Giersfeld


Giersfeld
Megalithanlage Grumfeld bei Ankum

Megalithanlage Grumfeld bei Ankum

Giersfeld (Niedersachsen)
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Koordinaten 52° 29′ 12,5″ N, 7° 52′ 46,1″ O52.4868055555567.8794722222222Koordinaten: 52° 29′ 12,5″ N, 7° 52′ 46,1″ O
Ort Ankum, Niedersachsen, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.

Das Steingräberfeld Giersfeld liegt in Westerholte bei Ankum im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen und ist Teil der Straße der Megalithkultur.

Ein die Vorgeschichte erklärender Rundwanderweg führt seit 1975 zu urgeschichtlichen Denkmälern, die in dieser Dichte in Norddeutschland nur an wenigen Stellen zu finden sind. Der Rundwanderweg umschließt 500 Hektar und ist von Ankum aus beschildert. Er beginnt an einem Parkplatz und ist 3,5 Kilometer lang.

Als sehenswert gelten sechs Megalithanlagen am Rundweg. Zerstörungen der letzten Jahrhunderte haben die zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstandenen Denkmäler teilweise sehr belastet, aber noch immer wirken etwa Grumfeld West, „Rickelmann 2“ und die Steinkiste am Giersberg eindrucksvoll.

Grabhügel

Am Ende der Jungsteinzeit kommt eine neue Bestattungssitte auf. Die Toten wurden in oder unter runden Erdhügeln begraben, von denen drei am Wanderweg liegen. Die Hügelgräber liegen mitunter in unmittelbarer Nähe der Megalithanlagen. Fast 3000 Jahre lang, von der späten Steinzeit (ab 2800 v. Chr.) über die Bronze- und Eisenzeit bis etwa um Christi Geburt, wurden im Norden Grabhügel errichtet. Formal unterscheiden sie sich nur in den Abmessungen. Ausgrabungen haben jedoch gezeigt, dass dahinter je nach Alter und ggf. auch Region verschiedene Bestattungssitten stehen. Es gibt Grablegungen:

In der Bronzezeit treten nach dem Beginn der Feuerbestattung Urnen auf, die im westlichen Niedersachsen nur selten und mit bescheidenen Grabbeigaben verbunden sind.

In der Nähe befinden sich „Matthiesings Opferstein“ und die Großsteingräber von Lintern und Wiemelsberg bei Ueffeln.

Siehe auch

Literatur

  • Anette Bußmann: Steinzeitzeugen. Reisen zur Urgeschichte Nordwestdeutschlands. Isensee Verlag, Oldenburg 2009, ISBN 978-3-89995-619-1 S. 46–48.
  • Mamoun Fansa: Großsteingräber zwischen Weser und Ems. Isensee Verlag, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-118-5, S. 86–87.
  • Ernst Andreas Friedrich: Die Hünengräber auf dem Giersfeld. S. 33-35, in: Wenn Steine reden könnten. Band I, Landbuch-Verlag, Hannover 1989, ISBN 3-7842-03973.
  • Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschland. Teil 3: Niedersachsen – Westfalen. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 1975, ISBN 3-7749-1326-9, S. 115–118.
  • F.-W. Wulf & W. Schlüter: Archäologische Denkmale in der Kreisfreien Stadt und im Landkreis Osnabrück. Hannover 2000, ISBN 3-7752-5661-X

Weblinks


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