Die Großsteingräber Vårkumla 1 und 2 in Vårkumla sind die vermutlich größten, aber nicht ausgegrabenen Ganggräber im Falbygden, einer Kulturlandschaft in Westschweden. Beide befinden sich im früher Hälletorp genannten Ort, östlich der Vårkumla-Kirche rechts der Straße nach Vartofta und sind ausgeschildert.

Vårkumla 2

Die beiden Großsteingräber von Vårkumla gehören zu einem Cluster von 270 der insgesamt 400 bekannten Megalithanlagen Schwedens aus der Zeit um 3000 v. Chr., die in dieser Region konzentriert sind. Die Steingräber und Grabhügel weisen auf eine frühe Besiedelung des Gebietes durch die Träger der Trichterbecherkultur (TBK) hin. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.[1]

Beschreibung

Vårkumla 1 ist noch größtenteils im Erdhügel verborgen, nur die riesigen mehr als 20 t wiegenden Decksteine liegen oben auf. Einige Meter weiter befindet sich das Ganggrab Vårkumla 2 oder Hallabacken. Im Gegensatz zu Vårkumla 1 ragt es weiter aus dem Erdhügel heraus. Beeindruckend ist der einzig verbliebene Deckstein.

Auf der Südseite des Hügels, ein Dutzend Meter von einem der Ganggräber entfernt, liegt eine viel später entstandene (möglicherweise aus Steinen der Hügelabdeckung errichtete) Steinstruktur, die aussieht wie ein Kellergewölbe. Bei der Vårkumla kyrka befindet sich ein Domarring.

Siehe auch

Literatur

  • Lili Kaelas: Dolmen und Ganggräber in Schweden. Berichte u. Mitteilungen zur Urgeschichte, Frühgeschichte u. Mittelalterarchäologie. Schriften des Provinzialinstituts für Volks- und Landesforschung an der Universität Kiel, Offa. 15, S. 5-24, 1956

Einzelnachweis

  1. Johannes Müller: Neolithische Monumente und neolithische Gesellschaften. In: Varia neolithica, Bd. 6. Verlag Beier & Beran, Langenweissbach 2009, S. 15, ISBN 978-3-941171-28-2 (insges. S. 7–16).

Weblinks

58.0825613.58781Koordinaten: 58° 4′ 57″ N, 13° 35′ 16″ O


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