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Kleinkastell Ferbach


Kleinkastell Ferbach
Limes ORL NN (RLK)
Strecke (RLK) Obergermanischer Limes,
Strecke 1 (Rhein-Lahn)
Datierung (Belegung) antoninisch (?) bis 259/260 n. Chr. (?)
Typ Kleinkastell
Einheit Vexillatio der Cohors VII Raetorum equitata
Größe 0,07 ha
Bauweise Steinkastell
Erhaltungszustand nicht sichtbares Bodendenkmal
Ort Höhr-Grenzhausen
Geographische Lage 50° 25′ 49,4″ N, 7° 39′ 8,2″ O50.4303888888897.6522694444444190Koordinaten: 50° 25′ 49,4″ N, 7° 39′ 8,2″ O
Höhe 190 m ü. NHN
Vorhergehend Kleinkastell Anhausen (nordwestlich)
Anschließend Kleinkastell Hillscheid (südöstlich)

Das Kleinkastell Ferbach (in der älteren Literatur auch in der Schreibweise Kastell Fehrbach[1] vorkommend) ist ein ehemaliges römisches Kastell des Obergermanischen Limes, der im Jahre 2005 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes erlangte. Das Bodendenkmal befindet sich in Grenzlage am südöstlichen Rande der heutigen Stadt Höhr-Grenzhausen im rheinland-pfälzischen Westerwaldkreis. Mit dem größten Teil seiner Fläche befindet es sich bereits auf dem Gebiet der Ortsgemeinde Weitersburg im Landkreis Mayen-Koblenz.

Lage

Datei:ORL A 01 tab 18 pic 00 wp 62-65.jpg
Kastell Ferbach im Limesverlauf mit den Wachposten 1/62 bis 1/65 zur Zeit der Untersuchungen durch die RLK 1894/95

Im heutigen Orts- und Landschaftsbild liegt das Kleinkastell Ferbach unmittelbar neben der Kläranlage von Höhr-Grenzhausen unter einer Brachfläche zwischen der von Höhr-Grenzhausen nach Vallendar führenden Landstraße 308 (Rheinstraße) und dem linken Ufer des Ferbaches.

Topographisch befindet es sich auf einer schmalen, ebenen, zum Ferbach hin abfallenden Terrasse.
Verkehrsgeographisch und strategisch hatte man von diesem Punkt aus die Kontrolle über das Tal, das der Ferbach zwischen dem Weitersburger und dem Vallendarer Wald bildet. Auf der Trasse, auf der sich heute der Verkehr der L 308 bewegt, befand sich schon in römischer und vorrömischer Zeit ein Handelsweg, der von der Rheinebene kommend allmählich in Richtung Westerwald anstieg und dabei im Bereich des Ferbacher Militärpostens den Limes kreuzte. Die Kontrolle dieses Weges und des Grenzübergangs oblag vermutlich der kleinen Garnison.

Kastell

Das Kleinkastell Ferbach ist 1894 durch die Reichs-Limes-Kommission unter der örtlichen Leitung von Otto Dahm archäologisch ausgegraben und dokumentiert worden. Es handelt sich um ein Steinkastell, das mit seinen Seitenlängen von 31,60 m mal 21,20 m eine Fläche von gut 0,07 ha in Anspruch nahm. Gesichert wurde das Kastell mit einer 80 cm starken Mauer. Vor der Wehrmauer befand sich – nach einer nur 80 cm breiten Berme – ein 1,80 m tiefer und 4,80 breiter Spitzgraben. Die Mauer war nicht mit Wehrtürmen besetzt, auch das einzige Tor bestand nur aus einem einfachen, turmlosen Durchgang. Mit diesem Tor war das Kastell dem Limes abgewandt, nach Südwesten hin ausgerichtet. Der Torweg selbst war auch im untersuchten Bereich außerhalb des Kastells mit Schotter befestigt.

Den Innenraum des Lagers beherrschte ein zentraler, aus zwei Räumen bestehender Steinbau, der mit seinen Seitenlängen von 11,50 m mal 8,50 m eine Fläche von 99,25 m² bedeckte. Unmittelbar an den Innenseiten der Wehrmauer, zur Gänze an der Nordwestmauer, stellenweise an der Nordost- und an der Südwestmauer konnten Reste von einfachen, hölzernen Mannschaftsbaracken nachgewiesen werden. Diese waren ausweislich der Befunde durch ein Feuer zerstört worden.

Der wichtigste Einzelfund war eine Terra Sigillata-Scherbe mit der Inschrift COH VII, welche auf die Besatzung des Kastells hinweist. Hierbei handelte es sich um die Vexillatio (Detachement) der im nahe gelegenen Koblenzer Kastell Niederberg stationierten Cohors VII Raetorum equitata („7. Teilberittene Kohorte der Raeter“). Die Einheit bestand wahrscheinlich aus zwei Turmae (lateinisch, Singular Turma, „Schwarm“) zu je 30 Reitern unter dem Befehl eines Decurio. Das Kastell wurde vermutlich in antoninischer Zeit, möglicherweise um das Jahr 150 n. Chr. errichtet und war möglicherweise bis zur Aufgabe des rechtsrheinischen Gebietes infolge der Frankenangriffe bis 259/260 n. Chr. (Limesfall) belegt.

