Wohnfolgeordnung


Die Residenzregel oder Wohnfolgeordnung regelt in einer Gesellschaft, wo sich ein Ehepaar nach der Heirat niederlässt. Sie bestimmt, welcher Ehepartner nach der Heirat den Wohnsitz verändern muss und wohin er zieht.

Die Wohnfolgeordnung regelt wie die Deszendenzsysteme das Verwandtschaftssystem einer Gesellschaft.

Beispiele:

  • Virilokalität: Die Ehefrau lebt beim Ehemann
  • Patrilokalität: Das Paar nimmt seinen Wohnsitz beim Vater des Ehemannes
  • Matrilokalität: Tochter oder Sohn bleiben bei der Mutter wohnen
    • Uxorilokal: Der Ehemann siedelt zum Wohnsitz der Ehefrau über
    • Besuchsehe: Der Wohnsitz beider Eheleute bleibt bei der jeweiligen Mutter
    • Avunkulat: Wohnsitz beim Bruder der Mutter der Ehefrau
  • Neolokalität: Das Paar gründet einen eigenen Hausstand

Quellen

  • Wohnfolgeordnung In: Michel Panoff, Michel Perrin: Taschenwörterbuch der Ethnologie. München 1975, ISBN 3-471-61615-2, S. 311

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