Schlacht am Cut Knife


Version vom 28. März 2013, 01:56 Uhr von KLBot2 (Diskussion | Beiträge) (Bot: 3 Interwiki-Link(s) nach Wikidata (d:Q963444) migriert)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Schlacht am Cut Knife
Teil von: Nordwest-Rebellion
Zeitgenössische Lithographie von The Canadian Pictorial and Illustrated War News
Zeitgenössische Lithographie von The Canadian Pictorial and Illustrated War News
Datum 2. Mai 1885
Ort Nahe Battleford, Saskatchewan
Ausgang Sieg der Cree und Assiniboine
Konfliktparteien
Cree
Assiniboine
Kanada
Befehlshaber
Fine Day William Dillon Otter
Truppenstärke
50 [1] 350
Verluste
5 Tote
3 Verwundete
8 Tote
14 Verwundete

Die Schlacht am Cut Knife fand am 2. Mai 1885 statt, als eine kleine Schar indianischer Krieger der Cree und Assiniboine von kanadischen Regierungstruppen, bestehend aus Polizeikräften, Milizen und regulären Armeeeinheiten, angegriffen wurden. Es gelang den zahlenmäßig unterlegenen Kriegern, die Kanadier zurückzuschlagen.

Vorgeschichte

Im Frühjahr 1885 riefen die Métis im Distrikt Saskatchewan eine Provisorische Regierung unter Führung von Louis Riel aus, die das Gebiet um Batoche kontrollierte. Bald nahm Riel Kontakt zu den lokalen Indianerstämmen der Cree und Assiniboine auf. Die kanadische Regierung entschied sich, den Aufruhr niederzuschlagen, aus Furcht vor einer weiteren Ausbreitung unter den Stämmen der Nordwest-Territorien. Einige Großfamilien der Cree unter der Führung Poundmakers begaben sich nach Battleford zum Indianeragenten, um mit ihm die allgemeine Situation zu besprechen sowie um Hilfslieferungen einzufordern (viele Mitglieder litten Hunger). Als die Bevölkerung von Battleford und Umgebung vom Herannahen einer so großen Anzahl Indianer aus deren Reservaten erfuhr, verließ sie aus Furcht die Stadt und suchte Schutz bei den kanadischen Polizeikräften im Ford Battleford. Nach Ankunft Poundmakers mit seinen Leuten in der Stadt, weigerte sich der Indianeragent das Fort zu verlassen, er ließ sie stattdessen zwei Tage warten, so dass die Abordnung nach einem weiteren Tag Battleford verließ.

Währenddessen fanden Plünderungen in den verlassenen Gebäuden statt, aber die Identität der Plünderer ist umstritten. Während einige Berichte Poundmakers Leute dafür verantwortlich machen, behauptet ein Beobachter, dass die meisten Plünderungen durch Weiße verübt wurden. [2] Mündliche Überlieferungen der historischen Ereignisse behaupten, dass die Plünderungen durch Angehörige vom Stamm der Nakoda ausgeführt wurden und dass Poundmaker sein Bestes tat, diese zu verhindern.[3]

Die kanadische Regierung sandte General Frederick Middleton, um den Aufruhr niederzuschlagen. Die kleine Polizeieinheit bei Ford Battleford – plötzlich verantwortlich für die Sicherheit von 500 Zivilisten – bat ihn um Verstärkung und stellte schnell eine Miliz auf, um die Post zu besetzen. Middleton stellte eine Kolonne unter Führung von Oberst William Otter auf, um Bettleford zu befrieden.

Otter erreichte mit seinen Einheiten am 24. April Battleford. Hocherfreut von seiner Ankunft, forderten die Stadtbevölkerung und die Siedler Rache an den Indianern für ihre Verluste an Menschen und Material. Und auch die eigenen Einheiten drängten auf Maßnahmen, so dass Otter – entgegen der Order von General Middleton, in Battleford zu bleiben – an den Vizegouverneur der Nordwest-Territorien, Edgar Dewdney, telegraphierte, mit der Bitte „Poundmaker bestrafen zu dürfen“[4], was ihm auch zugebilligt wurde. Eine Besatzung wurde in Battleford zurückgelassen, während Otter sich mit 392 Mann aufmachte, um die Cree und die Assiniboine am Berg „Knife Hill“ anzugreifen. Seine Streitmacht bestand aus kanadischen Polizeikräften, freiwilligen Milizionären und regulären Armeeeinheiten. Er hatte zwei 7 Pfund schwere Feld-Gewehre und eine Gatling bei sich. Sie brachen am 1. Mai auf, mit der Absicht, bis zur Abenddämmerung zu marschieren und nach kurzer Ruhepause bei Mondaufgang weiterzumarschieren, um die Cree und Assiniboine am frühen Morgen im Schlaf zu überraschen.

