Wadi Dagadlé, Djibouti

Letzte Meldung:   Urmenschen mit Fingerspitzengefühl   –  Senckenberg-Wissenschaftlerin Katerina Harvati widerlegt gemeinsam mit ihrem Team der Universität Tübingen und in enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Basel die bisherige Annahme, dass sich Neandertaler bei dem Einsatz ihrer Hände hauptsächlich auf ihre Kraft verlassen hätten. In einer heute im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichten Studie zeigen sie....

Fundort: Wadi Dagadlé, Oued Dagadle, Djibouti
Spezies: Homo heidelbergensis, (rhodesiensis)
Geschätztes Alter: 250.000 Jahre, Datierung basierend auf Uran/Thorium-Methode

Wadi Dagladé ist einer der plio-pleistozänen Lokalitäten, die L. de Bonis und sein Team im Jahr 1983 untersuchten.

Die Biostragraphie von Wadi Dagladé deutet darauf hin, dass die Faunenreste aus dem frühen bis späten Mittelpleistozän stammen. Eine problematische Uran/Thorium Datierung deutet auf ein Alter von weniger als 250.000 Jahren hin.

Die menschlichen Überreste, die man bei Wadi Dagladé fand, bestehen aus einem linken Oberkiefer-Fragment mit Prämolaren und Molaren (P3-M3). Der Oberkiefer zeigt einen geringen Grad von Prognathie.

Kulturelle Zeugnisse oder archäologische Artefakte, wie z.B. Steinwerkzeuge, wurden bei Wadi Dagladé nicht gefunden.


Literatur

  • de Bonis, L., Geraads, D., Guérin, G., Haga, A., Jaeger, J. J., & Sen, S. 1984. Découverte d'un Hominidé fossile dans le Pléistocène de la République de Djibouti. Comptes Rendus de l'Académie des Sciences, Série D 299, pp 1097–1100

Koordinaten

  • 11.021406° N, 42.024422° E von Henry Gilbert,
     

Das könnte Dir auch gefallen