Völker Chinas


Mauer mit Darstellung der 56 Völker Chinas in Peking gegenüber der Niujie-Moschee

Als Völker Chinas werden über 90 ethnische Gruppen bezeichnet, von denen 70 offiziell als Nationalitäten anerkannt sind. Neben den Han-Chinesen, die die Mehrheitsbevölkerung in ganz China stellen (knapp 92 % der Gesamtbevölkerung), sind das weitere 55 Nationalitäten in der Volksrepublik China und weitere 14 Nationalitäten in der Republik China. Diese 69 Völker haben einen Status, der der europäischen Definition einer nationalen Minderheit nahekommt, d. h. sie haben einen juristischen Status, der mit der Garantie bestimmter Rechte u. a. im Bereich des Bildungswesens und der Sprachförderung verbunden ist. Hierbei ist es unerheblich, ob die nationale Minderheit ethnisch auch das Staatsvolk eines anderen Staates bildet (zum Beispiel Mongolen, Koreaner, Kasachen, Vietnamesen), ob sie in mehreren Staaten als Minderheiten lebt (zum Beispiel die Lisu in China, Myanmar, Thailand und Indien, die Jingpo und Va in China und Myanmar) oder als geschlossene ethnische Gruppe nur in China beheimatet ist (zum Beispiel die Salar, Naxi und She).

Neben diesen 70 anerkannten Nationalitäten gehören auch über 20 nicht offiziell anerkannte ethnische Gruppen (zum Beispiel Sherpa, Khmu und Siraya) zu den Völkern Chinas.

Die traditionellen Siedlungsgebiete der ethnischen Minderheiten Chinas (anerkannte Nationalitäten und nicht anerkannte ethnische Gruppen) umfassen insgesamt über 60 % der Fläche Chinas. Nur 18 von ihnen haben eine Bevölkerungszahl, die die Millionengrenze übersteigt.

Begriffe

Chinesen

In einem Naxi-Dorf bei Lijiang

Der Begriff „Chinese“ unterscheidet im Deutschen nicht eindeutig zwischen Staatsangehörigen Chinas und Angehörigen der Han-Nationalität, also „ethnischen Chinesen“. Im Chinesischen werden hingegen für den „Chinesen“ als Staatsbürger (chinesisch 中國人 / 中国人 Zhōngguórén ‚Mensch aus den Mittellanden‘) und den „ethnischen Chinesen“ (漢族人 / 汉族人 Hànzúrén oder 漢人 / 汉人 Hànrén ‚Mensch des Han-Volkes‘) zwei völlig verschiedene Begriffe verwendet. Der Begriff „Chinese“ (im Sinne von Zhōngguórén) enthält also keinerlei ethnische Zuschreibung.

minzu

Der chinesische Begriff minzu (chinesisch 民族) deckt ein Bedeutungsspektrum ab, das in europäischen Sprachen von mehreren Wörtern belegt ist: Nation, Volk, Nationalität, Volksgruppe, Ethnie, ethnische Gruppe. So hat zum Beispiel der Begriff Zhonghua minzu (chinesisch 中华民族) zwei Übersetzungsmöglichkeiten: 1) die „Chinesische Nation“; 2) die „Völker (Nationalitäten) Chinas“. Da die Konstruktion „Chinesische Nation“ die Summe aller „Völker Chinas“ voraussetzt, fallen die Bedeutungen beider Übersetzungen letztlich in einer zusammen. Verbunden mit einem konkreten Ethnonym ersetzt dieses das Zeichen min (Menschen, Leute, Volk) und steht nun mit dem verbliebenen zu (Klan, Sippe, Lineage) als konkret benannte „Nationalität“, zum Beispiel Hanzu (chinesisch 汉族) als die „Han-Nationalität“, Miaozu (chinesisch 苗族) als die „Miao-Nationalität“ oder Ewenke zu (chinesisch 鄂温克族) als die „Ewenken-Nationalität“.