Die Schlacht am Cut Knife

In der Zwischenzeit hatten die Cree ihr Lager in ihrem Reservat westlich von Battlefield aufgeschlagen und weitere Großfamilien hatten sich ihnen angeschlossen. Sie wussten, dass sich tausende Soldaten im Gebiet aufhielten, um die Métis-Rebellion niederzuschlagen. Sie entschieden, sich selbst zu schützen. Wie bei den Cree üblich, ersetzte der für den Krieg verantwortliche Häuptling Fine Day den politisch verantwortlichen Häuptling Poundmaker als obersten Befehlshaber, bis der Krieg vorbei war. Das gesamte Lager wurde quer über den „Cut Knife“-Bach nach Westen verlegt. Es war nach hinten geschützt durch den Berg „Cut Knife“ und seitlich durch Schluchten, die mit Buschwerk gefüllt waren. Ihre Anzahl betrug insgesamt etwa 1.500 Männer, Frauen und Kinder.

Die Schlacht

Wie geplant, erreichte Otters Kolonne am 2. Mai in der Früh ihr Ziel. Allerdings hatte Otter das Indianerlager in der Prärie östlich des „Cut Knife“-Bachs erwartet, und er hatte nicht damit gerechnet, den Bach überqueren zu müssen. So mussten sie sich nach der Überquerung des Flusses durch ein Sumpfland hindurcharbeiten, bis sie endlich auf das Indianerlager stießen. Sie blieben aber nicht unbemerkt, und es wurde Alarm geschlagen. So begannen die Angreifer unverzüglich, das Lager zu beschießen. Frauen und Kinder der Indianer begaben sich nun zu ihrer Sicherheit in die seitlichen Schluchten und nach ihnen auch die männlichen Verteidiger. Diese organisierten sich in kleine Stoßtrupps, während Fine Day vom Berg aus die Aktionen koordinierte. Einzelne Stoßtrupps griffen von der einen Seite der Schluchten an und zogen sich rechtzeitig zurück, bevor die Kanadier sie zu fassen bekamen. Währenddessen stürmten weitere Stoßtrupps aus der gegenüberliegenden Schlucht heran und griffen die Kanadier von hinten an. Otter seinerseits konnte keine koordinierten Angriffe fahren, da er den Feind im dichten Gestrüpp nicht ausfindig machen konnte und auch keine Vorstellung von der Anzahl der Gegner hatte. Robert Jefferson – ein Augenzeuge – berichtete, dass insgesamt „nicht mehr als 50 Eingeborene an der Schlacht teilnahmen. Das war verständlich, da nur sehr wenige bewaffnet waren.“[1] Die Forschungsarbeit von Douglas Light gibt an, dass sich unter den Indianern 243 Männer befanden. Weiterhin erwähnt er, dass eine Anzahl junger Männer ebenfalls am Kampf teilnahm.[5]

Otter versuchte der Situation zu begegnen, indem er seine Truppe in zwei Gruppen aufteilte, die jeweils einer Schlucht zugewandt war. Die Indianer ihrerseits versuchten einen Flankenangriff, indem sie sich entlang der Schluchten den Soldaten näherten und feuerten. Da sie sich aber hinter den Bäumen und Büschen versteckt hielten, blieben sie für die Kanadier unfassbar. Otter und seine Männer steckten in der Falle: Links und rechts von ihnen befanden sich die Schluchten und hinter ihnen sumpfiges Gelände. Als sich Otter nach sechs Stunden Kampf zum Rückzug entschloss, rettete sie nur Poundmakers Fürsprache davor, im Sumpfland durch feindliche Reiterangriffe aufgerieben zu werden.[6]

In der Encyclopedia of Saskatchewan[7] werden das Gelände und das anfängliche Gefecht etwas anders dargestellt, aber die Taktik Fine Days erscheint nach dem dortigen Bericht in vielerlei Hinsicht sogar noch brillanter.

