NordNordWest / CC BY-SA 3.0

Catania


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Catania (Begriffsklärung) aufgeführt.
Catania
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Catania (Italien)
Catania
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Catania (CT)
Lokale Bezeichnung: Catania
Koordinaten: 37° 30′ N, 15° 5′ O37.502515.0872222222227Koordinaten: 37° 30′ 9″ N, 15° 5′ 14″ O
Höhe: m s.l.m.
Fläche: 180 km²
Einwohner: 291.274 (31. Dez. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 1618 Einw./km²
Stadtviertel San Giovanni Galermo
Postleitzahl: 95100
Vorwahl: 095
ISTAT-Nummer: 087015
Volksbezeichnung: Catanesi
Schutzpatron: Sant’Agata (5. Februar)
Website: Catania
Blick auf Catania mit Hafen

Catania ist mit 291.274 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) nach Palermo die zweitgrößte Stadt der italienischen Region Sizilien und die Hauptstadt der Provinz Catania.

Catania ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt worden sind.

Geografie

Catania liegt an der Ostküste Siziliens am Fuße des etwa 30 km entfernten Ätna, des größten und aktivsten Vulkans in Europa.

In der Agglomeration Catania, die sich nördlich der Stadt bis zum Fuß des Ätna ausdehnt, leben über 650.000 Menschen. Zu der Agglomeration zählen neben Catania die Gemeinden (nach ihrer Größe) Acireale, Misterbianco,Paternò, Gravina di Catania, Aci Catena, Mascalucia, Belpasso, Tremestieri Etneo, San Giovanni la Punta, Aci Castello, Aci Sant’Antonio, Pedara, San Gregorio di Catania, Motta Sant’Anastasia, Sant’Agata li Battiati, Trecastagni, Valverde, Viagrande, Nicolosi, San Pietro Clarenza, Camporotondo Etneo und Aci Bonaccorsi.

Die unmittelbaren Nachbargemeinden Catanias sind Belpasso, Carlentini, Gravina di Catania, Lentini, Mascalucia, Misterbianco, Motta Sant’Anastasia, San Gregorio di Catania, San Pietro Clarenza, Sant’Agata li Battiati und Tremestieri Etneo.

Verwaltungsgliederung

Verwaltungsbezirke Catanias
Historische Karte von 1905

Catania ist seit 1995 in zehn Verwaltungsbezirke (Municipalità) gegliedert[2] (davor galten die älteren Gliederungen von 1971 und 1978):

  • I. Centro
  • II. Ognina - Picanello
  • III. Borgo - Sanzio
  • IV. Barriera - Canalicchio
  • V. San Giovanni Galermo
  • VI. Trappeto - Cibali
  • VII. Monte Po - Nesima
  • VIII. San Leone - Rapisardi
  • IX. San Giorgio - Librino
  • X. San Giuseppe La Rena - Zia Lisa

Klima

Das Klima von Catania ist mediterran bis subtropisch, mit heißen Sommern und milden Wintern. Der meiste Regen fällt zwischen Oktober und April. Catania gehört zu den Orten mit den meisten Sonnenstunden im Jahr in Europa. Die Temperaturen können im Winter bei Sonnenschein tagsüber auf frühlingshafte Werte steigen und durch den klaren Himmel nachts bis zum Gefrierpunkt sinken.

Geschichte

Catania wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern aus Naxos gegründet. Im 3. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich die Stadt unter römischer Vorherrschaft zum wichtigsten Handelsstützpunkt des damaligen Siziliens. Der Hafen ermöglichte regen Handel im gesamten Mittelmeerraum. Einen weiteren Aufschwung erfuhr die Stadt durch die Araber, die die fruchtbaren Böden in der Umgebung für den Anbau von Zitrusfrüchten nutzten. Catania wurde damit zu einem der wichtigsten Zentren der Landwirtschaft. Catania wurde laut Ibn al-Athir 884 von den Muslimen zerstört und alles in seiner Nähe vernichtet.

