelten in Südfrankreich konnte Hannibal größtenteils überzeugen, dass er sie nicht als Gegner betrachten würde, nur an der Rhone leistete ein keltischer Stamm kurzen und vergeblichen Widerstand.[76] Schließlich machten sich die Karthager mit wahrscheinlich 50.000 Fußsoldaten, 9000 Reitern und 37 Elefanten an die Überquerung der Alpen. Die Römer überraschte Hannibals Einmarsch, sie befanden sich noch in ihren Winterquartieren auf der italienischen Halbinsel. Für Rom führte die Alpenüberquerung der Karthager zur Absage des geplanten Feldzugs: Eine Invasion in Afrika.[77]

218–216 v. Chr.: Karthagische Erfolge

Ende 218 v. Chr. erreichte Hannibal schließlich die Po-Ebene. Die Region wurde zu dieser Zeit von Stammesfehden unter den Kelten und Aufständen gegen Rom erschüttert. Hannibal gelang es, zahlreiche der Stämme militärisch oder diplomatisch an sich zu binden.[78] Ein richtungsweisender Erfolg der Karthager war die Eroberung der Hauptstadt der feindlichen Tauriner (heute: Umgebung Turins). Hannibal und sein Heer schlugen die Reiterei und die leichte Infanterie der Römer, angeführt von Scipios, in der sogenannten Schlacht von Ticinus Ende November.[79] Folge der Schlacht war, dass sich ein Großteil der gallischen Stämme dem karthagischen Heer anschlossen. Daraufhin wuchs das karthagische Heer auf mehr als 40.000 Mann. Scipio entkam verwundet. Seine Reiterei war so geschwächt worden, dass er keine Schlacht mehr wagte. Der Sieg war für die Karthager auch psychologisch wichtig; weitere Stämme boten ihm nun ihre Unterstützung an. Hannibal zog weiter hinter den Römern her und bot eine Schlacht an. Doch Scipio zögerte, was zur Folge hatte, dass 1000 keltische Infanteristen und etwa 200 Reiter das römische Heer verließen.[80] Die Notsituation der Römer ging so weit, dass der Senat dem Konsul Sempronius Longus befahl, sein Heer aus Sizilien zurückzuholen, obwohl dieses sich zu dieser Zeit auf die geplante Invasion Afrikas vorbereitet hatte. Sempronius Heer sollte sich dem römischen Heer anzuschließen, das Hannibals Truppen bereits gegenüberstand.[81] Hannibal lockte die Römer am Fluss Trebia in die Schlacht und konnte sie auf einem für die Römer ungewohnten Terrain bezwingen. Die karthagischen Truppen kesselten die Römer ein, nur rund 10.000 von 42.000 Römern konnten sich in Sicherheit bringen.[82] Den Karthagern gelang ein überragender Sieg, während die Römer hohe Verluste zu verzeichnen hatten.[83] Hier gab es auch den einzigen kriegsrelevanten Einsatz der punischen Elefanten auf Hannibals Feldzug.[84] Durch diesen Sieg konnte Hannibal seine Position in Norditalien sichern. Er quartierte seine Truppen für den Winter bei den verbündeten Galliern ein, die sich zuvor seinem Heer in großer Zahl anschlossen. So wuchs das karthagische Heer auf 60.000 Mann an.[85]

Die Nachricht der Niederlage löste in Rom zu Beginn große Panik und Verzweiflung aus. Neue Hoffnungen kamen durch das Eintreffen des Sempronius, er leitete die Konsulatswahlen in gewohnter Weise. Die neu gewählten Konsuln rekrutierten weitere römische Legionen (dazukamen die lateinischen Verbündeten). Die Truppen wurden in Sardinien und Sizilien eingesetzt, sie sollten karthagische Überfalle oder Invasionen verhindern. Garnisonen wurden in Tarent und in weiteren Gebieten aus ähnlichen Beweggründen errichtet. Es wurden zwei Armeen mit jeweils vier Legionen errichtet (zwei römische und zwei verbündete).[86] Eine Legion wurde in Arretium, die andere an der Adriaküste stationiert, so sollte das Vorstoßen Hannibals nach Mittelitalien verhindert werden. Dazu war den Legionen durch diese Positionierung der Weg nach Norden, in Richtung des zisalpinischen Galliens, geebnet.[87]

217 v. Chr. zog Hannibal weiter nach Süden. Die beiden Konsuln dieses Jahres versuchten, dem karthagischen Heer den Zugang nach Mittelitalien zu verlegen: Gnaeus Servilius Geminus und Gaius Flaminius bezogen Stellungen bei Arezzo und Rimini. Aber Hannibal, von Einheimischen beraten, zog mit seinem Heer stattdessen durch Etrurien. Sein Plan war es nun, die Armee des Flaminius aus ihrer Stellung bei Arezzo herauszulocken, bevor sie sich mit der Armee des Geminus vereinigte. Um dies zu erreichen, zog Hannibal brandschatzend nahe an Arezzo vorbei Richtung Rom und erreichte sein Ziel: Flaminius verließ seine Position und nahm die Verfolgung auf.[88] Bei nebligem Wetter erlitt die römische Armee in der Schlacht am Trasimenischen See eine verheerende Niederlage. Der unerfahrene Konsul hatte die Aufklärung des Geländes vernachlässigt. Ein Talkessel wurde zur Falle, aus dem nur 6000 Mann ausbrechen konnten. 15.000 Römer fielen, unter ihnen Flaminius. Ebenso viele Legionäre gerieten in Gefangenschaft. Nach der gewonnenen Schlacht stieß das karthagische Heer weiter bis zur Adriaküste vor und wandten sich dann in Richtung Apulien.[89] Dort erhofften sie sich eine Machtübernahme über einige der griechischen und italischen Stadtstaaten Süditaliens.[90][91]

