Werner Ende


Werner Ende (* 22. September 1937 in Wittenberg) ist ein deutscher Islamwissenschaftler.

Biographie

Ende ging von 1956 bis 1958 einer Buchhandelslehre in Halle (Saale) nach. Von 1958 bis 1964 studierte er Arabistik und Islamwissenschaft in Halle, Hamburg und Kairo. Er wurde 1965 in Hamburg mit der Arbeit Europabild und kulturelles Selbstbewusstsein bei den Muslimen am Ende des 19. Jahrhunderts. Dargestellt an den Schriften der beiden ägyptischen Schriftsteller Ibrahim und Muhammad Al-Muwailihi promoviert.

Von 1969 bis 1971 war er als wissenschaftlicher Referent am Orient-Institut der Deutsche Morgenländische Gesellschaft in Beirut tätig. Er habilitierte sich 1973/74 mit der Schrift Arabische Nation und islamische Geschichte: die Umayyaden im Urteil arabischer Autoren des 20. Jahrhunderts.

Von 1977 bis 1983 war er Professor für "Gegenwartsbezogene Islamwissenschaft" an der Universität Hamburg. Von 1983 bis 2002 war er Inhaber des Lehrstuhls für Islamwissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Freiburg.

Zu Endes Forschungsschwerpunkten zählen die Arabische Geschichtsschreibung in der Neuzeit, die Wahhabiya, Salafiya und Zwölfer-Schia (bes. Libanon, Irak und Arabische Halbinsel).

Ende ist Herausgeber der Schriftenreihe Freiburger Islamstudien und Mitherausgeber der Zeitschrift Die Welt des Islams.

Schriften (Auswahl)

als Herausgeber
  • Der Islam in der Gegenwart. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2005, ISBN 3-89331-625-6

Literatur

  • Rainer Brunner u. a. (Hrsg.): Islamstudien ohne Ende. Festschrift für Werner Ende zum 65. Geburtstag. Würzburg 2002, S. XIX-XXIX. ISBN 3-89913-260-2

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