Hexendolmen – neolithischer Dolmen
Dolmen von Arrizala

Der Dolmen Sorginetxe (baskisch für ‚Haus der Hexen‘) ist ein Grabdenkmal, das um 2500 v. Chr. in der Nähe des Dorfes Arrízala (Gemeinde Agurain, Provinz Álava, Baskenland) errichtet wurde. An diesem Ort begruben die damaligen Siedler des Tals, hauptsächlich Viehzüchter, ihre Angehörigen.

Die Gräber wurden 1831 von Wissenschaftlern entdeckt und 1890 von J. Apraiz ausgegraben, der Pfeilspitzen und menschliche Knochenreste sammelte. Es ist eines der am besten erhaltenen Megalithdenkmäler im Baskenland. Es besteht aus fünf vertikalen Kalksteinen und einem Deckstein. Der Dolmen erreicht an seinem höchsten Punkt etwa 2,3 Meter und hat eine größere Öffnung nach Westen.

Quellen

  • Sorginetxe Dolmen; Patrimonio cultural (spanisch)
  • Claude Labat, Libre parcours dans la mythologie basque : avant qu'elle ne soit enfermée dans un parc d'attractions, Bayonne; Donostia, Lauburu ; Elkar, 2012, 345 Seiten. ISBN 9788415337485.

Koordinaten: 42° 49′ 46,5″ N, 2° 22′ 41,8″ W

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