Ringwallanlage Burggraben

Der Wall mit dem Graben davor

Staat Deutschland (DE)
Ort Wuppertal-Cronenberg
Burgentyp Hangburg, Spornlage
Erhaltungszustand Graben, Wälle
Geographische Lage 51° 13′ N, 7° 7′ OKoordinaten: 51° 12′ 49″ N, 7° 6′ 39″ O
Höhenlage 227 m ü. NN
Ringwallanlage Burggraben (Nordrhein-Westfalen)
Der Graben
3D-Ansicht des digitalen Geländemodells

Die Ringwallanlage Burggraben ist eine früh-/hochmittelalterliche Befestigungsanlage im Staatsforst Burgholz im Wuppertaler Stadtteil Cronenberg (Nordrhein-Westfalen).

Lage

Die Ringwallanlage befindet sich am Ende eines Sporns des Burggrafenbergs (282,8 m über NN), eine etymologische Weiterentwicklung der älteren Bezeichnung Burggrawenberg (=Burggrabenberg), der zu der Mündung des Burgholzbachtals im Tal der Wupper weist. Die Anlage befindet sich mitten im Wald gelegen im unteren Drittel des Burggrafenbergs auf 227 m über NN.

Anlage

Von der Ringwallanlage sind nur noch Geländeformationen im Wald erhalten. Die als Bodendenkmal unter Schutz gestellte Anlage umfasst einen 25 m langen Burggraben mit dahinter liegendem Wall. Grabenbreite 7 m, Grabentiefe 1–1,5 m, Wallbreite 8 m, Wallhöhe 0,8–1 m, Wallhöhe über Grabensohle 2,6 m. Am Westende des Grabens setzt, von diesem weiterführend, ein stufenförmiger Geländeeinschnitt an, der ca. 45 m weit geführt ist und in dem steiler werdenden Hang langsam ausläuft; Stufenbreite etwa 5 m.

Geschichte

Über die Erbauer und Bewohner der Burganlage ist nichts bekannt. Laut einer lokalen Legende soll sie der Sitz eines Ritters von Kronenberg gewesen sein.

Siehe auch

  • Liste der Burgen, Schlösser und Festungen in Nordrhein-Westfalen
  • Wallburg

Literatur

  • Michael Müller-Wille: Wehranlagen im nördlichen Rheinland. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Bd. 15, 1975, ISSN 0071-9757, S. 40–58, hier S. 56, Nr. 13.

Weblinks

Commons: Ringwallanlage Burggraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag In: Wuppertaler Denkmalliste

Die News der letzten Tage

17.05.2022
Sprache | Primaten
Schimpansen kombinieren Rufe zu einer Vielzahl von Lautsequenzen
Verglichen mit dem menschlichen Sprachgebrauch erscheint Tierkommunikation einfach, doch unklar blieb bisher, wie sich unsere Sprache aus einem so einfachen System entwickelt haben könnte.
12.05.2022
Genetik | Nach_der_Eiszeit | Wanderungen
Genetische Herkunft der ersten Bauern der Welt geklärt
Der genetische Ursprung der ersten Ackerbauern im Neolithikum schien lange Zeit im Nahen Osten zu liegen.
12.05.2022
Gehirn
Das bewusstlose Gehirn ist alles andere als stumm
Die Grosshirnrinde gilt als zentrale Hirnregion für bewusste Verarbeitung: Während einer Vollnarkose wird dieser Bereich jedoch nicht lahmgelegt.
12.05.2022
Genetik | Erdgeschichte
Der Ursprung des Lebens: Eine neue Weltsicht
Chemiker schlagen ein neues Konzept vor, eine Mischung aus RNA-Molekülen und Peptiden brachten die Evolution hin zu komplexeren Lebensformen in Gang.
10.05.2022
Aufrechter Gang | Gehirn | Australopithecus
Schwierige Geburt und kognitive Fähigkeiten des Menschen sind Folge des aufrechten Ganges
Beim Menschen ist die Geburt schwieriger und schmerzhafter als bei Menschenaffen: Lange nahm man an, dass dies auf das grosse Gehirn und die engen Verhältnisse im mütterlichen Becken zurückgeht.
05.05.2022
Sprache | Gehirn | Kultur
Wie unser Gehirn die Veränderung von Sprache beeinflusst
Unsere Sprache verändert sich ständig: Wissenschafter*innen haben herausgefunden, dass jene Lautmuster, die häufig in unserer Sprache vorkommen, über Jahrhunderte hinweg noch häufiger wurden.