shaoshu minzu

In der Volksrepublik China werden die „Nicht-Han“ summarisch mit dem Begriff shaoshu minzu (chinesisch 少數民族 / 少数民族) bezeichnet, was mit „Minderheiten-Völker“ oder „Minderheiten-Nationalitäten“ übersetzt werden kann. Aufgrund des mit der Anerkennung als minzu verbundenen juristischen Status ist durchaus auch der Begriff Nationale Minderheit vertretbar. Wird der Begriff im Chinesischen allerdings unspezifisch verwendet, schließt er in der Regel auch die nicht anerkannten ethnischen Gruppen mit ein. Dann ist in der Übersetzung der allgemeinere Begriff „ethnische Minderheiten“ vorzuziehen. Problematisch an dem deutschen Begriff ist auch, dass er die Tatsache einer auf ganz China bezogenen quantitativen Mehrheit der Han-Chinesen in den Vordergrund stellt. Dabei stellen die ethnischen Minderheiten jedoch vielerorts – lokal oder auch regional – die Mehrheit der Bevölkerung.

Tsou-Jugendlicher (vor 1945)

yuanzhu min

In der Republik China hat sich (nur für Taiwan) inzwischen die Sammelbezeichnung yuanzhu min (chinesisch 原住民, dt. Ureinwohner) durchgesetzt. Früher waren Begriffe wie shandi tongbao (chinesisch 山地同胞, Berglandsleute), tuzhu minzu (chinesisch 土著民族, dt. Eingeborenen-Völker), xianzhu min (chinesisch 先住民, dt. Ersteinwohner) oder auch gaoshan zu (chinesisch 高山族, dt. Völker der hohen Berge) üblich und verbreitet. Der Begriff „Ureinwohner“ ist speziell für die ethnischen Minderheiten Taiwans passend, da er der Tatsache Rechnung trägt, dass ihre Besiedlung der Insel Taiwan 3000 bis 4000 Jahre vor dem Eintreffen der ersten Han-Chinesen endete. Allerdings kamen auch sie vom chinesischen Festland, d. h. die Bedeutung von „Ur-“ in „Ureinwohner“ ist durchaus relativ. Taiwan ähnelt somit der Situation in den USA und Australien, auch wenn die Anfänge der Besiedlung durch die Han hier deutlich länger zurückliegen als die Besiedlung Nordamerikas und Australiens durch Europäer. Auf dem chinesischen Festland kann man hingegen die „Nicht-Han“ keineswegs generell mit dem Begriff „Ureinwohner“ oder gar „indigene Völker“ von den Han abgrenzen, da auch die Han fast überall in China „Ureinwohner" oder „Indigene“ sind. Schon bei den Tibetern von „Ureinwohnern“ zu sprechen, wäre zwar im Wortsinne richtig, hätte aber doch einen falschen Beiklang, da sie im größten Teil ihres traditionellen Siedlungsgebiets, insbesondere in Tibet, nach wie vor die überwältigende Bevölkerungsmehrheit stellen. Manche ethnischen Gruppen der Volksrepublik, zum Beispiel die Russen und die Salar, könnten (als Zuwanderer) überhaupt nicht, andere – zum Beispiel die Koreaner – nur sehr eingeschränkt als „Ureinwohner“ oder „Indigene“ bezeichnet werden. Auch ein Begriff wie „Randvölker“ trifft nicht auf alle zu, da die Siedlungsgebiete vieler Gruppen die Siedlungsgebiete der Han wie ein Flickenteppich durchziehen.

