der Onmyōji Abe no Seimei mit zwei Shikigami (unten rechts im Bild)

Shikigami (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)/{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)), auch als Shikijin und Shiki no kami gelesen, ist die Bezeichnung für ein fiktives Wesen aus der japanischen Mythologie. Es wird zur Gruppe der Kami ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:149: attempt to index field 'data' (a nil value)) gezählt und ist ein Geist. Ihnen recht ähnlich sind die Inugami.

Beschreibung

Der Glaube an Shikigami entspringt dem Onmyōdō-Kult. Diesem zufolge muss ein Shikigami durch eine komplexe und aufwändige Zeremonie beschworen werden. Für gewöhnlich sollen sie unsichtbar sein, können aber auch Gestalt annehmen und diese nach Belieben, oder nach dem Willen ihres Beschwörers, ändern. Meist erscheinen sie dann als kleine Tiere oder Vögel. Um unsichtbaren Shikigami Form verleihen und sie kontrollieren zu können, werden sie oft in gefaltete und/oder kunstvoll zurechtgeschnittene Papierfiguren gebannt. Die Macht eines Shikigami ist von den spirituellen Kräften und Kenntnissen seines Meisters abhängig.

Allerdings können Shikigami auch für den Beschwörer gefährlich sein, da sie ein Eigenleben entwickeln, sich nach und nach der Kontrolle ihres Meisters entziehen und diesen dann meist anfallen und töten.

Funktion

Shikigami werden dazu genutzt, gefährliche oder riskante Aufträge auszuführen, wie etwa Spionage, Diebstahl und/oder Feindverfolgung. Ist ein Shikigami-Beschwörer besonders bewandert in seinen Künsten, kann sein Shiki von Tieren und sogar von Menschen Besitz ergreifen und diese dann steuern.

Shikigami in der modernen Subkultur

In modernen Anime-Serien und Fantasy-Romanen, wie zum Beispiel Inuyasha, Nura – Herr der Yōkai und Chihiros Reise ins Zauberland, sind Shikigami häufig anzutreffen. In „Inuyasha“ werden sie oft als traditionelle Papierfiguren dargestellt, wie sie beispielsweise als kleine Männchen umherwuseln und im Kampf für Ablenkung sorgen, als magische Nachbildungen von Inuyasha und Kagome auf ihre Vorbilder losgehen, oder als Imitationen von Dämonen Inuyasha wiederholt in die Irre führen. In „Chihiros Reise ins Zauberland“ erscheinen die Shikigami als Papiervögel, die Chihiros Freund Haku angreifen. In „Nura - Herr der Yōkai“ werden Shikigami im Kampf gegen Dämonen eingesetzt.

Literatur

  • G. Rodney Avant: A Mythological Reference. AuthorHouse, Bloomington 2005, ISBN 1-418-49278-7, Seite 356.
  • Patrick Drazen: A Gathering of Spirits: Japan's Ghost Story Tradition: from Folklore and Kabuki to Anime and Manga. iUniverse, New York 2011, ISBN 1-462-02942-6, Seite 224.
  • Norman Havens, Nobutaka Inoue: An Encyclopedia of Shintō (Shintō Jiten): Kami (= Band 1 von: An Encyclopedia of Shintō.). Institute for Japanese Culture and Classics Kokugakuin University, Tokio 2006, ISBN 4-905-85308-7, Seite 84–90.
  • Kazuhisa Fujie, Martin Foster: The Inu-yasha Experience: Fiction, Fantasy And Facts (= Band 5 von: Mysteries and Secrets Revealed!.) DH Publishing, Tokio 2004, ISBN 1-932-89708-9, Seite 119.
  • Hiroshi Shiibashi: Nura: Rise of the Yokai Clan. VIZ Media LLC, San Francisco 2011, ISBN 142153892X.

Weblinks

  • Satoshi Itō: „Shikigami“. In: Encyclopedia of Shinto. Kokugaku-in, 13. März 2005 (englisch)