Die Niederlage erschütterte Rom erneut. Der von der römischen Versammlung gewählte Diktator Quintus Fabius verfolgte nun die „Fabianische Strategie“. Ihr Ziel war es, schweren und verlustbringenden Kämpfen aus dem Weg zu gehen und an Stelle dessen den Angreifer durch leichte Belästigungen zu zermürben, bis man sich militärisch erholt hatte. Im folgenden Jahr konnte Hannibal Apulien ohne Gegenwehr einnehmen.[92][93] Aufgrund dieser defensiven Kriegstaktik fand Fabius kein Ansehen in der römischen Gesellschaft. Kritisiert wurde, dass diese Kriegstaktik zu keinem schnellen Ende des Krieges führen würde.[94] Währenddessen marschierte die karthagische Armee durch die reichsten und fruchtbarsten Provinzen Italiens. Hannibal hoffte, dass er die Römer durch die Verwüstungen zu einer Schlacht drängen würde. Fabius ließ sich nicht locken und vermied den Kampf.[95]

Der römische Senat veranlasste die Wahl eines Diktators, um Hannibal aufzuhalten: Quintus Fabius Maximus Verrucosus, der zwei Legionen erhielt. Wider Erwarten versuchte Hannibal keine Belagerung Roms, sondern zog durch Umbrien ins Picenum und zur Adriaküste. Bei einer Belagerung hätte Hannibal die Stärke seiner Kavallerie nichts gebracht, der er seine bisherigen Erfolge verdankte, und er wäre bald in Versorgungsprobleme geraten.[96] Maximus hatte aus dem Schicksal seiner Vorgänger gelernt und nahm eine Schlacht bei Aecae in Apulien, die Hannibal ihm anbot, nicht an. Er ließ es geschehen, dass die Karthager brandschatzend durch die Ebene von Capua zogen und so aller Welt demonstrierten, dass sie die Überlegenen waren. Denn noch hatte keiner der römischen Bundesgenossen die Seite gewechselt, insofern ging Hannibals Plan nicht auf. Hannibals Heer zog beutebeladen in Richtung Campanien, um am Fluss Volturnus (heute Volturno) das Winterquartier aufzuschlagen. An einem Pass wollte Maximus den Gegner zur Schlacht zwingen. Doch Hannibal entkam mit einer Kriegslist und zog nach Gerunium. Hier richtete er sein Winterquartier ein.[97] Dem römischen Magister equitum Marcus Minucius Rufus gelangen kleine Erfolge gegen die im Raum Gerunium fouragierenden Punier. Mittlerweile hatte sich die Stimmung in Rom gegen den Diktator gewandt, der als Cunctator (Zauderer) verspottet wurde. 216 v. Chr. wurden Gaius Terentius Varro, der eine aggressivere Kriegsstrategie verfolgte, und Lucius Aemilius Paullus, der den Mittelweg zwischen Fabius‘ und Varros‘ Strategien unterstützte, von der römischen Bevölkerung gewählt.[98]

216 v. Chr. wollte Hannibal die Römer zur Schlacht zwingen und eroberte deshalb die Magazine der Stadt Cannae, ein für Rom wichtiges Lebensmitteldepot. Rom hatte mittlerweile eine neue gewaltige Armee zusammengezogen. Die beiden Konsuln Lucius Aemilius Paullus und Gaius Terentius Varro erhielten den Auftrag, eine Entscheidungsschlacht gegen Hannibal zu wagen. Sie geboten über etwa 80.000 Fußsoldaten und 6000 Reiter, während Hannibal nur über 40.000 Infanteristen und 10.000 Kavalleristen verfügte. Problematisch für die römische Armee waren aber die unterschiedliche Taktik ihrer beiden Feldherrn: Während Paullus zu einem vorsichtigen Vorgehen gegen die Punier riet, drängte Varro auf ein offensives Vorgehen. „Aus römischer Sicht musste es darauf ankommen, die feindliche Infanterie im Zentrum zu zerschlagen, bevor sich die kavalleristische Überlegenheit des Gegners auf den Flügeln auswirken konnte.“ Hannibal dagegen musste versuchen, den massiv überlegenen römischen Fußtruppen so lange Widerstand zu leisten, bis seine Reiterei an den Flügeln ihre Wirkung entfalten konnte.[99] Am 2. August kam es zur Schlacht von Cannae. Die Römer griffen das karthagische Zentrum an, worauf Hannibal die Mitte seiner Infanteristen langsam zurückweichen ließ, sodass die römischen Fußsoldaten schließlich halbmondförmig umstellt waren. Die karthagische Kavallerie, angeführt von Hasdrubal, positionierte sich am linken Flügel und besiegte die römische Kavallerie auf der gegenüberliegenden Seite. Somit war es den Karthagern möglich, die Römer auf dem anderen Flügel anzugreifen. Auch wenn die karthagische Infanterie zahlenmäßig unterlegen war, hielt sie so lange stand, bis Hasdrubal von hinten in die römischen Legionen stürmte. So war die römische Infanterie umzingelt und hatte keine Chance zu fliehen.[100] Gleichzeitig überflügelte die karthagische Kavallerie die römische Reiterei, vernichtete diese und stand nun im Rücken der gegnerischen Infanterie. Die zahlenmäßig immer noch überlegenen Römer waren umzingelt und wurden auf engstem Raum zusammengedrängt. Die Römer wurden vernichtend geschlagen, der Konsul Paullus fiel im Kampf. Fast 60.000 römische Legionäre fielen in der Schlacht.[101] Cannae ging in die Kriegsgeschichte als Musterbeispiel einer Umfassungsschlacht ein und ist an Militärakademien bis heute Unterrichtsthema. Der Historiker Richard Miles betitelt Cannae als „Roms größte militärische Katastrophe“.[102] Toni Ñaco del Hoyo bezeichnet die Trebia, den Trasimenischen See und Cannae als die drei „großen militärischen Katastrophen“, die Rom in den ersten Kriegsjahren erlitt.[103]

Hannibals Kriegsziel war die Reduzierung Roms auf eine latinische Mittelmacht. Dazu galt es aber zunächst, das starke Bundesgenossensystem Roms zu zerstören. Deshalb marschierte Hannibal nach dem Triumph von Cannae auch nicht gegen Rom, wozu seine militärischen Kapazitäten auch kaum gereicht hätten.[104] Wiederum wurden die Kriegsgefangenen der römischen Alliierten entlassen. Tatsächlich traten auch einige Gemeinden in der Folgezeit zu Hannibal über, doch blieb der Kern des römischen Machtbereichs erhalten. Entscheidend war, dass Rom zu keinem Zeitpunkt bereit war, über einen Frieden mit Hannibal zu verhandeln. Schon bald sollte sich erweisen, dass Hannibal trotz seiner drei großen Siege auf dem Schlachtfeld nur wenige Optionen hatte.