Auswirkungen

Die Schlacht am Cut Knife war aus Sicht der Eingeborenen die erfolgreichste Schlacht während der Nordwest-Rebellion. Ihrem Vorteil des eigenen Geländes stand eine Reihe Nachteile gegenüber: Sie waren zahlenmäßig unterlegen, sie wurden überrascht und hatten nur begrenzte Mengen Munition. 14 von Otters Soldaten wurden verwundet und 8 getötet, einschließlich eines Mannes, der zurückgelassen werden musste und durch die Indianerfrauen verstümmelt wurde.[8] Drei Eingeborene wurden verwundet und fünf getötet, darunter befand sich auch ein Nez Percé, der einige Jahre zuvor aus den USA zugezogen war. Die Schlacht flößte einigen von Otters Leuten einen bisher nicht vorhandenen Respekt ein gegenüber den Indianern. Otter hatte erwartet, Poundmaker und die Seinen demoralisiert vorzufinden, so dass sie schnell kapitulieren würden. Trotz dieser bitteren Niederlage blieben die Kanadier aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und besseren Ausrüstung für den weiteren Verlauf der Auseinandersetzungen im Vorteil. Nur wenige Wochen später begaben sich die Hunger leidenden Cree nach Battleford, um mit General Middleton Frieden zu schließen. Fine Day, der Cree-Häuptling und Befehlshaber der Schlacht, floh in die Vereinigten Staaten. Poundmaker wurde festgenommen und eingesperrt. Oberst William Otter überlebte die Schlacht und blieb eine bedeutende Persönlichkeit im Militär, wo er unter anderem das königliche kanadische Regiment im Zweiten Burenkrieg befehligte. Weiterhin war er während des Ersten Weltkriegs Leiter eines Internierungscamps.

Vielfach wird diese Schlacht mit der Schlacht am Little Bighorn verglichen. Und tatsächlich bestehen Gemeinsamkeiten: In beiden Fällen missachteten die Offiziere die Befehle, auch wurde jeweils versucht, bei der Einnahme des Eingeborenenlagers das Überraschungsmoment zu nutzen. Sowohl Custer als auch Otter verkannten das Gelände so schwerwiegend, dass sie ihre Angriffsbemühungen verlangsamen mussten. Und beide sahen sich schließlich von ihren Gegnern umzingelt, ohne Möglichkeit, dieser habhaft zu werden. Otter erkannte immerhin, dass der Rückzug notwendig wurde (und der Gegner ließ ihn gewähren), während Custer weiterkämpfte. Dies führte dazu, dass Custer und ein Drittel seiner Soldaten ihr Leben ließen, während Otter und die meisten seiner Soldaten die Schlacht überlebten und Respekt für die indianischen Krieger entwickelten.

Trivia

In der Stadt Cut Knife befindet sich der größte Tomahawk der Welt, das Poundmaker Historical Center und das Big Bear Monument, errichtet durch die Behörde für Nationale Denkmäler. Am Berg Cut Knife ist ein steinernes Denkmal aufgestellt, mit Blick auf den Ort der Schlacht und das Battle-River-Tal.[9][10][11]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jefferson, Fifty Years, 146
  2. Robert Jefferson, Fifty Years on the Saskatchewan, 127
  3. Stonechild, Blair. "An Indian View of the 1885 Uprising" in "Sweet Promises: A Reader on Indian-White Relations in Canada", J.R. Miller (ed)
  4. Dewdney Papers, Vol. 5, p. 1806, Otter to Dewdney, April 26, 1885.
  5. Light, Douglas W. Footprints in the Dust. Turner-Warwick Publications, 1987.
  6. Webarchiv vom 11. Februar 2009 der eingelagerten Webseite: Battle of Cut Knife Hill, 2 May 1885, Canadian Military Heritage.
  7. [1], Encyclopedia of Saskatchewan.
  8. Morton, Desmond. The Canadian general: Sir William Otter. Toronto: A.M. Hakkert Ltd., 1974.
  9. Brian M Brown.: Poundmaker Historical Centre and Big Bear monument. July 4, 2002. Abgerufen am September 20, 2009.
  10. David McLennan: Cut Knife. Canadian Plains Research Center University of Regina. 2006. Abgerufen am September 20, 2009.
  11. David Yanciw: Town of Cut Knife, Saskatchewan. In: Big Things of Saskatchewan. August 10, 2001. Abgerufen am September 20, 2009.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen


Artikel mit dem Thema „ Schlacht am Cut Knife “

Specials | Kultur
Die Aufgaben des Menschen - Wie sich diese mit der Evolution verändert haben
Wie jedes andere Lebewesen auch, kann der Mensch in einem Stammbaum eingeordnet werden.
Sprache | Specials
Warum sprechen wir so, wie wir sprechen?

