Schiffssetzung von Slättaröd


Die Schiffssetzung von Slättaröd bei Västra Karup liegt auf der schonischen Halbinsel Bjärehalvön in Schweden. Wie die Setzung im 25 km entfernten Lugnaro in Halland war sie ursprünglich von einem Hügel bedeckt.

Die Schiffssetzung war aus regelmäßig gelegten Steinen gebaut, 11,5 m lang und 4 m breit. Das Grab bestand aus einer Grube in der Mitte der Steinsetzung, die mit gebrannten Knochen (von Mensch, Hund, Pferd und Schaf) gefüllt war. Brandgräber dieser Art treten am Übergang zur Eisenzeit auf.

Die Grube enthielt keine Bronzegegenstände, jedoch sechs feuerbeschädigte Pfeilspitzen aus Feuerstein. Einige waren von jenem blattförmigen Typ mit konkaver Basis, der für die spätneolithische Zeit kennzeichnend ist. In diese Zeit gehört die Schiffssetzung bei Slättaröd jedoch nicht. Die Schiffsform und das Brandgrab machen eine Datierung ans Ende der Bronzezeit (etwa 700 v. Chr.) wahrscheinlich. Damit liegt ein weiterer Beleg dafür vor, dass die besondere Pfeilspitzenform noch während der Bronzezeit hergestellt und benutzt wurde, was durch andere Siedlungs- und Grabfunde in Schonen bestätigt wird.

Literatur

  • Mårten Stenberger: Vorgeschichte Schwedens. In: Nordische Vorzeit Bd. 4. Wachholtz, Neumünster 1977, ISBN 3-529-01805-8

Koordinaten fehlen! Hilf mit.


Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


Knochen des Tages

Elemente:

,