Martin Kraft / CC BY-SA 3.0

Tour Magne


Der Tour Magne

Der Tour Magne ist ein Denkmal aus gallo-römischer Epoche in Nîmes.

Ursprünglich 36 Meter hoch, misst er heute nur 32,50 Meter. Sein achteckiger Sockel umschließt einen Trockenmauerturm − daher die Unregelmäßigkeit seiner Form. Eine verkröpfte, 70 Meter lange Rampe, von der noch der südliche Anfang und der letzte Bogen erhalten ist, führte zum Rundgang, der das erste Geschoss umschloss. Von dort konnte man auf die Mauerkrone gelangen, die auf diesem Niveau im Westen und Norden anschloss. Oberhalb dieses in die Stadtmauer integrierten Geschosses ist der auf vieleckigem Grundriss erbaute Turm völlig fensterlos. Der Zugang zur Terrasse, die ursprünglich den Turm krönte, erfolgte anschließend über eine innere Treppe. Das nächste Geschoss war mit toskanischen Pilastern geschmückt, das oberste, von dem fast nichts übrig geblieben ist, mit Säulen.

Wer heute in den Tour Magne eintritt, kann als Negativform den alten Natursteinturm erkennen, auf dem das römische Denkmal erbaut wurde. 18 Meter hoch, stammt er aus prä-römischer, gallischer Zeit und wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet; Thomas Platter sah den Turm bereits 1596 hohl.

Man hat viele Vermutungen über den ursprünglichen Zweck des Gebäudes angestellt. In römischer Zeit mag er, da er in die Stadtmauer eingebaut war, eine Rolle zur Verteidigung, Wache oder Nachrichtenübermittlung gespielt haben. Indem sie seine Höhe verdoppelten, zeigten die Römer zudem eine Demonstration ihrer Macht.

Der Turm wird heute von der société cultur’espaces erhalten.

Literarische Rezeption

Der Tour Magne wurde durch folgendes mehrsilbig reimende Gedicht berühmt:

„Gall, amant de la Reine, alla, tour magnanime,
Galamment de l’arène à la tour Magne, à Nîmes.“

Marc Monnier, oft fälschlicherweise Victor Hugo zugesprochen

Weblinks

 <Lang> Commons: Tour Magne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nimes-romaine.com Website

43.8430555555564.3494444444444Koordinaten: 43° 50′ 35″ N, 4° 20′ 58″ O


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