216–208 v. Chr.: Hannibals Bündnisse und die Reaktion Roms und seiner Verbündeten

Vorab ist wichtig zu erwähnen, dass Polybius' Bericht über Hannibals Armee in Cannae nur bruchstückhaft überliefert ist. Die Forschung kann hier auf Livius‘ ausführlicheren Bericht zurückgreifen, die Zuverlässigkeit der Berichte wird jedoch oft angezweifelt. Insbesondere die Schlachtenbeschreibungen sollten mit Skepsis betrachtet werden, viele moderne Historiker stimmen dem zu. Trotz alledem ist die Forschung auf Livius‘ Bericht angewiesen, da er die besterhaltene Quelle für diesen Teil des Krieges ist.[105][106] 214 v. Chr. hatte sich der Großteil Süditaliens gegen Rom gewandt und sich den Karthagern angeschlossen, darunter die bedeutsame Hafenstadt Tarent (heutiges Tarent) und zwei der wichtigsten samnitischen Stämme. Die wichtigste Stadt, die nach Cannae zu Hannibal überging, war Capua 216 v. Chr. die zweitgrößte Stadt Italiens.[107][108] Die Einwohner Capuas besaßen zwar bloß in begrenztem Umfang das römische Bürgerrecht, und die Aristokratie war durch Heirat und Freundschaft mit den Römern konnektiert, die Aussicht, nach zahlreichen römischen Niederlagen die oberste Stadt Italiens zu werden, erwies sich jedoch als eine zu starke Versuchung. So knüpften sie einen Freundschaftsvertrag (so konnte man ihn bezeichnen, da die Kapuziner keine Verpflichtungen hatten) mit den Karthagern.[109]

In den folgenden Jahren war er damit beschäftigt, in zahlreichen Scharmützeln und Belagerungen den römischen Einfluss in Italien zu untergraben. Wichtige Städte wie Neapel und Nola blieben aber den Römern treu und verhinderten, dass Hannibal einen geschlossenen Machtraum in Süditalien errichten konnte. Rom erholte sich von den erlittenen Verlusten. Man wagte nicht, Hannibal eine größere Schlacht zu liefern, aber war auf den anderen Kriegsschauplätzen aktiv und sorgte so dafür, dass Karthago Hannibal keinen Nachschub schicken konnte.[110]

Auch wenn die Karthager viele Städte und Gebiete für sich gewinnen konnten, ergab sich das Problem, dass sich die neuen Verbündeten weder mit Karthago noch untereinander verbunden fühlten. Zwar vergrößerten die Verbündeten die Zahl der festen Punkte und sorgten für eine hohe Präsenz Karthagos, trotzdem stellten sie nur wenige Truppen zur Verfügung und weigerten sich außerhalb ihrer Heimatstädte zu kämpfen. Dazu zeigten sie oft schlechte Leistungen.[111] Das Hauptziel Hannibals in Italien war es, die Römer mithilfe lokaler Ressourcen zu bekämpfen, indem er Truppen aus lokaler Bevölkerung aufstellte. 214 v. Chr. gelang es seinem Untergebenen Hanno in Samnium Truppen aufzustellen, diese wurden von römischen Truppen eliminiert, bevor sie auf Hannibal trafen. Selbst durch den Zugewinn mehrerer Verbündeter waren die karthagischen Streitkräfte denen der Römer deutlich unterlegen. Die Verteidigung gegen die Römer stellte Hannibal vor immense Schwierigkeiten.[112] Während Hannibal händeringend versuchte das karthagische Heer aufzustocken, ergriffen die Römer effiziente Maßnahmen, um neue Legionen aufzustellen: Sie rekrutierten Sklaven, Kriminelle und diejenigen, die nicht die vorgesehenen Kriegsvoraussetzungen erfüllten. So entstanden Anfang 215 v. Chr. mindestens zwölf Legionen, 214 v. Chr. waren es 18 und 213 v. Chr. dann 22. Im Jahr 212 v. Chr. gehörte knapp 100 000 Mann römischen Legionen an, hinzukam eine ähnliche Anzahl an verbündeten Truppen. Der Großteil von ihnen war in Süditalien in Truppen von jeweils etwa 20 000 Mann stationiert. Zwar reichte diese Anzahl an Männern nicht aus, Hannibal in einer offenen Schlacht zu besiegen, jedoch konnten die Truppen Hannibal dazu bringen, seine Kräfte zu konzentrieren und seine Bewegungen zu blockieren.[113] Nach Roms Katastrophe in Cannae verlegte sich das Kriegsgeschehen für die nächsten elf Jahre nach Süditalien. Die Karthager gewannen immer wieder Städte für sich, Rom eroberte viele von ihnen durch Belagerungen und Unterwerfungen pro-römischer Fraktionen zurück. Auch wenn Hannibal zum wiederholten Male römische Armeen besiegte, konnten er und sein Heer keine wirklichen Fortschritte erzielen. Überall wo sein Hauptheer nicht aktiv war, bedrohten die Römer Städte, die mit den Karthagern verbündet waren oder sie unterstützten. Dazu suchten die Römer den Kampf mit karthagischen oder mit den Karthagern verbündeten Abteilungen. Diese Kämpfe entschieden die Römer größtenteils für sich. Roms Überlegenheit führte so weit, dass Hannibal 207 v. Chr. auf den äußersten Süden Italiens beschränkt war. Nach diesem enormen Macht- und Einflussverlust kehrten viele Städte und Gebiete, die sich zuvor den Karthagern anschlossen, zu ihrer römischen Loyalität zurück.[114]