Heute liegt die ehemalige Ferbacher Fortifikation als Bodendenkmal in einem entsprechend ausgewiesenen Schutzgebiet. Oberirdisch sind, außer geringen Verformungen durch die einstigen Ausgrabungstätigkeiten keine Spuren mehr zu erkennen, nachdem die Befunde von 1894 wieder mit Erde bedeckt worden waren. Die Ecken und das Tor des Kastells wurden jedoch mit Pfählen markiert und eine Infotafel weist auf die Bedeutung des Platzes hin.

Limesverlauf zwischen den Kleinkastellen Ferbach und Hillscheid

In dem kurzen Streckenabschnitt zwischen den beiden Fortifikationen ist der Limes nebst seinen Bauwerken in unterschiedlichen Zuständen erhalten. Stellenweise wurde er, insbesondere durch den Abbau der in dieser Gegend vorkommenden Tonminerale und Bimssande völlig zerstört, teilweise ist er, insbesondere auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, nur noch auf Luftbildern sichtbar, teilweise hat er sich, gerade in den etwas unzugänglicheren, bewaldeten Gebieten, aber auch hervorragend erhalten können. Die Bürger und Vereine der Gemeinden, auf deren Boden sich der Limes in diesem Abschnitt erstreckt, Höhr-Grenzhausen und Hillscheid, sind mittels Anlage von Wanderwegen, Aufstellung von Informationstafeln und Rekonstruktion der Befunde sehr bemüht, der Bedeutung der historischen Relikte auf ihrem Boden gerecht zu werden und diese der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Spuren der Limesbauwerke zwischen dem Kleinkastell Ferbach und dem Kleinkastell Hillscheid:

ORL[2] Name/Ort Beschreibung/Zustand
KK [3] Kleinkastell Ferbach siehe oben
Wp 1/63[4] Aufgrund der durchschnittlichen Entfernung zwischen den Türmen vermuteter, aber nicht nachgewiesener Wachturm[5] unweit des Kleinkastells.
Wp 1/64 Kaum noch wahrnehmbare Reste eines Steinturmhügels an der Kante eines ehemaligen Steinbruchs und die durch den Bau einer modernen Siedlung gänzlich abgegangene Stelle eines etwa 140 m entfernt liegenden Holzturms .

Der rechteckige Steinturm[6] stand etwa 10,00 m vom Wallgraben des Limes entfernt. Er wies die Seitenlängen von 5,40 m mal 5,10 m auf und verfügte über unterschiedlich starke Mauer. Die zur Abbruchkante hin gelegene rückwärtige Mauer war mit einer Mächtigkeit von 1,10 m besonders stabil ausgeführt, die Seitenmauern besaßen eine Stärke von 90 cm, die Frontmauer war nur 80 cm dick.

Der Holzturm[7] war in wesentlichen Teilen vom Limeswall überschüttet. Er war von einem vier bis fünf Meter breiten und bis zu 1,65 cm tiefen Graben umgeben. Der Radius der gesamten Anlage betrug etwa 13 m. Zehn Meter südwestlich des Holzturms und 5,50 m von der Mitte des Limesgrabens entfernt wurde eine hallstattzeitliche Grablegung mit Knochenresten und Keramikscherben entdeckt.

Wp 1/65 „Im Vallendarer Wald“ Sichtbarer, mit einer Infotafel versehener Schutthügel eines Steinturms [8]. Der rechteckige Turm hatte Seitenlängen von 6,60 m mal 5,90 m bei einer Mauerwerksmächtigkeit von 100 cm. Er war 15,50 m von der Mitte des Wallgrabens und 21,50 m von der Palisade entfernt. Bei der Anlage des Turmes wurde die Topographie derartig geschickt genutzt, dass von seiner Galerie aus eine Fernsicht vom Wp 1/60 bis zum Wp 1/71 bestand.

Unter den Fundamenten des Steinturms konnten die Pfostenlöcher eines hölzernen Vorgängerbaus nachgewiesen werden. Der Holzturm, dessen Abmessungen sich nur schwerlich rekonstruieren lassen, war von einem drei bis vier Meter breiten Spitzgraben mit einer zum Zeitpunkt der Ausgrabungen erhaltenen Resttiefe von bis zu 1,90 m umgeben.

Unmittelbar vor dem Turm war der Limes für einen Grenzübergang unterbrochen. Der Wallgraben setzte auf einer Breite von etwa 14 m aus und die Palisade war mit einer schmalen Pforte versehen. Hier befand sich vermutlich der Limesübergang eines älteren, von der Rheinebene bei Vallendar zu den Höhenzügen des Westerwaldes aufsteigenden Weges.

