Großsteingrab Dargun

Großsteingrab Dargun
Großsteingrab Dargun (Mecklenburg-Vorpommern)
Koordinaten 53° 55′ 5,7″ N, 12° 51′ 58,6″ OKoordinaten: 53° 55′ 5,7″ N, 12° 51′ 58,6″ O
Ort Dargun, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Entstehung 3500 bis 2800 v. Chr.

Das Großsteingrab Dargun ist eine megalithische Grabanlage der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur bei Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern).

Lage

Das Grab befindet sich nördlich von Dargun, etwa 300 m westlich der Straße K11, kurz vor dem Abzweig nach Barlin auf einem Feld.

Beschreibung

Die Anlage ist sehr schlecht erhalten und wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts als gestört bezeichnet. Es sind lediglich zwei größere und einige kleinere Steine zu erkennen, die sich nicht mehr an ihrem originalen Standort befinden. Eine Rekonstruktion des ursprünglichen Aussehens des Grabes ist daher nicht möglich.

Von hier stammt möglicherweise eine menschliche Schädeldecke, die „in dem sandigen Boden eines ehemaligen Hünengrabes bei der Neubaute zu Dargun“ gefunden und 1975 dem Verein für mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde zu Schwerin übereignet wurde.

Literatur

  • Hans-Jürgen Beier: Die megalithischen, submegalithischen und pseudomegalithischen Bauten sowie die Menhire zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 1. Wilkau-Haßlau 1991, S. 27.
  • Robert Beltz: Die steinzeitlichen Fundstellen in Meklenburg. In: Jahrbuch des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 64, 1899, S. 97 (Online).
  • Georg Christian Friedrich Lisch: Quartalbericht des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Schwerin, im October 1875. In: Jahrbuch des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 41, 1876, S. 2 (Online).
  • Ewald Schuldt: Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, S. 134.

Weblinks

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