Makedonien, Sardinien und Sizilien

Der karthagische Feldherr konnte allerdings einige diplomatische Erfolge erzielen: Er schloss 215 v. Chr. ein Bündnis mit dem Makedonenkönig Philipp V., das sich aber als wenig effektiv erweisen sollte. Dieses Bündnis löste den ersten Makedonischen Krieg gegen Rom aus. Durch Bündnisse mit dem ätolischen Bund und einer antimakedonischen Koalition griechischer Stadtstatten konnte Rom die Situation um 211 v. Chr. beruhigen. 205 v. Chr. endete der Krieg mit einem beidseitig ausgehandelten Frieden.[115] Ein weiterer Erfolg auf Seiten der Karthager war, dass es in der mächtigen griechischen Stadt Syrakus auf Sizilien zu dem Tod Hierons II. kam. Dies führte zu einem Umschwung zugunsten Karthagos. Hierons Enkel Hieronymous erhielt von den Puniern das Versprechen der Herrschaft über die ganze Insel. Des Weiteren stellte sich in Nordafrika der ostnumidische König Massinissa auf die Seite Karthagos, während sich sein westnumidischer Rivale Syphax mit Rom verbündete. Karthago versuchte, nach seinen Erfolgen in Italien in seinen alten Besitzungen wieder Fuß zu fassen: Auf Sardinien erlitten die Karthager aber eine vernichtende Niederlage. Um dem neuen Verbündeten Syrakus zur Hilfe zu kommen, begaben sich auf Hannibals Rat starke karthagische Kräfte nach Sizilien. Die römischen Truppen setzten sich unter der Führung von Marcus Claudius Marcellus durch und eroberten 212 v. Chr. Syrakus (zusätzliche Bekanntheit errang dieser Sieg durch die Tötung des Archimedes). Sizilien blieb somit in römischer Hand.

Im Jahr 213 v. Chr. versuchte ein großes karthagisches Heer die Stadt Syrakus zu befreien.[116][117] Die Karthager eroberten mehrere römische Garnisonsstädte auf Sizilien, die Garnisonen wurden vertrieben oder massakriert. Im Frühjahr des Folgejahres übten die Römer einen Überraschungsangriff aus und eroberten mehrere Stadtteile Siziliens. Erschwerend für die Karthager war der Ausbruch der Pest, der die Armee zum Großteil verkrüppelte. Dazukam, dass die Karthager nicht für Nachschub sorgen konnten, somit fiel Syrakus im Herbst 212 v. Chr. Infolgedessen ging Karthago in die Offensive und schickte 211 v. Chr. weitere Verstärkungen nach Sizilien. Eine mit Karthago verbündete numidische Reitertruppe konnte den Römern schwere Verluste zufügte. 210 v. Chr. griff Rom die wichtigste karthagische Festung auf Agrigentum an. Durch Verrat eines unzufriedenen karthagischen Offiziers konnte Rom einen wichtigen karthagischen Standort für sich gewinnen. Auch die übrigen von Karthago kontrollierten Städte nahm Rom durch Verrat oder Gewalt ein[118], so konnten die Versorgung Roms und seiner Armeen gewährleistet werden.[119]

Italien 213 bis 203 v. Chr.

Scipio Africanus Major

213 v. Chr. überrannte Fabius den karthagischen Verbündeten Arpi.[120] Ein Jahr später besiegte Hannibal das römische Heer im Nordwesten Lukaniens.[121] Im selben Jahr schlug Hannibal erneut ein römisches Heer in der Schlacht von Herdonia, wobei dort beinahe alle seiner Männer starben.[122][123] Trotz der enormen Verluste, belagerte Rom weiterhin Capua, den wohl wichtigsten Verbündeten der Karthager in Italien. 211 v. Chr. versuchte Hannibal die Belagerung aufzuheben, indem er die Römer in eine Schlacht locken wollte, sein Plan scheiterte. Anschließend marschierte er auf Rom zu, mit der Hoffnung, die Römer begeben sich aus ihren Lagern, um nach Rom zu ziehen. Zu Hannibals Nachteil begab sich nur ein Teil der Belagerungstruppen auf den Weg nach Rom. Bald darauf fiel Capua. Im Jahr 210 erlitten die Römer einen herben Verlust, Hannibal überraschte die Römer bei der Belagerung von Herdonia. 13.000 der 20.000 Mann starken römischen Armee starben.[124] Zwei ergebnislose Schlachten in Numistro und Canusium ermöglichten dem römischen Heer, sich Tarent zu nähern und es letztendlich auch einzunehmen.[125][126]

Das Ziel Hasdrubals war es, sein Heer mit dem seines Bruders Hannibal zu vereinen. Von daher überquerte Hasdrubal im Frühjahr 207 v. Chr. mit 30.000 Mann die Alpen und marschierte in Italien ein. Das Problem war, dass Hannibal nichts von dem Vorhaben seines Bruders wusste. Hannibal war im Glauben, da es ihm von den ihm gegenüberstehenden Römern vorgegaukelt wurde, die römische Armee sei noch in ihren Lagern gewesen. Dabei marschierte die Armee nach Norden, um das römische Heer, welches Hasdrubal gegenüberstand, zu unterstützen. Diese erweiterte römische Streitmacht griff in der Schlacht am Metaurus an und besiegte Hasdrubals Heer (Hasdrubal töteten sie). Durch diese Schlacht war die römische Vorherrschaft in Italien vorerst gesichert. Die Karthager waren zum Rückzug gezwungen, sie evakuierten verbündete Städte und zogen sich nach Bruttium zurück.[127] Im Jahr 205 v. Chr. landete Mago mit den Resten seiner spanischen Armee und später mit gallischer und ligurischer Unterstützung in Genua. Von da aus marschierte er 204 v. Chr., nach Hannibals ergebnisloser Schlacht in Crotona, mit seinem verstärkten Heer in Richtung der Po-Ebene. Dort wurde er von einem großen römischen Heer aufgehalten und 203 v. Chr. in Insubrien besiegt.[128] 204 v. Chr. marschierten die Römer, angeführt von Publius Cornelius Scipio, in die karthagischen Gebiete und besiegten die Karthager in zwei großen Schlachten. So gewannen sie die numidischen Königreiche Nordafrikas für sich. In der Zwischenzeit zog Hannibal sich zusammen mit 15.000–20.000 erfahrenen Veteranen nach Karthago zurück.[129] Mago, der den Befehl bekam, nach Karthago zu fliehen, starb auf der Reise und einige seiner Schiffe wurden von Römern abgefangen. Lediglich 12.000 Mann seiner Truppe erreichten Karthago.[130][131]