Zusammenleben der Völker in Geschichte und Gegenwart

Qidanische Jäger, Gemälde aus der Song-Dynastie

Bereits im Prozess seiner Entstehung hat sich China als ethnisch und kulturell heterogener Staat entwickelt. Die Reichseinigung durch den Ersten Kaiser der Qin im Jahre 221 v. Chr. ließ nicht nur verschiedene Staaten verschwinden, sie vereinigte auch verschiedene Völker mit verschiedenen Sprachen und Kulturen in einem Staat. Damit entstanden die Voraussetzungen für die Ethnogenese der Han-Chinesen, der Mehrheitsbevölkerung des heutigen China. Aber nicht alle Bevölkerungsgruppen wurden Teil dieses Prozesses. Nicht nur an den Rändern des Reiches der Mitte, das bereits während der Han-Dynastie stark expandierte, sondern auch in seinem Inneren konnten sich regional eigenständige, ethnisch und kulturell autochthone Bevölkerungsgruppen erhalten und entwickeln. Zu den historischen Völkern Chinas, die auch an der Entstehung und Entwicklung der heutigen ethnischen Vielfalt des Landes beteiligt waren, gehören u. a. – um nur einige der wichtigsten zu nennen: Dingling, Fufuluo, Gaoche, Huihe, Minyue, Nanyue, Qidan, Rouran, Ruzhen (Dschurdschen), Sushen, Tabgatsch, Tanguten, Tiele, Tujue, Tuyuhun, Wuhu, Wuhuan, Wusun, Xianbei, Xiongnu, Xueyantuo, Yuezhi. Einige von ihnen, zum Beispiel die Tabgatsch (Nördliche Wei-Dynastie), Qidan (Liao-Dynastie) und Ruzhen (Jin-Dynastie), beherrschten in ihren Reichen schon früh mehr Han-Chinesen als Angehörige eigener Ethnien. Es gab sogar zwei chinesische Dynastien, die das ganze Land kontrollierten und deren Herrscher Angehörige ethnischer Minderheiten waren, die Yuan-Dynastie (1279-1368) der Mongolen und die Qing-Dynastie (1644-1911) der Mandschu (Manju). Sie alle begriffen sich selbst keineswegs als „Fremddynastien“, wie sie gern von der europazentrierten Geschichtsschreibung noch genannt werden, sondern als originäre Vertreter des „Konzepts China“ (chinesisch 中國 / 中国 Zhōngguó ‚Mittellande‘) im Sinne von „Land der Mitte“. Unabhängig von der jeweiligen ethnischen Zugehörigkeit des chinesischen Kaiserhauses wurden in allen Dynastien der chinesischen Geschichte Bevölkerungsgruppen immer wieder aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu ethnisch definierten oder sich ethnisch definierenden Gemeinschaften unterdrückt, vertrieben, verfolgt und bekämpft.

Erst nach Gründung der VR China wurde die Gleichberechtigung aller Nationalitäten Chinas verfassungsrechtlich verankert. Heute gibt es neben dem Recht auf Autonomie zahlreiche Maßnahmen der positiven Diskriminierung der „Nationalen Minderheiten“: Zweisprachiger Unterricht ist heute weit verbreitet, bei den quantitativ großen Völkern mit eigener Schriftsprache auch gesetzlich verankert. Angehörige nationaler Minderheiten sind generell von der Ein-Kind-Politik ausgenommen und dürfen in jedem Fall mindestens zwei Kinder bekommen. In ländlichen, dünn besiedelten Regionen und bei quantitativ sehr kleinen Nationalitäten gibt es regionale und sogar lokale Bestimmungen, die zum Teil wesentlich mehr Kinder pro Familie erlauben. Die Volkszählungen der Jahre 1982, 1990 und 2000 haben dementsprechend bei fast allen nationalen Minderheiten Chinas ein deutlich höheres Bevölkerungswachstum als bei den Han-Chinesen festgestellt. Durch festgelegte Quoten sind die nationalen Minderheiten auch in der Politik Chinas überrepräsentiert. Ihr prozentualer Anteil an den Abgeordneten des NVK und der Volkskongresse auf den unteren Ebenen, an den Abgeordneten der PKKCV und der Konsultativkonferenzen der unteren Ebenen und selbst an den Delegierten der Parteitage der KPCh ist regelmäßig höher als ihr Bevölkerungsanteil. Zahlreiche chinesische Politiker sind Angehörige ethnischer Minderheiten. Das höchste Amt erreichte der Mongole Ulanhu, der von 1983 bis 1988 Vize-Präsident der VR China war.

Die wechselhafte politische Geschichte der VR China wirkte sich allerdings oft negativ auf die Beziehungen zur han-chinesischen Bevölkerungsmehrheit aus. Auch wenn Han-Chinesen und Angehörige ethnischer Minderheiten von den negativen Folgen des Großen Sprungs nach vorn (1958/59) und der Kulturrevolution (1966-1976) gleichermaßen betroffen waren, so wurden diese politischen Bewegungen von den Nicht-Han doch überwiegend als etwas empfunden, das die ethnische Mehrheit ihnen aufzwang. Daraus resultierend wuchsen ethnische Spannungen und ethnische Konflikte traten häufiger auf.