Im Jahr 1669 wurden Teile der Stadt nach einem Vulkanausbruch des Ätna unter Lavaströmen begraben. Ein schweres Erdbeben im Jahr 1693 zerstörte Catania fast vollständig. In den folgenden Jahrzehnten wurde es im barocken Baustil, der noch heute das Stadtbild prägt, wieder aufgebaut. Da viele Gebäude aus Lavagestein bestehen, bezeichnet man die Stadt auch als die Schwarze Tochter des Ätna. Große wirtschaftliche Bedeutung erreichte Catania erst wieder im 19. Jahrhundert, als es Provinzhauptstadt wurde.

Wirtschaft

Catania ist die bedeutendste Wirtschaftsregion Siziliens. In und um Catania sind Unternehmen der Halbleiter-Industrie und der IT-Branche angesiedelt. Größter industrieller Arbeitgeber ist der Elektronik-Konzern STMicroelectronics mit rund 4600 Mitarbeitern.

Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind die Kunststoffindustrie, die Lebensmittelindustrie, die Landwirtschaft und der Tourismus.

Verkehr

Catanias Flughafen Fontanarossa ist gemessen am Verkehrsaufkommen der fünftgrößte Italiens. Die Stadt hat direkte Zufahrt zu den Autobahnen A18/E45 und die A19/E932 und ist an das Netz der Ferrovie dello Stato angeschlossen (Bahnstrecken Messina–Syrakus und Bicocca–Licata). Die Entfernungen betragen nach Messina knapp 100 Kilometer, nach Syrakus knapp 60 Kilometer und nach Palermo etwa 250 Kilometer. Die Ferrovia Circumetnea betreibt neben einer Schmalspurbahn rund um den Ätna auch die Metropolitana di Catania.

Datei:Univ-Ct.PNG
Siegel der Universität

Bildung und Wissenschaft

Die Università degli Studi di Catania wurde im Jahr 1434 von Alfons von Aragon gegründet und ist damit die älteste Universität auf Sizilien.

International bekannt ist auch die Sternwarte Osservatorio Astrofisico di Catania.

Die staatliche Kunstschule Istituto Statale d'Arte di Catania bietet die Studiengänge Bildhauerei und Malerei an.

Stadtbild und Bauwerke

Die Altstadt steht seit 2002 zusammen mit acht anderen barocken Städten im Val di Noto auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Nach der fast völligen Zerstörung durch den Vulkanausbruch 1669 und das Erdbeben 1693 wurde Catania vorwiegend im Stil des römischen Barock unter der Federführung des Baumeisters Giovanni Battista Vaccarini wieder aufgebaut.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen viele Bauwerke und Denkmäler dieser Epoche.

Kirchen

Kathedrale von Catania
Collegiata
Palazzo Biscari
  • Die Kathedrale von Catania ist der Heiligen Agatha, der Schutzpatronin der Stadt, geweiht. Die ursprüngliche Kirche wurde Ende des 11. Jahrhunderts als normannische Wehrkirche erbaut. Heute ist von diesem Bau wenig erhalten. Nach dem verheerenden Erdbeben wurde von Vaccarini eine neue Barockfassade geschaffen. In der Kathedrale befindet sich die Grabstätte des in Catania geborenen Komponisten Vincenzo Bellini.
  • Die Badia di Sant’ Agata, eine ehemalige Abtei mit einer Barockkirche, wurde ebenfalls unter der Leitung von Vaccarini wieder aufgebaut.
  • Die Kirche des San Benedetto in der Via dei Crociferi, der schönsten Barockstraße Catanias, ist ein Beispiel für den Barocco Siciliano. Sie ist mit Fresken von Giovanni Tuccari aus Messina ausgeschmückt.
  • Das ehemalige Benediktinerkloster San Nicola beherbergt heute die Universität Catania. Zum Kloster gehört die Kirche San Nicolò. Nach 1693 wurde mehrmals mit dem Wiederaufbau begonnen. Er wurde jedoch aus finanziellen Gründen nie vollendet, die Fassade des Barockbaus ist deshalb unvollständig.
  • Die Collegiata im Stil des sizilianischen Barock war ursprünglich die königliche Palastkapelle. Die Fassade stammt von Stefano Ittar.