Iberien

Nach einem missglückten Abfangversuch Publius Cornelius Scipios an der Rhone schickte dieser seinen Bruder Gnaeus mit einem Teil des Heeres nach Iberien. Dort landete er bei Emporion, nördlich des Ebro. Die nächsten Wochen und Monate verbrachte er damit, das Gebiet zwischen dem Ebro und den Pyrenäen zu einer Basis für künftige Operationen im Süden Iberiens auszubauen. Schon recht früh sicherten ihm die dort ansässigen iberischen Stämme ihre Unterstützung zu. Bald kam es zur ersten Schlacht mit Hanno, dem karthagischen Kommandanten der Gebiete nördlich des Ebro. In einer Schlacht konnte Gnaeus Hanno besiegen, was einen Abfall vieler weiterer iberischer Stämme nördlich des Ebros zur Folge hatte, obwohl die Römer nur 35 Schiffe ins Gefecht schickten. Dadurch konnte Rom den Weg zwischen Iberien und Rom sicherstellen, was eine karthagische Unterstützung für Hannibal erschwerte.[132][133]

Im Jahr 217 v. Chr. schickte der römische Senat Gnaeus’ Bruder Publius Cornelius Scipio mit 20 Schiffen nach Iberien. In den folgenden Jahren schafften es die Scipionen, weitere Stämme zum Überlaufen zu bewegen, jedoch unternahmen sie bis zum Jahr 211 keine weiteren großen Offensiven südlich des Ebro, schlichtweg aus dem Grund, dass ihre Armee den Karthagern zahlenmäßig unterlegen war. Hasdrubal sollte, auf Befehl Karthagos nach Italien ziehen, um sich mit Hannibal zu vereinen. Jedoch weigerte sich Hasdrubal diesem Befehl Folge zu leisten, aufgrund zu schwacher karthagischer Autorität in Iberien und zu starker römischer Militärkraft zwischen Iberien und Italien. Obwohl die Römer nicht in die Offensive gingen, konnten sie die Karthager in einer Schlacht, nach Angriff Hasdrubals, schwächen.[134] Daraufhin gingen viele keltiberische Stämme zu den Römern über, sodass die Armeen der römischen Brüder im Winter 212/11 v. Chr. durch 20.000 Keltiberer verstärkt wurden.[135] Mit diesen neuen Truppen wollten die Scipionen nun große Operationen auch südlich des Ebros durchführen. Jedoch machten die Brüder den Fehler, ihre Armeen aufzuteilen. So führte Gnaeus ein Drittel des Heeres gegen Hasdrubal Barkas und Publius den Rest gegen Mago und Hasdrubal, den Sohn des Gisko. So waren die beiden Römer ihren karthagischen Kontrahenten stark unterlegen. Publius verlor in der folgenden Schlacht gegen die Karthager und ihre iberischen Verbündeten nicht nur einen Großteil seiner Armee, sondern auch sein Leben. Als diese Nachricht bei Gnaeus eintraf, desertierten daraufhin viele seiner iberischen Verbündeten und er musste sich zurückziehen. Er wurde jedoch von den Karthagern eingeholt und erfuhr dasselbe Schicksal wie sein Bruder. So konnten die Punier ihre verlorenen Gebiete südlich des Ebro in den kommenden Wochen zurückerobern.

Im Jahr 210 v. Chr. übernahm deshalb der gleichnamige Sohn Publius Cornelius Scipios das Kommando in Iberien. Seine Aufgabe bestand darin, den völlig demotivierten Legionären neuen Mut einzuflößen und die Basis der Römer nördlich des Ebro wieder aufzubauen. Scipios Spione berichteten, dass die Hauptstadt des Punischen Iberiens, Neu-Karthago, nur von einer recht kleinen Garnison bewacht wurde, obwohl Neu-Karthago nahezu unverzichtbar für die Punier war und es zeitgleich für Rom eine dauerhafte große Gefahr war.[136] Zudem befand sich die nächste karthagische Armee etwa 10 Tagesmärsche von der Hauptstadt entfernt. So entschied sich Scipio die reiche Beute versprechende Stadt anzugreifen. Innerhalb von sieben Tagen konnte er von der Ebromündung nach Neu-Karthago gelangen und 209 v. Chr. in einem harten Kampf die Stadt erobern. Dabei wurden viele iberische Gefangene freigelassen, in der Hoffnung, dass die Römer so die Loyalität iberischer Stämme für sich gewinnen konnten.[137]

Ein Jahr später konnte er Hasdrubal, den Bruder Hannibals, in der Schlacht bei Baecula besiegen, welcher daraufhin zur Unterstützung seines Bruders nach Italien zog. Das Schlachtfeld ließ sich archäologisch auf einem Hügel bei Santo Tomé am linken Ufer des Guadalquivir lokalisieren. Dafür sprechen Kleinfunde, wie Pilum- und Pfeilspitzen, Schleuderbleie und karthagische Münzen.[138] Scipio gelang es aber nicht, Hasdrubal und sein restliches Heer vom Weg abzuhalten, weshalb Hasdrubal über die Pyrenäen nach Gallien ziehen konnte. Dort konnte Hasdrubal auch viele Männer rekrutieren, die im Jahr 207 v. Chr. gemeinsam mit ihm die Alpen überquerten und nach Italien zu Hannibal gelangten.[137][139][140]