Gedanken über die Funktionen von Sprache

Sprache ermöglicht es uns, unsere Gedanken, Ideen, Gefühle und Intentionen miteinander zu teilen.
Werkzeuge | Paläoökologie | Homo
Oberes Paläolithikum - Steinwerkzeuge

Die Klingenindustrien des Jungpaläolithikums

Im Nahen Osten wurden vor etwa 40.
Werkzeuge | Paläoökologie | Homo
Das Mittelpaläolithikum - Steinwerkzeuge

Das Mittelpaläolithikum

Das Mittelpaläolithikum folgt dem Unteren Paläolithikum mit seinen Kulturstufen Oldowan und Acheuléen nach.
Werkzeuge | Paläoökologie | Homo
Acheuléen - Steinwerkzeuge
Schon zu einem frühen Zeitpunkt in der Geschichte der Steinwerkzeuge machte man Fortschritte bei der Formgebung und Gestaltung.
Werkzeuge | Hominine
Oldowan - Steinwerkzeuge
Die ältesten bekannten Steinwerkzeuge sind mehr als 3 Millionen Jahre alt und stammen von Fundstellen in Äthiopien, Kenia, Zaire und Malawi.
Physiologie | Ernährung
Sinn und Unsinn der Paleo-Ernährung

Zurück in die Steinzeit?

Paläontologie | Primaten
Primaten aus dem Eozän und Oligozän in Afrika
In Sedimentablagerungen in Ägypten, genannt Fayum-Senke, etwa 60 Kilometer südlich der Pyramiden von Gizeh nahe Kairo, fanden Forscher die frühesten Altweltprimaten (Catarrhini).
Paläoanthropologie | Anatomie | Fossil
Die Fossilien
Als Darwin 1859 seine gewagten Überlegungen zum Ursprung des Menschen veröffentlichte, kannte man noch keine Fossilien, die für einen allmählichen Übergang von einem schimpansenähnlichen Vorfahren zum heutigen Menschen gesprochen hätten.
Paläoanthropologie | Paläoökologie | Ernährung | Feuer
Die Evolution des Menschen und Ernährung
Nach Ansicht vieler Forscher hat sich vor rund 10 Millionen Jahren in Ostafrika das Klima allmählich gewandelt, so dass die Umwelt allmählich von feuchten Regenwaldgebieten in trockene Savannenbiotope überging.
Paläoökologie | Specials
Der Mensch und die Anfänge der Medizin

Krankheiten auf natürliche Weise behandeln: Wie Menschen früher und heute ihre Schmerzen stillen

Schmerzen gibt es seit Anbeginn der Menschheit.
Gehirn | Homo
Der Mensch und sein Spieltrieb