In den zum Teil noch dünn besiedelten Grenzregionen Chinas (Tibet, Xinjiang, Innere Mongolei) wird der Zuzug von Han-Chinesen von den Einheimischen zum Teil heftig kritisiert. In einigen ihrer traditionellen Siedlungsgebiete, in denen sie nach wie vor die Bevölkerungsmehrheit stellen, drohen diese Nationalitäten jetzt auch regional oder lokal zur Minderheit zu werden. Die Regierung der VR China begründet die han-chinesische Migration in Grenzgebiete mit der wirtschaftlichen Entwicklung ungenutzter Ressourcen. Vor allem Vertreter von Exil-Tibetern und Exil-Uiguren vermuten dahinter Maßnahmen gegen separatistische Bestrebungen in ihren Regionen.

Liste der 70 als Nationalitäten anerkannten Völker Chinas

Die Auflistung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Die „offizielle Bezeichnung“ der VR China folgt GB/T 3304—1991 (中国各民族名称的罗马字母拼写法和代码 Zhōngguó gè mínzú míngchēng de Luómǎ zìmǔ pīnxiěfǎ hé dàimǎ).

deutscher Name und andere gebräuchliche Bezeichnungen (auch von Untergruppen) offizielle Bezeichnung Chinesisch Pinyin Eigenbezeichnung Bevölkerungszahl 20101 (2000) Verbreitungsgebiete in China eigene Schriftsprache
Achang, Ngac’ang, Maingtha Achang 阿昌族 Āchāngzú 39.555 98,8 % in Yunnan nein
Ami, 'Amis, Pangcah -- 阿美族 Āměizú (148.992) Taiwan Lateinschrift
Atayal, Tayal, Tayan -- 泰雅族 Tàiyǎzú (91.883) Taiwan Lateinschrift
Bai, Minjia, Bai 白族 Báizú Bairt‧zix [pɛ tsz̩], Bairt‧zix‧Bairt‧yvnx [pɛ tsz̩ pɛ jṽ̩], Bairt‧horx [pɛ xo], Bairt‧ngvrt‧zix‧ horx [pɛ ŋv̩ tsz̩ xo], Bairt‧yin [pɛ ĩ]; 1.933.510 81 % in Yunnan, 10,1 % in Guizhou, 6,8 % in Hunan Lateinschrift im Versuchsstadium
Blang, Bulang, Samtao, Puman Blang 布朗族 Bùlǎngzú 119.639 98,4 % in Yunnan nein
Bonan, Baoan, Pao-an Bonan 保安族 Bǎo’ānzú 20.074 91,9 % in Gansu, 3,9 % in Qinghai, 3,5 % in Xinjiang nein
Bouyei Buyei 布依族 Bùyīzú Buxqyaix [pu ʔjai] 2.870.034 94,2 % in Guizhou, 1,8 % in Yunnan, 0,8 % in Guangdong, 0,7 % in Zhejiang Bouyei-Schrift
Bunun -- 布農族 Bùnóngzú (41.038) Taiwan Lateinschrift
Dai, Tai, Shan Dai 傣族 Dǎizú tai 1.261.311 98,55 % in Yunnan, 0,6 % in Sichuan Tai Lü, Tai Nüa, Tai Dam (wird in Jinping noch geschrieben), Tai Pong (heute nur noch in Myanmar); siehe auch Tai Le und Tai Lüe
Daur, Dahuren, Daguren, Daghur Daur 达斡尔族 Dáwò’ěrzú Daor 131.992 58,3 % in der Innere Mongolei, 32,9 % in Heilongjiang, 4,2 % in Xinjiang, 1 % in Liaoning Lateinschrift im Versuchsstadium
De'ang, Deang, Palaung, Benglong De'ang 德昂族 Dé’ángzú 20.556 99,3 % in Yunnan nein
Derung, Drung, Dulong Derung 独龙族 Dúlóngzú tɯɹɯŋ 6.930 79,2 % in Yunnan, 2,6 % in der Inneren Mongolei, 2,3 % in Liaoning, 1,7 % in Chongqing, 1,7 % in Shanxi, 1,35 % in Shandong, 1,3 % in Anhui, 1,1 % in Guizhou nein