Bei Ilipa kam es 206 v. Chr. zur Entscheidungsschlacht zwischen den Karthagern und den Römern, in der letztere triumphierten. Scipio stellte dabei ein Heer mit 48000 Mann, die Karthager stellen 54500 Mann und 32 Elefanten.[137][140] Nach dieser Niederlage war Iberien für die Punier nicht mehr zu halten. Das Engagement der Römer in Hispanien war für den Krieg wohl mitentscheidend. Nicht nur wurden hier die Kräfte der Punier gebunden, die sonst Hannibal bei seinem Kampf in Italien unterstützt hätten, sondern relativierten die anfänglichen Erfolge der Römer die vernichtenden Niederlagen in Italien in gewissen Maße und trug dazu bei, die Stadt am Tiber zu einer Fortführung des Krieges zu motivieren.[141] Später im Jahr 206 v. Chr. kam es in Neu-Karthago zu Meuterei, unterstützt durch iberische Führer, nachdem die Römer nach dem Sieg die Halbinsel weiterhin besetzten. Mago, ebenfalls Bruder Hannibals, versuchte 205 v. Chr. ein letztes Mal Neu-Karthago zurückzuerobern, weil die römische Besatzung dort durch weitere Meuterei und Aufstände geschwächt war. Jedoch scheiterte dieser Versuch, sodass Mago und die restlichen Truppen Richtung Norditalien weiterzogen.[142] Im Jahr 204 v. Chr. schafften es die Punier wiederum 4000 Iberer zu rekrutieren, obwohl Iberien immer noch römisch besetzt war.[143]

Afrika

Im Jahr 213 v. Chr. verbündete sich ein mächtiger numidischer König Nordafrikas namens Syphax mit Rom. Es wurden römische Berater zu Syphax geschickt, damit seine Soldaten weiter ausgebildet werden. Syphax bekriegte den karthagischen Verbündeten Gala.[144] Um diesen Krieg zu beenden, teilte Karthago mehrere numidische Königreiche mit Syphax auf. Dabei wurden verschiedene Herrscher enterbt, wie Fürst Massinissa, der daraufhin ebenfalls auf die Seite Roms fiel.[145]

205 v. Chr. erhielt Publius Scipio das Kommando über Legionen in Sizilien. Zudem hat er Freiwillige angeworben mit ihm nach Nordafrika zu ziehen und den Krieg zu beenden.[146] Ein Jahr später kam er in Nordafrika an und Massinissa und seine Truppen schlossen sich den Römern an. Zusammen konnten sie zwei große punische Armeen besiegen.[147][148] Daraufhin verfolgte Massinissa Syphax, nahm ihn fest und eroberte mit römischer Hilfe große Teile von Syphax’ Reich.103 Nach den punischen Niederlagen in Nordafrika zogen die Karthager Hannibal zurück.

Scipio drang weiter auf Karthago vor und 202 v. Chr. trafen sein Heer und das Hannibals bei Zama aufeinander. Die Karthager verfügten über mehr Infanteristen als die Römer, doch fehlte ihnen nach dem Überlaufen des Massinissa die benötigte Kavallerie, mit der Hannibal zuvor seine großen Siege erringen konnte. So endete in der Schlacht von Zama die Rolle Karthagos als Großmacht.

Friedensschluss

Nach der Niederlage riet Hannibal dem karthagischen Rat zur Aufnahme von Friedensverhandlungen. Im Namen des römischen Senates führte Scipio die Verhandlungen, die zum Friedensdiktat von 201 v. Chr. führten: Karthago musste die Kriegsflotte bis auf zehn Trieren ausliefern und alle Kriegselefanten aufgeben. Es verlor alle Besitzungen außerhalb Nordafrikas und musste Kontributionen von 10.000 Talenten Silber (360 t Silber) innerhalb von 50 Jahren zahlen. Als Machtdemonstration ließ Scipio Hunderte karthagische Schiffe vor den Toren der Stadt verbrennen. Territorial durfte Karthago aber alle Städte, die vor Kriegsbeginn punisch waren, behalten.[149]

Am schwerwiegendsten für die politische Zukunft des Punischen Staates sollte sich aber das Verbot der eigenständigen Kriegsführung ohne Erlaubnis Roms erweisen. Gleichzeitig musste Karthago nämlich die Unabhängigkeit des Königreichs Numidien unter dem römischen Verbündeten Massinissa anerkennen, welches in Zukunft nach Belieben gegen seinen Nachbarn vorgehen konnte. Die Punier hatten ihre außenpolitische Souveränität eingebüßt und waren fortan auf den Status einer Mittelmacht begrenzt. Überdies musste Karthago mit Rom ein Bündnis schließen und sich verpflichten, den Römern im Bedarfsfall Kriegshilfe zu leisten.

Fünfundfünfzig Jahre später endete der karthagische Staat im Dritten Punischen Krieg.

Literatur

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  • Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. Pimlico, London 1999, ISBN 978-0-7126-6608-4.
  • Pedro Barceló: Punic Politics, Economy, and Alliances, 218–201. In Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. John Wiley, Chichester, West Sussex 2015 (2011), S. 357–375, ISBN 978-1-119-02550-4.
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  • Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Wiley-Blackwell, Oxford 2015 (2011), S. 280–298, ISBN 978-1-405-17600-2.
  • Klaus Zimmermann: Rom und Karthago. 3. durchgesehene und aktualisierte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-26025-6.