Spieltrieb: der Mensch als „Spieltier“

Von jeher haben die Menschen gespielt.
Anatomie | Paläoökologie | Hominine | Aufrechter Gang
Der aufrechte Gang
Der Mensch: Das ist ein intelligentes Wesen mit einem großen Gehirn, das aufrecht geht.
Genetik | Primaten
Verwandtschaftsverhältnisse heutiger Menschenaffen
Eines der Probleme im Verständnis der Evolution der Menschenaffen ist, dass es sehr wenige lebende Gattungen gibt - nur sechs oder sieben, je nachdem, ob man die Gattung Homo zu den Menschenaffen zählt oder nicht.
Fossil | Hominine
Sahelanthropus tchadensis - TM 266-01-060-1 »Toumaï«
Das bislang älteste bekannte Mitglied der Menschenfamilie entdeckte ein Forscherteam aus Frankreich und dem Tschad im Juli 2001 in der Sahelzone in Zentralafrika.
Paläontologie | Primaten
Die Menschenaffen aus dem Miozän
Vor 18 Millionen Jahren, mitten in der Epoche des Miozäns (sie verdankt ihren Namen den seltenen Fossilienfunden aus dieser Zeit), stieß Afrika im Norden mit voller Wucht auf die eurasische Landmasse.
Paläontologie | Primaten | Erdgeschichte
Plesiadapoidea und Plesiadapiformes
Die erste Auffächerung (Radiation) von archaischen Primaten (die Plesiadapoidea) fand auf der Nordhalbkugel statt, was darauf hindeutet, dass sie in der Tat auch dort ihren Ursprung haben.
Primaten | Stammbaum
Das Erbe der Primaten
Die ersten Primaten, Vorläufer der heutigen Affen, betraten gegen Ende der Kreidezeit vor ca.
Fossil | Australopithecus
Lucy - AL 288-1 - Australopithecus afarensis
Lucy war ein kleiner weiblicher Australopithecus afarensis, der vor mehr als drei Millionen Jahren an einem prähistorischen See bei Hadar im heutigen Äthiopien lebte.
Fossil | Australopithecus
OH5 »Zinjanthropus«, »Nussknacker Mensch« - Australopithecus boisei
OH 5 ist das Typusexemplar der Spezies Australopithecus boisei und wurde 1959 von Mary Leakey entdeckt - genau hundert Jahre nach Darwins „Entstehung der Arten“.
Fossil | Homo
KNM-ER 1813 - Homo habilis
Von einem früheren Fund (KNM-ER 1470) bei Koobi Fora wusste man, dass dort vor zwei Millionen Jahren eine Art von Homo mit relativ großem Gehirn, großem Gesicht und großen Zähnen gelebt hatte.
Fossil | Homo
LB1 - »Hobbit« - Homo floresiensis
Die Gattung Mensch hat Zuwachs bekommen: Homo floresiensis war nur gut einen Meter groß und lebte vor 18.
Fossil | Australopithecus
KP 29281 - Australopithecus anamensis
Bis 1994 war Australopithecus afarensis die älteste bis dahin entdeckte hominine Spezies.
Fossil | Homo | Homo heidelbergensis
Atapuerca 4, 5 - Homo heidelbergensis
Ein Glücksfall der besonderen Art trug sich im Norden Spaniens zu.
Fossil | Homo | Homo heidelbergensis
Arago XXI - Homo heidelbergensis
Die eindrucksvolle Kalksteinhöhle Arago liegt hoch über dem Fluss Verdouble in den Pyrenäen.
Fossil | Homo | Homo erectus
Zhoukoudian - »Der Pekingmensch« - Homo erectus
Der sogenannte Pekingmensch ist 750.
Paläoökologie | Fossil | Homo | Homo erectus
Bilzingsleben - Homo erectus bilzingslebensis
Am Rande des Thüringer Beckens, nahe der kleinen Ortschaft Bilzingsleben im Kreis Sömmerda, befindet sich eine einzigartige archäologische Grabungsstelle.
Fossil | Homo | Homo erectus
Trinil 2 - »Javamensch« - Homo erectus
Der sogenannte Pekingmensch ist 750.
Fossil | Homo | Homo erectus
Skelett KNM-WT 15000 - »Turkana Boy« - Homo ergaster