Dong, Kam Dong 侗族 Dòngzú Gaeml [kɐm] 2.879.974 55 % in Guizhou, 28,45 % in Hunan, 10,2 % in Guangxi, 2,4 % in Hubei, 1,9 % in Guangdong, 0,6 % in Zhejiang Dong-Schrift mit lateinischem Alphabet
Dongxiang, Santa Dongxiang 东乡族 Dōngxiāngzú Santa, Sarta 621.500 87,9 % in Gansu, 10,9 % in Xinjiang, 0,5 % in Qinghai nein
Ewenken Ewenki 鄂温克族 Èwēnkèzú Eweŋki 30.875 85,9 % in der Inneren Mongolei, 8,9 % in Heilongjiang nicht in China
Gaoshan (Nachfahren taiwanischer Ureinwohner auf dem chinesischen Festland) Gaoshan 高山族 Gāoshānzú 4.009 21,2 % in Henan, 9,3 % in Fujian, 9,2 % in Guangxi, 6,8 % in Liaoning, 6,1 % in Hebei, 5,1 % in Guizhou und darüber hinaus in ganz China (nicht auf Taiwan) nein
Gelao, Gelo Gelao 仡佬族 Gēlǎozú klau 550.746 96,5 % in Guizhou, 1 % in Guangdong, 0,7 % in Guangxi nein
Han-Chinesen Han 汉族 Hànzú 汉族 1.220.844.520 ganz China Chinesische Schrift
Hani, Akha, Aini, Yani, Woni Hani 哈尼族 Hānízú Haqniq 1.660.932 99 % in Yunnan Hani-Schrift, mit lateinischem Alphabet
Hezhen, Golden, Nanai, Kilen Hezhen 赫哲族 Hèzhézú xədʑən, nanio, kilən 5.354 84,3 % in Heilongjiang, 4,1 % in Jilin, 1,8 % in Peking, 1,8 % in Liaoning, 1,2 % in der Inneren Mongolei nein
Hui-Chinesen, Hui, Huihui, Dunganen, chinesische Muslime Hui 回族 Huízú 回民, 回族 10.586.087 19 % in Ningxia, 12,1 % in Gansu, 9,7 % in Henan, 8,6 % in Xinjiang, 7,7 % in Qinghai, 6,6 % in Yunnan und darüber hinaus in ganz China nicht in China
Jingpo, Kachin, Jingpho, Tsaiva, Lechi Jingpo 景颇族 Jǐngpōzú 147.828 98,5 % in Yunnan Zaiwa-Schrift mit lateinischem Alphabet
Jino Jino 基诺族 Jīnuòzú tɕyno, kino 23.143 99 % in Yunnan nein
Kasachen Kazak 哈萨克族 Hāsàkèzú 1.462.588 99,6 % in Xinjiang, 0,24 % in Gansu Kasachisch in leicht modifizierter arabischer Schrift
Kavalan -- 噶瑪蘭族 / 卡瓦蘭族 Gámǎlánzú / Kǎwǎlánzú kbaran [kɨβaˈɾan] (ca. 2000) Taiwan Lateinschrift
Kirgisen Kirgiz 柯尔克孜族 Kē'ěrkèzīzú 186.708 98,7 % in Xinjiang, 0,9 % in Heilongjiang Kirgisisch in leicht modifizierter arabischer Schrift
Koreaner Chosen 朝鲜族 Cháoxiǎnzú 조선족 (ʧʰosɔnʤuk) 1.830.929 59,6 % in Jilin, 20,2 % in Heilongjiang, 12,5 % in Liaoning, 1,4 % in Shandong, 1,1 % in der Inneren Mongolei, 1,1 % in Peking Koreanische Schrift
Lahu, Lohei, Kawzhawd, Kucong Lahu 拉祜族 Lāhùzú 485.966 98,7 % in Yunnan Lahu-Schrift mit lateinischem Alphabet
Lhoba, Lopa, Adi, Abor, Idu Mishmi, Midu, Miri, Tangam Lhoba 珞巴族 Luòbāzú 3.682 90,8 % in Tibet, 2,4 % in Guizhou, 1,1 % in Xinjiang, 0,9 % in Fujian nein
Li Li 黎族 Lízú 1.463.064 93,9 % in Hainan, 4,5 % in Guizhou, 0,5 % in Guangdong Li-Schrift mit lateinischem Alphabet
