Trusty’s Hill

Trusty’s Hill in den Boreland Hills im Westen von Gatehouse of Fleet und östlich von Anwoth in Dumfries and Galloway, Schottland, ist ein Hillfort mit piktischen Symbolen auf einem Felsaufschluss. Der Platz ist von nationaler Bedeutung und wurde als Scheduled Ancient Monument (deutsch „unter Denkmalschutz stehendes, altertümliches Monument“) gesetzlich geschützt.

Im Jahr 2012 erwies eine archäologische Grabung, dass die Festung am Trusty’s Hill ein wichtiges Zentrum der dunklen Jahrhunderte (englisch Dark Ages) in Schottland war. Die archäologische Feldarbeit umfasste eine topographische GPS-Vermessung, um einen Plan und ein 3D-Modell des gesamten Trusty’s Hill zu schaffen.

Das Hillfort wird von einem Steinwall um den Gipfel des Hügels, einem äußeren Wall, einem in den Fels gehauenen Graben auf der Nordseite und einer Reihe von kleineren äußeren Wällen auf der Südseite gebildet.

Die piktischen Symbole auf einer Freifläche des Grundgesteins am Eingang zum Fort bestehen aus Class-I- und -II-Symbolen; einer Doppelscheibe mit Z-Stab, einem „Fisch-Monster“ und einem Schwert. Die Felsritzungen sind sorgfältige Schnitzereien auf den Gipfel eines frühmittelalterlichen Machtzentrums. Sie liegen gegenüber einem in den Fels gehauenen Becken, dessen Funktion sehr wahrscheinlich rituell war. Diese Konstellation auf den Zugangsweg ist in der gleichen Weise an der Zitadelle von Dunadd anzutreffen.

Etwa 90 runde Kieselsteine, darunter fünf über 200 Gramm schwere, wurden 2012 an der Ost- und Westseite des Gipfels gefunden. Es fragt sich, ob solche Steine bei den früheren Ausgrabungen anderer Höhenburgen in Schottland übersehen wurden.

Aktuelle Funde ergeben Hinweise auf eine Burganlage, die zum Königreich Rheged von König Urien gezählt haben könnte.[1]

Literatur

  • Anna Ritchie, Graham Ritchie: Scotland. Archaeology and Early History. Thames and Hudson Ltd., London 1981, ISBN 0-50002-100-7, (Ancient places and people 99).
  • Ian A. G. Shepherd: Exploring Scotland´s Heritage. Grampian. HMSO, Edinburgh 1986, ISBN 0-11-492453-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.guard-archaeology.co.uk

Koordinaten: 54° 52′ 44,6″ N, 4° 12′ 2,3″ W