Die Tupinambá waren ein indigenes Volk, das einst an der Küste Brasiliens lebte und Tupi sprach. Von den frühneuzeitlichen Autoren wurde ihnen gewohnheitsmäßiger und ritueller Kannibalismus zugeschrieben. [1][2]

Die Tupinambá wurden durch von den Europäern eingeschleppte Krankheiten und durch direkte Gewalt stark dezimiert. Die Reste des Volkes gingen recht bald in der brasilianischen Mischlingsbevölkerung auf, obwohl ihre Sprache als lingua geral weite Verbreitung fand.

Berühmt wurde der Bericht von Hans Staden von seiner Gefangenschaft bei den Tupinambá.[2]

Jean de Léry lebte vom März 1557 bis zum Januar 1558 bei einem Eingeborenenstamm.

Einzelnachweise

  1. Von einigen Forschern wird dieser Vorwurf vehement bestritten, aber Hans Stadens Bericht erscheint anderen durchaus glaubwürdig.
  2. 2,0 2,1 True History and Description of a Country in America, whose Inhabitants are Savage, Naked, Very Godless and Cruel Man-Eaters. World Digital Library. Abgerufen am 26 April 2013.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Die News der letzten 14 Tage 1 Meldungen

Knochen des Tages
SK 438
SK 438

Australopithecus robustus

Elemente: L. MAN (dM2), L. Ldm2, cross-section (N=1)

Swartkrans , Südafrika