Lisu Lisu 傈僳族 Lìsùzú 702.839 96 % in Yunnan, 2,9 % in Sichuan Lisu-Schrift, siehe auch Fraser-Schrift
Mandschu, Manju, Mandschuren Man 满族 Mǎnzú Manju 10.387.958 50,4 % in Liaoning, 19,8 % in Hebei, 9,7 % in Heilongjiang, 9,3 % in Jilin, 4,7 % in der Inneren Mongolei, 2,3 % in Peking die Mandschurische Schrift wird außerhalb der Mandschuristik nur noch wenig verwendet
Maonan, Yanghuang Maonan 毛难族 Máonánzú 101.192 68,7 % in Guangxi, 29,15 % in Guizhou, 1,2 % in Guangdong nein
Miao, Mèo, Hmông; Thai: แม้ว (Maew), ม้ง (Mong) Miao 苗族 Miáozú 9.426.007 48,1 % in Guizhou, 21,5 % in Hunan, 11,7 % in Yunnan, 5,6 % in Chongqing, 5,2 % in Guangxi, 2,4 % in Hubei, 1,65 % in Sichuan, 1,35 % in Guangdong, 0,7 % in Hainan, 0,6 % in Zhejiang mehrere Miao-Schriften
Monba, Moinba, Monpa Monba 门巴族 Ménbāzú 10.561 95,05 % in Tibet, 1,3 % in Sichuan, 1 % in Shanghai nein
Mongolen Mongol 蒙古族 Měnggǔzú Moŋgol 5.981.840 68,7 % in der Inneren Mongolei, 11,5 % in Liaoning, 3 % in Jilin, 2,9 % in Hebei, 2,6 % in Xinjiang, 2,4 % in Heilongjiang, 1,5 % in Qinghai, 1,4 % in Henan Mongolische Schrift, siehe auch Mongolische Silbenzeichen
Mulam Mulao 仫佬族 Mùlǎozú 216.257 82,1 % in Guangxi, 13,7 % in Guizhou, 2,3 % in Guangdong nein
Naxi, Nahsi, Nakhi, Mosuo, Moso, Na, Malimasa Naxi 纳西族 Nàxīzú 326.295 95,7 % in Yunnan, 2,8 % in Sichuan nur im sakralen Bereich: Dongba-Schrift
Nu, Ayi, Lama, Nusu, Nung, Zaozou Nu 怒族 Nùzú 37.523 96,45 % in Yunnan, 1,4 % in Tibet nein
Oroqen, Orotschonen, Birarchen, Kumarchen, Mergen-Tungusen Oroqen 鄂伦春族 Èlúnchūnzú Orončon 8.659 47,2 % in Heilongjiang, 43,6 % in der Inneren Mongolei, 2 % in Liaoning nein
Paiwan -- 排灣族 Páiwānzú (70.331) Taiwan Lateinschrift
Primi, Pumi, Xifan, Hsifan Pumi 普米族 Pǔmǐzú phʐẽmi 42.861 98 % in Yunnan, 0,5 % in Sichuan nein
Puyuma, Pinuyumayan -- 卑南族 / 漂馬族 Bēinánzú / Piāomǎzú (9606) Taiwan Lateinschrift im Versuchsstadium
Qiang, Ch’iang Qiang 羌族 Qiāngzú 309.576 98,3 % in Sichuan, 0,5 % in Guizhou nein
Rukai, Lukai, Tsarisen, Tsalisen, Salisen -- 魯凱族 Lǔkǎizú (12.084) Taiwan Lateinschrift
Russen Russ 俄罗斯族 Éluósīzú Русские 15.393 57,2 % in Xinjiang, 32,2 % in der Inneren Mongolei, 1,7 % in Heilongjiang, 1,4 % in Peking Russische Schrift
Saisiyat, Saisiat -- 賽夏族 Sàixiàzú (5311) Taiwan Lateinschrift
Sakizaya, Sakiraya, Sakuzaya -- 撒奇萊雅族 Sāqíláiyǎzú (ca. 5000-10.000) Taiwan nein
Salar Salar 撒拉族 Sālāzú Salar 130.607 83,3 % in Qinghai, 11,3 % in Gansu, 3,6 % in Xinjiang nein
Sediq -- 賽德克族 Sàidékèzú (ca. 7000) Taiwan Lateinschrift
She She 畲族 Shēzú 708.651 52,9 % in Fujian, 24,1 % in Zhejiang, 10,9 % in Jiangxi, 6,3 % in Guizhou, 4 % in Guangdong nein
