Homo ergaster (Homo erectus) - Der zweiteilige Kiefer KNM-ER 992

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....


FUND FUNDORT ALTER ENTDECKER DATUM
Unterkiefer Koobi Fora, Kenia 1,75 Millionen Jahre Bernard Ngeneo 1975
VERÖFFENTLICHUNG
Leakey, R. E. F., 1976. New hominid fossils from the Koobi Fora Formation in Northern Kenya. Nature 261: 574 - 576. DOI: 10.1038/261574a0

Dieser Unterkiefer, der in zwei Teile zerbrochen ist, wird als Typusexemplar der Art Homo ergaster geführt. Der grazile (leichte) Bau und die relativ kleinen Backenzähne unterscheiden diese Art deutlich von Homo erectus, dessen Kiefer schwerer gebaut und dessen Backenzähne recht groß im Vergleich zum modernen Menschen sind.

Link

Die Paläoanthropologen Colin Groves und Vratislav Mazák schlugen 1975 diese eigene Art für die frühen Menschen vor, die vor ca. 1,5 Millionen Jahren in Afrika verbreitet war.

Die Bezeichnung "ergaster" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Arbeiter". Dieser Name wurde von den beiden Forschern gewählt, weil man in der gleichen geologischen Schicht Steinwerkzeuge fand.



Das könnte Dir auch gefallen