Lage der Osterholzer Geest

Die Hügelgräber in der Neegenbargsheide liegen im OT Schukamp, nördlich von Schwanewede in der Osterholzer Geest in Niedersachsen.

Umzäuntes Gelände mit den ca. 20 Grabhügeln (im Bereich der Bäume im Hintergrund)

Auf einer Geländekuppe liegen in drei Gruppen mehr als 20 Grabhügel. Die seit den 1930er Jahren unter Landschaftsschutz stehende Heide blieb insbesondere durch die Anlage von Kiesgruben und die Sandabfuhr von Zerstörung nicht verschont.

Einer der Hügel wurde im Jahre 1956 untersucht. Der aus Rasenplaggen aufgeschichtete Hügelkern enthielt die paarig angeordneten und offenkundig gleichzeitigen Reste zweier Bestattungen in Baumsärgen. Ein Kreisgraben umgab die Bestattungen. Obwohl keine Beigaben gefunden wurden, wird angenommen, dass sie in die ältere Bronzezeit gehören.

Restauriertes Doppelgrab in der Kiesgrube außerhalb des umzäunten Geländes

Allgemein nimmt man die Entstehung derartiger Hügel während der Bronzezeit an. Der Fund einer früheisenzeitlichen Urne zeigte Spuren der üblichen Nachbestattungen um die Hügel. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts soll sich auf der „Neegenbargsheide“ ein Hünengrab mit dem sagenträchtigen Namen „Grauer Hengst“ befunden haben.

Interessante Folgerungen erlaubten die bodenkundlichen Untersuchungen: Vor der Anlegung des Hügels muss an der Stelle ein starkes Feuer gebrannt haben. Anscheinend umgrenzte den Bestattungsplatz bereits zur Zeit des Feuers ein Kreisgraben. Dieser Befund lässt auf eine Kulthandlung schließen, die vielleicht in Zusammenhang mit der Bestattung stattfand.

Weblinks

Commons: Hügelgräber in der Neegenbargsheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Jürgen Deichmüller: Ein bronzezeitlicher Grabhügel mit Kreisgraben bei Schwanewede. In: Die Kunde N.F. 8, 1957, S. 200–206.

Koordinaten: 53° 15′ 0″ N, 8° 36′ 35″ O