Alpheios und Arethusa

Alpheios ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Figur der griechischen Mythologie. Er wurde vornehmlich durch eine Sage um die Nymphe Arethusa bekannt.

Mythologie

Alpheios wird bei Pindar und Ovid als Flussgott beschrieben, der in dem gleichnamigen Fluss wohnt. Er soll der Sohn des Okeanos und der Tethys sein.[1] Bei Pausanias hingegen, wird er als begabter Jäger beschrieben, der erst später durch Verwandlung göttlich wird.[2][3]

Alpheios und Arethusa

Alpheios spielt eine tragende Rolle in der „Alpheios und Arethusa“-Sage. Der Mythos erzählt, wie Arethusa nach einem Jagdtraining in dem Fluss badet, in dem auch Alpheios wohnt. Bei Pausanias ist Alpheios ein begnadeter Jäger, welcher Arethusa während eines Ausflugs begegnet. In beiden Versionen verliebt sich Alpheios in Arethusa, wird aber von ihr abgewiesen. Schmachtend steigt er ihr nach, bis Arethusa die Göttin Artemis um Hilfe bittet und von Nebel umhüllt wird. Als Alpheios nicht locker lässt, verwandelt sich Arethusa in eine Quelle mit unterirdischem Bach und versteckt sich so vor Alpheios. Der Geschmähte ist so gekränkt, dass er sprichwörtlich in Tränen zerfließt und sich selbst in einen Fluss verwandelt. Seine Gewässer strömen zum Peloponnes hin und erreichen Syrakus bei Sizilien, wo er sich mit Arethusa wieder vereint und gemeinsam mit ihr ins offene Meer fließt.[2][3]

Literatur

  • Philip Hardie: The Cambridge Companion to Ovid. Cambridge University Press, New York/London 2002, ISBN 0521772818.
  • James George Fraze: Pausanias's Description of Greece (= Pausanias's Description of Greece 6 Volume Set, 3. Band). Cambridge University Press, 2012, ISBN 1108047254.

Weblinks

Commons: Alpheios – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hesiod, Theogonie 338
  2. 2,0 2,1 James George Fraze: Pausanias's Description of Greece. Seite 483.
  3. 3,0 3,1 Philip Hardie: The Cambridge Companion to Ovid. Seite 188–192.

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.