Palazzi

  • Der Palazzo Biscari ist der bedeutendste Palazzo von Catania. Er wurde im Auftrag der Familie Paternò Castello principi di Biscari gebaut. Das Innere des Palastes zeigt Stilelemente des Rokoko.
  • Der Palazzo degli Elefanti, an der Piazza del Duomo gelegen, beherbergt heute das Rathaus von Catania.
  • Der Palazzo Valle wurde von Vaccarini zwischen von 1740 und 1750 erbaut.
  • Der Palazzo di Giustizia, der Justizpalast, entstand zwischen 1937 und 1953 unter der Leitung des Architekten Francesco Fichera. Die Fassade ist im Spätbarock gehalten. Im Eingangsbereich befindet sich eine Bronzestatue der Justitia, ein Werk von M. M. Lazzaro.
  • Der Palazzo Reburdone ist ein Spätwerk Vaccarinis und wurde für die Familie Guttadauro di Reburdone erbaut. Der Adelspalast wird dem catanesischen Spätbarock zugeordnet.
  • Der Palazzo del Toscano, 1870 von dem Architekten Enrico Alvino erbaut, diente als Stadtresidenz für die Adelsfamilie der Paternò marchesi del Toscano.

Sonstiges

Elefantenbrunnen – Wahrzeichen von Catania
  • Vor der Kathedrale auf der Piazza del Duomo steht der von Giovanni Battista Vaccarini errichtete Elefantenbrunnen, das Wahrzeichen Catanias. Der Elefant aus schwarzem Lavagestein trägt einen antiken ägyptischen Obelisken aus hellem Granit. Der Obelisk war vermutlich in römischer Zeit als Zielsäule im Amphitheater aufgestellt, die Hieroglyphen beziehen sich auf die Göttin Isis.
  • Das Amphitheater, aus Marmor und Lavagestein erbaut, war in der Antike mit 7000 Sitzplätzen eines der größten auf Sizilien. Heute ist es teilweise von barocken Gebäuden überbaut.
  • Sehenswert sind das Geburtshaus des Schriftstellers Giovanni Verga und das Geburtshaus des Komponisten Vincenzo Bellini. In beiden wurden Museen eingerichtet.
  • Die Casa Museo Giovanni Verga ist ein Literaturmuseum im Geburtshaus Giovanni Vergas, der als Novellist und Verfasser von Kurzgeschichten zu den bedeutendsten Vertretern des italienischen Naturalismus gehört.
  • Die Via Etnea, Hauptstraße Catanias mit vielen Geschäften und Plätzen, ist etwa drei Kilometer lang und verläuft schnurgerade von der Piazza del Duomo in Richtung Ätna.
  • Das Castello Ursino, um 1240 auf Anweisung des Staufer-Kaisers Friedrichs II. errichtet, war im 14. Jahrhundert Residenz der aragonischen Könige. Vermutlich zur Zeit der Spanier-Herrschaft im 16. Jahrhundert wurde das oberste Geschoss abgetragen und der heutige Bauzustand hergestellt. Derzeit beherbergt es das Museo Civico, das unter anderem über eine Sammlung griechischer Skulpturen verfügt.
  • An der Porta Judice llo gelangt man zu dem noch erhaltenen jüdischen Friedhof der Giudecca und den jüdischen Bädern.

Kultur

Teatro Massimo Bellini

Kulturell kann Catania nicht nur auf seine barocke Baukunst zurückschauen. Die Opernkomponisten Vincenzo Bellini und Giovanni Pacini gehören ebenso zu den Söhnen der Stadt wie der Schriftsteller Giovanni Verga. Bellini, dem wohl bekanntesten Catanesen, sind das Teatro Massimo Bellini, die kunstvoll angelegte Parkanlage Villa Bellini im Zentrum der Stadt, der Flughafen und ein Nudelgericht namens Pasta alla Norma gewidmet.

