Die Gattung Homo


Letzte Meldung:   Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren   –  Senckenberg-Wissenschaftler Ottmar Kullmer hat mit einem internationalen Team Zähne der ausgestorbenen Vormenschen-Art Australopithecus africanus in Hinblick auf die Nahrungsaufnahme im Kindesalter untersucht. Analysen der Zahnchemie zeigen, dass die Mütter der afrikanischen Homininen-Art ihre Kinder in den ersten 12 Lebensmonaten stillten und auch später – in Zeiten von Nahrungsknappheit – auf die Ernährung mit Muttermilch zurückgriffen. Die intensive, jahrelange Mutter-Kind-Bindung wird als eine der Ursachen für die geringe Nachkommen-Anzahl bei den Vormenschen gedeutet. Die Studie erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“. ....

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Die meisten Forscher sind davon überzeugt, dass sich nach einem Klimawandel in Afrika die Linie der Vormenschen in zwei Richtungen aufspaltete, wobei die eine Linie zur Entwicklung der robusten Australopithecinen führte, eine andere zum Australopithecus africanus oder möglicherweise zum 1999 entdeckten Australopithecus garhi, deren Populationen sich schließlich zur Gattung Homo weiterentwickelten. Zwar besteht unter Forschern diesbezüglich keine Einigkeit, doch falls dies zutreffen sollte, so hätte diese evolutionäre Übergangsphase vor etwa etwa 2,5 Millionen Jahren stattgefunden [1].

Der Fossilienbestand unserer eigenen Gattung beginnt am Ende der Pliozänepoche vor etwa 2 Millionen Jahren und verläuft mehr oder weniger kontinuierlich durch das folgende Pleistozän bis in die Gegenwart.

Die drei allgemein anerkannten Arten von Homo (H. habilis, H. erectus und H. sapiens) scheinen aus einer einzigen, sich fortwährend entwickelnden Linie zu entspringen, die im Laufe ihrer Geschichte von beträchtlichen geographischen Umwälzungen begleitet wurde. Der zeitliche Ablauf und die Art der Übergänge zwischen den Arten sind Gegenstand langjähriger Debatten.