Qayqayt


Traditionelles Territorium der Qayqayt und Hauptreservate

Die Qayqayt (spr. ki-kait) oder New Westminster Band ist eine der First Nations in der Region Metro Vancouver im Südwesten der westkanadischen Provinz British Columbia. Sie lebten im heutigen New Westminster, doch war der Stamm um 1923 so klein, dass das Reservat aufgelöst, die Einwohner auf andere Stämme verteilt und das Gebiet verkauft wurde. Zum Stamm gehörten im August 2009 nur 9 Menschen.[1]

Geschichte

Einer einzigen Person ist es zu verdanken, dass dieser Stamm wieder zu den noch heute existierenden First Nations zählt. Rhonda Larrabee wuchs in Vancouvers Chinatown auf. Ihr Vater war Art Lee, ihre Mutter Marie Charlie. Sie gab sich immer als Französin aus, doch sie entstammte einer fast ausgestorbenen First Nation. Sie musste, wie alle Indianerkinder, in eine Residential School, eine Art Internat, in Kamloops gehen, während ihr Reservat 1923 aufgelöst wurde.

Rhonda entdeckte mit 24, dass ihre Mutter ihre Herkunft aus Angst vor Rassismus verleugnet hatte. Nach dem Tod ihrer Mutter versuchte sie diesen Stamm, die Qayqayt First Nation wieder aufleben zu lassen. Als sie den Indian Status beantragte, behauptete man im Department of Indian Affairs, die Qayqayt würden gar nicht mehr existieren. Man hatte ihr Reservat längst verkauft. Doch nach 13 Monaten hatte sie ihren Status als Indianerin. Auf einem Friedhof entdeckte sie das Grab des Vaters ihrer Mutter, in einem Teil des Friedhofs, der für Indianer reserviert war. 1998 organisierte der Stamm sein erstes Powwow, beteiligt sich heute an kulturellen Aktivitäten und versucht, ein Reservat zu bekommen.

Nur 6 Männer und 3 Frauen waren im August 2009 als Angehörige der Westminster Indian Band registriert. Der Stamm besitzt kein Reservat, betrachtet jedoch Westminster bei Vancouver als seine Heimat. Häuptling ist Rhonda Larrabee.

Die Qayqayt unterstützen die Einrichtung des Westminster Pier park, Larrabee gilt der chinesischen Gemeinde als Symbolfigur ihrer Zugehörigkeit zu Kanada.[2]

Film

A Tribe of One. Rhonda Larrabees Mutter war nicht, wie ihr lange vorgemacht worden war, französischer und chinesischer Abstammung, sondern Angehörige einer First Nation, eines „tribe of one“. Larrabee gelang es eine Indian Status Card zu erhalten. Sie ist nun Mitglied der Qayqayt First Nation, der ihre Mutter entfliehen wollte, und ihr Häuptling. Dokumentarfilm 2003, 38 min 49 sec.

Weblinks

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Nach Angaben des Department of Indian Affairs and Northern Development, New Westminster
  2. Premier likes city pier plan; But Campbell tells The Record that he can't promise any funds, in: Vancouver Sun, 29. April 2009 und Todd Wong: Canada's future includes head-tax descendants , in: North Shore News, 25. Juni 2006.

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