Am 22.
Fossil | Australopithecus
SK 6 - Typusexemplar Australopithecus robustus (Paranthropus crassidens)
Eine wichtige Entdeckung von Robert Broom war SK 6, ein Teil eines Unterkiefers sowie einige Zähne, die er bei Swartkrans, Südafrika, entdeckte.
Fossil | Australopithecus
DIK1-1 »Dikika Baby« - Australopithecus afarensis
Das drei Millionen Jahre alte Skelett eines dreijährigen Kindes (ein Mädchen) liefert ein hervorragendes Hilfsmittel, um die körperliche Entwicklung eines menschlichen Vorfahren zu verstehen, der, wie es scheint, zwar aufrecht ging aber noch die Fähigkeit besaß, auf Bäume zu klettern.
Fossil | Homo | Homo sapiens
Combe Capelle - Homo sapiens
Combe Capelle (deutsch: Bergkapelle) ist ein Abri mit mehreren paläolithischen Kulturschichten im Tal der Couze, 38 km südöstlich von Bergerac im französischen Département Dordogne.
Fossil | Neandertaler
Shanidar 1 - Homo neanderthalensis
Die Shanidar Höhle ist die älteste prähistorische Stätte im Irak, einem Land, das archäologisch berühmt ist für die kulturellen Errungenschaften, die man in Mesopotamien entdeckte.
Fossil | Hominine
Kenyanthropus platyops - KNM-WT 40000
Justus Erus und Meave Leakey fanden 1999 in Lomekwi an der Westseite des Turkanasees in Kenia diese außergewöhnlichen Fossilien.
Paläoanthropologie | Taxonomie
Die Evolution des Menschen
Viele Menschen sind von der Vorstellung fasziniert, dass es einmal Wesen auf unserer Erde gegeben hat, die zwar aufrecht gingen, aber den Kopf eines Menschenaffen auf den Schultern trugen.
Werkzeuge | Eiszeit | Homo sapiens | Kultur | Kunst
Die Kunst der Eiszeit - Figürliche Darstellungen
Die Menschen der Oberen Altsteinzeit machten dramatische kulturelle Fortschritte, die in der Kunst der späten Eiszeit gipfeln.
Werkzeuge | Eiszeit | Kunst
Die Erfindung der Musik
Im Sommer 2008 haben Ausgrabungen an den Fundstellen Hohle Fels und Vogelherd zu einer nahezu vollständigen Knochenflöte und einzelnen Fragmenten dreier Elfenbeinflöten geführt, die nun neue Belege für Musik im Paläolithikum liefern.
Eiszeit | Kunst
Die Entdeckung der ersten Höhle Altamira
Das alte Landgut von Altamira, was soviel bedeutet wie »Hohe Aussicht« erstreckt sich über leicht abschüssiges, aber hochgelegenes Wiesenland, etwa vier Kilometer von der spanischen Nordküste entfernt.
Werkzeuge | Eiszeit | Kunst
Eiszeitkunst - Höhepunkt prähistorischer Kreativität
Die phantastischen Malereien auf den Wänden der Höhle von Lascaux im Südwesten Frankreichs zeigen lebensnahe Formen von Pferden, Hirschen und Rindern.
Paläoanthropologie | Hominine
hominid oder hominin
Diese Frage sorgt sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Fachwelt oft für Verwirrung, denn es geht um so abstrakte biologische Begriffe wie »Systematik« und »Taxonomie«, also um die korrekte Benennung oder Einordnung von Lebewesen und Fossilien oder die Darstellung komplexer, biologischer Verwandtschaftsbeziehungen im System des Lebens.
Anatomie | Hominine
Sahelanthropus tchadensis
In der Djurab-Wüste im Tschad in Zentralafrika wurde im Jahr 2001 ein fossiler Schädel und mehrere Unterkiefer und Zähne einer möglicherweise aufrecht gehenden Primatenart entdeckt, deren Alter auf 6 bis 7 Millionen Jahre geschätzt wird.
Paläontologie | Primaten
Omomyiden und Adapiden