Weblinks

Commons: Zweiter Punischer Krieg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rowland Shutt: Polybios: A Sketch. In: Greece & Rome. Nr. 8 (22), 1938, S. 53.
  2. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265–146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 20.
  3. F.W. Walbank: Polybios. 1990, ISBN 978-0-520-06981-7, S. 11 f.
  4. John Lazenby: The First Punic War: A Military History. Stanford 1996, ISBN 978-0-8047-2673-3, S. 10 f.
  5. Lisa Hau: Moral History from Herodotus to Diodorus Siculus. Edinburgh, ISBN 978-1-4744-1107-3, S. 23 f.
  6. Rowland Shutt: Polybius: A Sketch. In: Greece & Rome. Nr. 8 (22), 1938, S. 55.
  7. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265–146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 21.
  8. Craige B. Champion: Polybius and the Punic Wars. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 98, 101.
  9. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 20 f.
  10. John Lazenby: The First Punic War: A military history. Stanford 1996, ISBN 978-0-8047-2673-3, S. 10 f., 82 f.
  11. Andrew Curry: The Weapon That Changed History. In: Archaeology. Nr. 65 (1), S. 34.
  12. Craige B. Champion: Polybius and the Punic Wars. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 102.
  13. Craige B. Champion: Polybius and the Punic Wars. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 95.
  14. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 222.
  15. Philip Sabin: The Mechanics of Battle in the Second Punic War. In: Bulletin of the Institute of Classical Studies. Supplement 67, S. 62.
  16. John Lazenby: Hannibal's War: A military history of the Second Punic War. Warminster 1978, ISBN 978-0-85668-080-9, S. 87.
  17. Craige B. Champion: Polybius and the Punic Wars. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 95.
  18. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 21 ff.
  19. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 20 f.
  20. Bernard Mineo: Principal Literary Sources for the Punic Wars (apart from Polybius). In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 111–124.
  21. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars, 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 23, 98.
  22. Rowland Shutt: Polybius: A Sketch. In: Greece & Rome. Nr. 8 (22), S. 53.
  23. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 48.
  24. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 50.
  25. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 22 ff.
  26. John Lazenby: Hannibal's War: A military history of the Second Punic War. Warminster 1998, ISBN 978-0-85668-080-9, S. 9.
  27. Howard Scullard: Carthage and Rome. In: F. W. Walbank; A. E Astin.; M. W. Frederiksen & R. M. Ogilvie (Hrsg.): Cambridge Ancient History. 7 Part 2. Cambridge 2006, ISBN 978-0-521-23446-7, S. 494.
  28. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 32 ff.
  29. Sam Koon: Phalanx and Legion: The "Face" of Punic War Battle. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 79–87.
  30. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 32 f.
  31. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 8 f.
  32. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 9.
  33. John Lazenby: The First Punic War: A military history. Stanford 1996, ISBN 978-0-8047-2673-3, S. 27.
  34. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 82, 311 ff.
  35. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 237.
  36. Adrian Goldsworthy: The fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 55.
  37. Adrian Goldsworthy: The fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 56.
  38. Philip Sabin: The Mechanics of Battle in the Second Punic War. In: Bulletin of the Institute of Classical Studies. Supplement 67, S. 64.
  39. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 57.
  40. Phalanx and Legion: The "Face" of Punic War Battle. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 80.
  41. Philip Sabin: The Mechanics of Battle in the Second Punic War. In: Bulletin of the Institute of Classical Studies. Supplement 67, S. 66.
  42. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 328.
  43. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 47.
  44. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. Cassell, 200, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 25 f.
  45. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 69 f.
  46. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. Penguin, London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 94, 160 ff.
  47. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 74 f.
  48. Brian Warmington: Carthage. New York 1993, ISBN 978-1-56619-210-1, S. 168.
  49. Hans Beck: The Reasons for War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 235.
  50. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 42.
  51. Pedro Barceló: Rom und Hispanien vor Ausbruch des 2. Punischen Krieges, 1996, S. 47.
  52. Pedro Barceló: Rom und Hispanien vor Ausbruch des 2. Punischen Krieges, 1996, S. 46. Vgl. Cassius Dio: Römische Geschichte, 12. Buch, Fragment 48.
  53. Pedro Barceló: Rom und Hispanien vor Ausbruch des 2. Punischen Krieges, 1996, S. 46. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 42.
  54. Pedro Barceló: Rom und Hispanien vor Ausbruch des 2. Punischen Krieges, 1996, S. 52.
  55. Pedro Barceló: Kleine römische Geschichte. Sonderausgabe, 2., bibliographisch aktualisierte Auflage. Primus Verlag, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-534-25096-7, S. 29.
  56. 56,0 56,1 Pedro Barceló: Rom und Hispanien vor Ausbruch des 2. Punischen Krieges, 1996, S. 53.
  57. Klaus Bringmann: Der Ebrovertrag, Sagunt und der Weg in den Zweiten Punischen Krieg, 2001, S. 374f. Ebenso Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 49: „Wenn spätere Quellen behaupten, der Ebro-Vertrag habe die Freiheit Sagunts garantiert (Liv. 21,27; App. Iberike 27), so wird man darin den Versuch eines Annalisten sehen, die heikle Frage nach der Legitimität des römischen Eingreifens nachträglich im Sinne Roms zu beantworten.“
  58. Franz Hampl: Zur Vorgeschichte des ersten und zweiten Punischen Krieges. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, 1972, S. 428f.
  59. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 46 und 50.
  60. Klaus Bringmann: Der Ebrovertrag, Sagunt und der Weg in den Zweiten Punischen Krieg, 2001, S. 374f.
  61. Klaus Bringmann: Der Ebrovertrag, Sagunt und der Weg in den Zweiten Punischen Krieg, 2001, S. 374f.
  62. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 60f. Ebenso Franz Hampl: Zur Vorgeschichte des ersten und zweiten Punischen Krieges. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, 1972, S. 433.
  63. 63,0 63,1 Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 116.
  64. Dexter Hoyos: The Second Punic War, New York 2013, S. 695.
  65. John Briscoe: The second Punic War. In: I. E. S. Edwards; C. J. Gadd; N. G. L. Hammond; John Boardman; David M. Lewis (Hrsg.): The Cambridge ancient history. Rome and the Mediterranean to 133 B.C, Nr. 8. Cambridge 2006, ISBN 978-0-521-23448-1.
  66. Dennis Castillo: The Maltese Cross: A strategic history of Malta. Westport 2006, ISBN 978-0-313-08316-7, S. 25.
  67. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 327.
  68. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 151.
  69. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 283.
  70. W. C. Mahaney: Hannibal's odyssey: The environmental background to the alpine invasion of Italia. New Jersey 2008, ISBN 978-1-4632-0298-9, S. 221.
  71. John Lazenby: Hannibal's war: A military history of the Second Punic War. Warminster 1996, ISBN 978-0-85668-080-9, S. 41.
