Homo ergaster (Homo erectus) - Der zweiteilige Kiefer KNM-ER 992


Letzte Meldung:   Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe   –  Auch vor Tausenden von Jahren haben die Menschen schon Kleidung mit bunten Mustern getragen. Für deren Herstellung nutzten sie verschiedene Farbstoffe aus dem Tier- und Pflanzenreich. Das zeigen neue Analysen von Chemikern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die mehrere Jahrtausende alte Textilien aus China und Peru untersucht haben. Im Fachjournal "Scientific Reports" beschreiben sie ein neues Verfahren, mit dem sich die räumliche Verteilung der Farbstoffe in Textilproben und somit auch deren Muster rekonstruieren lassen.....

FUND FUNDORT ALTER ENTDECKER DATUM
Unterkiefer Koobi Fora, Kenia 1,75 Millionen Jahre Bernard Ngeneo 1975
VERÖFFENTLICHUNG
Leakey, R. E. F., 1976. New hominid fossils from the Koobi Fora Formation in Northern Kenya. Nature 261: 574 - 576. DOI: 10.1038/261574a0

Dieser Unterkiefer, der in zwei Teile zerbrochen ist, wird als Typusexemplar der Art Homo ergaster geführt. Der grazile (leichte) Bau und die relativ kleinen Backenzähne unterscheiden diese Art deutlich von Homo erectus, dessen Kiefer schwerer gebaut und dessen Backenzähne recht groß im Vergleich zum modernen Menschen sind.

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Die Paläoanthropologen Colin Groves und Vratislav Mazák schlugen 1975 diese eigene Art für die frühen Menschen vor, die vor ca. 1,5 Millionen Jahren in Afrika verbreitet war.

Die Bezeichnung "ergaster" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Arbeiter". Dieser Name wurde von den beiden Forschern gewählt, weil man in der gleichen geologischen Schicht Steinwerkzeuge fand.