Koboldmaki-ähnliche Primaten (Omomyiden)

Teilhardina, eine Primatengattung aus der Familie Omomyidae (Unterfamilie Anaptomorphinae), wurde nach Pierre Teilhard de Chardin benannt, Jesuit, Philosoph und Paläontologe.
Datierung
Radiocarbon-Datierung
Die Radiokarbon- oder Kohlenstoff-14 Datierung ist vielleicht das bekannteste Verfahren zur absoluten Datierung.
Erdgeschichte | Datierung
Paläomagnetische Polaritätsstratigraphie, Paläomagnetismus
Diese Datierungsmethode erfordert eine vorherige Kalibrierung.
Datierung
Aminosäure Racemisierung
Diese Datierungsmethode beruht auf der langsamen chemischen Umwandlung von linksdrehenden Aminosäuren in lebenden Organismen in ihre rechtsdrehenden Gegenstücke.
Erdgeschichte | Datierung
Thermolumineszenz, optisch angeregte Lumineszenz und Elektronenspin-Resonanz
Die Grundlage dieser Verfahren ist die gleiche: sie messen die Anzahl von Elektronen, die in Defekten in der Gitterstruktur von Kristallen gefangen sind.
Erdgeschichte | Datierung
Uranreihen-Datierung
Es gibt mehrere chemische Elemente, die natürlich vorkommende radioaktive Isotope des Urans sind.
Erdgeschichte | Datierung
Spaltspurdatierung
Die Spaltspurdatierung beruht auf dem spontanen radioaktiven Zerfall (fission) von Uran-238 (238U), wobei eine Spur (track) von Defektlinien in der Nähe des Uran-Atoms entsteht.
Erdgeschichte | Datierung
Kalium-Argon Datierung
Mit der in den 19-fünfziger Jahren entwickelten Kalium-Argon-Methode kann man Vulkanasche- und Tuffgesteine datieren.
Werkzeuge | Paläontologie | Datierung
Die Datierung von Fossilien und Artefakten
Nur wenn man das Alter paläontologischer und archäologischer Funde abschätzen kann, läßt sich für die Evolution ein zeitlicher Ablauf rekonstruieren.
Taxonomie | Hominine | Australopithecus
Die Gattung Australopithecus
Australopithecus ist der Gattungsname von mehreren aufrechtgehenden Menschenaffen, die ab dem späten Miozän in Afrika verbreitet waren.
Taxonomie | Stammbaum | Darwin
Charles Darwin und die Abstammung des Menschen
Für seine lange Reise an Bord der »Beagle«, die ihn in fünf Jahren um die Welt führen sollte, packte sich der junge Charles Darwin auch die eben erschienenen »Prinzipien der Geologie von Charles Lyell ein.
Anatomie
Das menschliche Skelett von vorne
Das menschliche Skelett besteht aus gut 212 Knochen (individuell verschieden; üblich angegebene Zahlen liegen zwischen 206 und 214).
Anatomie
Anatomische Terminologie
Die Lage- und Richtungsbezeichnungen dienen in der Anatomie zur Beschreibung der Position und des Verlaufs einzelner Strukturen.
Anatomie | Gehirn
Der menschliche Schädel
Der menschliche Schädel - evolution-mensch.
Anatomie
Das menschliche Skelett von hinten
Das menschliche Skelett von hinten - evolution-mensch.
Taxonomie | Hominine | Feuer | Homo heidelbergensis
Homo heidelbergensis
Der allmähliche Übergang vom Homo erectus über Homo heidelbergensis zum Neandertaler ist durch ungewöhnlich zahlreiche Fossilien sehr gut belegt.
Taxonomie | Hominine
Homo erectus
Als die Paläoanthropologie noch eine junge Wissenschaft war, kannte man nur zwei verschiedene Spezies von frühen Menschen: den Neandertaler und den Homo erectus.
Taxonomie | Hominine
Homo ergaster (H. georgicus)
Die fossilen Überreste dieses Frühmenschen wurden seit 1991 unter Leitung von David Lordkipanidse bei Dmanisi in Georgien ausgegraben.
Taxonomie | Hominine
Homo ergaster
Der Art Homo ergaster - was soviel wie "der Handwerker" bedeutet - werden von vielen Forschern die frühen afrikanischen Fossilien des Homo erectus mit einem Alter von 1,8 bis 1,5 Millionen Jahren zugeordnet.
Hominine
Australopithecus sediba
Australopithecus sediba ist die neueste Art eines Australopithecinen, dessen Überreste auf das Pleistozän mit einem Alter von 1,78 bis 1,95 Jahren datiert wurden [2].
Hominine | Australopithecus
Australopithecus afarensis
Australopithecus afarensis aus dem mittleren und späten Pliozän Äthiopiens, Tansanias und Kenias ist nach Australopithecus anamensis eine der ältesten und primitivsten Arten von Australopithecus.
Hominine | Homo
Kenyanthropus platyops
Meave Leakey und Justus Erus fanden im Jahr 1999 in Lomekwi, an der Westseite des Turkanasees in Kenia die außergewöhnlichen Fossilien eines bis dahin unbekannten Homininen.
Hominine
Australopithecus anamensis
Die ersten Fossilien von Australopithecus anamensis wurden in der Region Kanapoi östlich des Lake Turkana bereits im Jahre 1965 entdeckt.
Physiologie
Das Gehirn in der Evolution des Menschen
Obwohl das Gehirn eines Menschenaffen nicht so verschieden ist, wie dies oft dargestellt wird, gibt es natürlich gewisse Unterschiede in Größe und Form.
Hominine
Australopithecus (Paranthropus) aethiopicus
Mit der Entdeckung von KNM-WT 17000, dem „schwarzen Schädel“, im Jahr 1986 konnte man einen wichtigen Mosaikstein zum Gesamtbild der Australopithecinen hinzufügen.
Hominine
Australopithecus africanus
Australopithecus africanus ist ein ausgestorbener, aufrecht gehender Vormensch aus der Unterfamilie Australopithecinae (innerhalb der Familie Hominidae), der in Süd- und Ostafrika verbreitet war.
Paläontologie | Primaten
Die ersten echten Primaten