Wp 1/66 „Bei der Bembermühle“ Kaum wahrnehmbarer Spuren eines quadratischen Steinturms[9] mit einer Seitenlänge von 5,20 m und einer Mauerstärke von 1,00 m. Rund acht Meter hinter dem Wallgraben und 13 bis 14 m von der Palisade entfernt, auf dem seitlichen Sporn eines Höhenzuges in Hanglage. Nach einem hölzernen Vorgängerbau wurde an dieser Stelle nicht gesucht.
Wp 1/67 Von der Reichs-Limes-Kommission dokumentierte aber nicht mehr sichtbare Turmstelle[10] inmitten der landwirtschaftlich genutzten Flächen nordwestlich des Gewerbegebietes von Hillscheid. Der quadratische Steinturm besaß die überdurchschnittliche Seitenlänge von 5,60 m und 100 cm starke Mauern. Nach einem hölzernen Vorgängerbau wurde nicht gesucht.
Wp 1/68
Wp 1/68
Der vermutete Standort des Wachturms[11] befand sich wahrscheinlich im Bereich der heutigen Kannenbäckerstraße am nordwestlichen Rande des Gewerbegebietes von Höhr-Grenzhausen und wurde bei Bauarbeiten völlig zerstört. Eine Rekonstruktion befindet sich knapp 150 m nordwestlich davon [12]. Es handelt sich um einen der seltenen, einigermaßen authentischen Rekonstruktionsversuche römischer Grenzwachtürme, der unter der fachlichen Anleitung durch das Saalburg-Museum, Bad Homburg vor der Höhe, entstanden und 1994 fertig gestellt worden ist. Der Eingang befindet sich nicht ebenerdig, sondern auf Höhe des ersten Stockwerks, aus sicherheitstechnischen Gründen musste allerdings ein zweiter Eingang im Parterre geschaffen werden. Von außen ist er mit dem für römische Wachtürme und Auxiliarlager typischen weißen Anstrich mit aufgemalten roten Scheinfugen versehen. Die Grundmaße des quadratischen Turms betragen rund 5,00 m mal 5,00 m. 1996 wurde sein Inneres als Museum gestaltet, zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe ein kleiner, 2002 errichteter Informationspavillon.
Wp 1/69 „In der Hillscheider Sandgrube“ Bei den Grabungen 1894 noch dokumentierte, 1902 bereits verschwundene Reste eines quadratischen Steinturms[13] mit einer Seitenlänge von 5,00 m und einer Mauerstärke von 100 cm.
Wp 1/70 Nur vermutete, nicht nachgewiesene Turmstelle [14].
KK Kleinkastell Hillscheid siehe Hauptartikel Kleinkastell Hillscheid


Denkmalschutz

Das Kastell Kleinkastell Ferbach und die erwähnten Bodendenkmale sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind die Anlagen Kulturdenkmale nach dem Denkmalschutz- und –pflegegesetz (DSchG)[15] des Landes Rheinland-Pfalz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. In der vorliegenden Literatur findet sich bis zum Erscheinungsjahr 2002 die Schreibweise Fehrbach, ab 2003 die Schreibweise Ferbach.
  2. ORL = Nummerierung der Limesbauwerke gemäß der Publikation der Reichs-Limes-Kommission zum Obergermanisch-Rätischen-Limes
  3. KK = nicht nummeriertes Klein-Kastell
  4. Wp = Wachposten, Wachturm. Die Ziffer vor dem Schrägstrich bezeichnet den Limesabschnitt, die Ziffer hinter dem Schrägstrich in fortlaufender Nummerierung den jeweiligen Wachturm.
  5. Bei 50° 25′ 49,97″ N, 7° 39′ 12,41″ O50.4305472222227.6534472222222
  6. Bei 50° 25′ 40,47″ N, 7° 39′ 30,77″ O50.4279083333337.6585472222222
  7. Etwa bei 50° 25′ 37,25″ N, 7° 39′ 37,45″ O50.4270138888897.6604027777778
  8. Bei 50° 25′ 23,93″ N, 7° 40′ 1,59″ O50.4233138888897.6671083333333
  9. Bei 50° 25′ 15,36″ N, 7° 40′ 27,36″ O50.4209333333337.6742666666667
  10. Bei 50° 25′ 4,75″ N, 7° 40′ 53,54″ O50.4179861111117.6815388888889
  11. Etwa bei 50° 24′ 53,23″ N, 7° 41′ 22,93″ O50.4147861111117.6897027777778
  12. Bei 50° 24′ 57,85″ N, 7° 42′ 20,15″ O50.4160694444447.7055972222222
  13. Bei 50° 24′ 45,4″ N, 7° 42′ 48,88″ O50.4126111111117.7135777777778
  14. Ungefähr bei 50° 24′ 43,24″ N, 7° 42′ 18,06″ O50.4120111111117.7050166666667
  15. DschG bzw. DSchPflG RP

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