  72. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Malden 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 243 f.
  73. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 291.
  74. W. C. Mahaney: Hannibal's odyssey: The environmental background to the alpine invasion of Italia. New Jersey 2008, ISBN 978-1-4632-0298-9, S. 221.
  75. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 117.
  76. Jakob Seibert: Die Alpenüberquerung Hannibals. In: Antike Welt 17/4 (1986), S. 44–54, hier S. 45f.
  77. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 283 f.
  78. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 118.
  79. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 243.
  80. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 119.
  81. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 284.
  82. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 243 f.
  83. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 119f.
  84. Dexter Hoyos: The Second Punic War, New York 2013, S. 697.
  85. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 284.
  86. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 181.
  87. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 285.
  88. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 120.
  89. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 247.
  90. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 285.
  91. John Lazenby: Hannibal's war: A military history of the Second Punic War. Warminster 1998, ISBN 978-0-85668-080-9, S. 86.
  92. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 279.
  93. John Briscoe: The Second Punic War. In: I. E. S. Edwards, C. J. Gadd, N. G. L. Hammond, John Boardman, David M. Lewis (Hrsg.): The Cambridge ancient history: Rome and the Mediterranean to 133 B.C. Band 8. Cambridge 2006, ISBN 978-0-521-23448-1, S. 50.
  94. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 285.
  95. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 184 ff.
  96. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 121f.
  97. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 122f.
  98. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 286.
  99. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 124.
  100. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 245.
  101. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 125.
  102. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 279.
  103. Toni Ñaco del Hoyo: Roman Economy, Finance, and Politics in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 377.
  104. Vgl. John F. Shean: Hannibal’s Mules: The Logistical Limitations of Hannibal’s Army and the Battle of Cannae, 216 B.C. In: Historia: Zeitschrift für Alte Geschichte 45/2 (1996), S. 159–187, hier S. 184: Die karthagische Armee lebte von der Hand in den Mund und hätte während einer Belagerung den eigenen Nachschub nicht organisieren können.
  105. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 222.
  106. John Lazenby: Hannibal's war: A military history of the Second Punic War. Warminster 1998, ISBN 978-0-85668-080-9, S. 87.
  107. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 222 ff.
  108. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Paperback edition Auflage. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 313.
  109. Dexter Hoyos: Mastering the West: Rome and Carthage at war. Oxford 2015, ISBN 978-0-19-939173-8, S. 128 f.
  110. Klaus Zimmermann: Rom und Karthago, Darmstadt 2013, S. 126f.
  111. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 223 ff.
  112. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 312 ff.
  113. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 226 f.
  114. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 222 ff.
  115. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 199 f.
  116. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 329.
  117. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 288.
  118. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 329 f.
  119. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 311.
  120. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 312.
  121. Ernest Dupuy: The Harper encyclopedia of military history: From 3500 BC to the present. New York 1993, ISBN 0-06-270056-1, S. 75.
  122. Dexter Hoyos: Mastering the West: Rome and Carthage at war. Oxford 2015, ISBN 978-0-19-939173-8, S. 85.
  123. Michael Fronda: Hannibal: Tactics, Strategy, and Geostrategy. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 253.
  124. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 300.
  125. Louis Rawlings: The War in Italy, 218–203. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 301 f.
  126. Pedro Barceló: Punic Politics, Economy, and Alliances, 218–201. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic wars. Chichester 2015, ISBN 978-1-119-02550-4, S. 372.
  127. Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A companion to the Punic Wars. Oxford 2015, ISBN 978-1-4051-7600-2, S. 290.
  128. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 286 f.
  129. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 310 ff.
  130. Richard Miles: Carthage must be destroyed: The rise and fall of an ancient civilization. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 312.
  131. Nigel Bagnall: The Punic Wars: Rome, Carthage and the Struggle for the Mediterranean. London 1999, ISBN 978-0-09-174421-2, S. 289.
  132. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265-146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 248–259.
  133. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 322.
  134. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265–146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 249–250.
  135. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 322.
  136. Gunnar Manz: Roms Aufstieg zur Weltmacht. Das Zeitalter der punischen Kriege. Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-12144-0, S. 536.
  137. 137,0 137,1 137,2 Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 323.
  138. Günther Moosbauer: Archäologisch überlieferte Schlachtfelder der Antike. In: Gustav Adolf Lehmann, Rainer Wiegels (Hrsg.): „Über die Alpen und über den Rhein…“ Beiträge zu den Anfängen und zum Verlauf der römischen Expansion nach Mitteleuropa. De Gruyter, Berlin / Boston 2015, S. 393–403, hier S. 394f.
  139. Dexter Hoyos: Mastering the West: Rome and Carthage at War. Oxford 2015, ISBN 978-0-19-986010-4, S. 178.
  140. 140,0 140,1 Klaus Zimmermann: Roman Strategy and Aims in the Second Punic War. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 293.
  141. Zimmermann, Klaus.: Karthago : Aufstieg und Fall einer Grossmacht. Wiss. Buchges, [Darmstadt] 2010, ISBN 978-3-534-22790-7.
  142. Pedro Barceló: Punic Politics, Economy, and Alliances, 218-201. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 362.
  143. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 333.
  144. Peter Edwell: War Abroad: Spain, Sicily, Macedon, Africa. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 322.
  145. Pedro Barceló: Punic Politics, Economy, and Alliances, 218–201. In: Dexter Hoyos (Hrsg.): A Companion to the Punic Wars. Chichester 2015, S. 372.
  146. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265–146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 286–288.
  147. Adrian Goldsworthy: The Fall of Carthage: The Punic Wars 265–146 BC. London 2006, ISBN 978-0-304-36642-2, S. 291–292.
  148. Richard Miles: Carthage Must be Destroyed. London 2011, ISBN 978-0-14-101809-6, S. 310.
  149. Gunnar Manz: Roms Aufstieg zur Weltmacht. Das Zeitalter der punischen Kriege. Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-12144-0, S. 697.