Früheste moderne Primaten

Primaten, die bereits große Ähnlichkeit mit heutigen Lemuren, Loris und Koboldmakis haben - die ersten Euprimaten - erscheinen im frühen Eozän in Belgien, Frankreich, England und Wyoming.
Fossil | Australopithecus
LH 4 - Typusexemplar - Australopithecus afarensis
Vielleicht war Louis Leakeys vorgefasste Ansicht über das Wesen des "wahren Menschen" der Grund, warum er den linken unteren Eckzahn eines Homininen nicht erkannte, der 1935 in Laetoli zusammen mit zahlreichen anderen Wirbeltierfossilien aus dem Pliozän gefunden wurde.
Paläoökologie | Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Die Erfindung der Landwirtschaft
Ein gutes Beispiel für die Domestikation ist Weizen, die bis heute wichtigste Nutzpflanze der Menschheit.
Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Ackerbau und Viehzucht
Die Weisheit der Jäger und Sammler bestand darin, wie es der amerikanische Anthropologe John E.
Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Erste Hochkulturen
Während aus der frühesten sumerischen Bilderschrift die Keilschrift entstand, entwickelten die alten Ägypter um 3000 v.
Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Die ersten Bauern
Das Einbringen und Lagern von Getreide und anderen Früchten erforderte neue Werkzeuge und Transportgefäße.
Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Erste Dörfer und Städte
Dorfähnliche Siedlungen gab es schon in der Altsteinzeit an besonders begünstigten Orten.
Sprache | Nach der Eiszeit | Archäologie
Die ersten Schriften
Drei Erfindungen machten vor allen anderen den Menschen zu dem, was er heute ist: Feuer, Landwirtschaft und Schrift.
Paläoökologie | Nach der Eiszeit | Erdgeschichte
Was ist eine Eiszeit
Eigentlich ist die Erde ein wohltemperierter Planet.
Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie
Bronze, Eisen und Handel
Anders als die althergebrachten Werkstoffe Stein, Holz oder Ton kommen Metalle in reiner Form nur sehr selten vor.
Werkzeuge | Nach der Eiszeit | Eiszeit | Archäologie | Feuer
Megalithen und Metalle
Zu allen Zeiten versuchten Menschen, aus ihrem Leben das Beste zu machen: Sie nutzten das Angebot der Natur nach bestem Wissen aus, und manchmal erweiterten sie dieses Wissen durch zufällige oder scharfsinnige Beobachtungen.
Sprache | Paläoökologie | Gehirn
Die menschliche Sprache - Wie, wann, und warum
Eine lange Leitung zu haben, gilt als wenig schmeichelhaft.
Genetik | Sprache | Wanderungen
Die menschliche Sprache - Die Suche nach dem Ursprung
Mit grausamen Experimenten wollten Menschen immer wieder dem Ursprung der Sprache auf die Spur kommen.
Sprache
Sprache - Informationsaustausch von Gehirn zu Gehirn
Der Cro-Magnon-Mensch war weder stärker als der Neandertaler, noch hatte er ein größeres Gehirn.
Anatomie | Physiologie | Sprache
Anatomie der Sprache
Tonbandaufnahmen aus grauer Vorzeit gibt es leider nicht.
Physiologie | Genetik | Sprache
Die Sprache des Neandertalers
Der Neandertaler lebte in einer sprachlosen Welt - zu dieser Einsicht konnte man zumindest gelangen, wenn man die zahlreichen Analysen seiner Schädelbasis betrachtete, denn die Schädelwölbungen zeigten, dass der Kehlkopf höher im Hals gelegen haben muss, was die Vielfalt seiner Laute erheblich einschränken musste. Beim modernen Menschen sitzt der Kehlkopf tief unten im Hals und ermöglicht uns so ein breites Spektrum von Lauten. Dass die Neandertaler über eine Sprache miteinander kommunizierten, hielten viele Forscher deshalb für wenig wahrscheinlich. Wie aber hätten die frühen Menschen ihr Überleben in der freien Natur ohne das entscheidende Mittel der Kommunikation sichern können?