Vom 3. bis zum 5. Februar findet in Catania eines der größten Feste Siziliens statt, das jährlich über 200.000 Menschen anzieht. Dieses Fest findet zu Ehren der Heiligen Agatha statt. Am ersten Tag werden riesige Kerzen auf den Schultern Dutzender Freiwilliger durch die Straßen Catanias getragen. In den folgenden Tagen werden eine Reliquienstatue sowie einige silberne Sänften durch die Straßen gezogen. Am letzten Tag wird die Statute wieder in den Dom getragen und verbleibt dort gut geschützt bis zum nächsten Jahr.

Sport

Datei:Catania FEB 08 167.jpg
Stadion von Catania Calcio

Die beliebteste Sportart der Stadt ist Fußball. Der Verein Catania Calcio wurde im Jahre 1946 gegründet, stieg in den letzten Jahren von der Serie C2 auf und spielt seit der Saison 2006/07 in der Serie A. Das Stadio Angelo Massimino fasst 21.000 Plätze. Am 2. Februar 2007 kam es nach dem Derby gegen Palermo (1:2) zu handgreiflichen Randalen zwischen Hooligans und der Polizei, wobei ein Polizist ums Leben kam. Weitere Spiele der Serie A wurden daraufhin auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Im Wasserball sind die Damen des Clubs Orizzonte Geymonat Catania mit 14 italienischen Meisterschaften und 6 Landesmeisterpokalen sehr erfolgreich. Italienische Meistertitel erreichten auch die Herren im Volleyball durch Paoletti Catania, im Hockey durch Cus Catania Catania und die Frauen im Volleyball durch Torre Tabita Catania, im Fußball durch Jolly Componibili Catania.

Die Rugby-Union-Mannschaft Amatori Catania ist in der höchsten italienischen Liga Super 10 vertreten.

Catania war dreimal Zielort einer Etappe des Giro d’Italia: 1989 (1. Etappe), 1999 (2. Etappe), 2003 (5. Etappe).

Partnerstädte

  • Catania unterhält eine Städtepartnerschaft mit Phoenix, Arizona.

Persönlichkeiten

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Catania aufgeführt.

Filme

  • An Siziliens Zyklopenküste. Von Taormina nach Catania. Dokumentation, 45 Min. ein Film von Brigitte Ashoff, Produktion: SR, Sendung: 6. Juni 2007, Inhaltsangabe des hr

Literatur

  • Ilaria Di Pietra: Catania. Viaggi e viaggiatori nella città del vulcano, Giuseppe Maimone Editore, Catania 2007.
  • Antonino Recupero: Catania. Città del mediterraneo, (Fotografia di Alfio Garozzo. Prefazione di Andrea Camilleri), Giuseppe Maimone Editore, Catania 2007, ISBN 978-88-7751-273-4.
  • Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „Zitation“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfen sie ISBN und legen sie ggf. einen neuen Eintrag an.

Weblinks

 <Lang> Commons: Catania – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2011.
  2. Offizielle Website der Comune di Catania.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


Knochen des Tages

Elemente:

,

21.11.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team, zu dem auch SNSB-Forscher Oliver Rauhut gehört, findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Million...
11.11.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
03.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge...
31.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht und zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde...
30.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften haben das Genom des ältesten me...
24.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
22.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen. Dies haben Sprachwissenschaftler du...
21.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und ...
18.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde...
17.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen. Doch wie sind diese aus anorganischen Stoffen entstanden? Der LMU-Chemiker Oliver Trapp ber...
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht. Gemäss dem internationalen Forscherteam so...
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht un...
01.10.2020
Jagdverhalten säbelzahntragender Raubtiere erforscht
Ein internationales Team von Forschenden aus dem Vereinigten Königreich und Spanien sowie unter Beteiligung vom Museum für Naturkunde in Berlin, unt...
25.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in ...
25.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Martin Petr und Janet Kelso vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipz...
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabung...
21.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzö...
21.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspe...
17.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrat...
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
09.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa. Das aus eine...
09.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit. Wann und wo genau die Jüngere Dryaszeit begann und ...
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf ...
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt. Archäologen der Goethe-Universit...