Sui Sui 水族 Shuǐzú --- 411.847 90,9 % in Guizhou, 3,8 % in Guangxi, 3,1 % in Yunnan, 0,7 % in Jiangsu die Sui-Schrift ist außer Gebrauch
Tadschiken Tajik 塔吉克族 Tǎjíkèzú tuʤik 51.069 96,3 % in Xinjiang, 0,4 % in Chongqing, 0,3 % in Guangxi nicht in China
Tataren Tatar 塔塔尔族 Tǎtǎ’ěrzú 3.556 92 % in Xinjiang, 3,8 % in Gansu nicht in China
Tau, Tao, Dau, Dao, Yami, Yamei -- 達悟族 Dáwùzú (3872) Lanyu Lateinschrift
Thao, Shao -- 劭族 / 邵族 Shàozú / Shàozú (281) Taiwan Lateinschrift
Tibeter Zang 藏族 Zàngzú 6.282.187 44,8 % in Tibet, 23,4 % in Sichuan, 20,1 % in Qinghai, 8,2 % in Gansu, 2,4 % in Yunnan Tibetische Schrift
Truku, Taroko -- 太魯閣族 Tàilǔgézú (ca. 23.000) Taiwan Lateinschrift
Tsou, Kanakanabu, Saaroa -- 鄒族 / 曹族 Zōuzú / Cáozú (6169) Taiwan Lateinschrift
Tu, Monguor, Chagaan Monggol („Weiße Mongolen“) Tu 土族 Tǔzú maŋɡuer, moŋɡuer 289.565 77,8 % in Qinghai, 12,6 % in Gansu, 1,9 % in Guangdong, 1,3 % in Yunnan, 1,2 % in Guizhou, 1,2 % in Xinjiang Lateinschrift im Versuchsstadium
Tujia Tujia 土家族 Tǔjiāzú 8.353.912 32,9 % in Hunan, 27,1 % in Hubei, 17,8 % in Guizhou, 17,7 % in Chongqing, 1,7 % in Guangdong, 0,7 % in Zhejiang nein
Uiguren, Uighuren Uygur 维吾尔族 Wéiwú’ěrzú ئۇيغۇر (Uyƣur) 10.069.346 99,4 % in Xinjiang, 0,1 % in Hunan Uigurische Schrift
Usbeken, Ozbek Uzbek 乌孜别克族 Wūzībiékèzú 10.569 97,8 % in Xinjiang, 0,4 % in Guangxi, 0,3 % in Guangdong nicht in China
Va, Wa, Awa, Lawa, Parauk Va 佤族 Wǎzú Ba rāog 429.709 96,6 % in Yunnan, 1,2 % in Shandong, 0,4 % in Henan Va-Schrift mit lateinischem Alphabet
Vietnamesen, Gin, Kinh Gin 京族 Jīngzú 28.199 89,4 % in Guangxi, 2,85 % in Guizhou, 2,3 % in Yunnan, 1,3 % in Guangdong, 1,2 % in Jiangxi, 0,6 % in Hainan nicht in China
Xibe, Sibe, Sibo Xibe 锡伯族 Xíbózú 190.481 70,2 % in Liaoning, 18,3 % in Xinjiang, 4,7 % in Heilongjiang, 1,7 % in Jilin, 1,6 % in der Inneren Mongolei Xibenische Schrift
Yao, Mien Yao 瑶族 Yáozú 2.796.003 55,8 % in Guangxi, 26,7 % in Hunan, 7,7 % in Guangdong, 7,2 % in Yunnan, 1,7 % in Guizhou zwei Schriften: Mian und Bunu
Yi, Lolo, Norsu, Sani Yi 彝族 Yízú ꆇꉙ (Nuoxhxop) 8.714.393 60,6 % in Yunnan, 27,3 % in Sichuan, 10,9 % in Guizhou Yi-Schrift, siehe auch Yi-Silbenzeichen
Yugur, Gelbe Uiguren, Sari Yogur Yugur 裕固族 Yùgùzú 14.378 94,5 % in Gansu, 2,2 % in Xinjiang, 1 % in Qinghai nein
Zhuang Zhuang 壮族 Zhuàngzú Bouxcuengh (Bouчcueŋь) 16.926.381 87,8 % in Guangxi, 7,1 % in Yunnan, 3,5 % in Guangdong Zhuang-Schrift

1 Stichtag des Zensus war der 1. November 2010, 0.00 Uhr. Der Zensus fand mit Ausnahme von Hongkong und Macao in allen Gebieten statt, in denen die Regierung der VR China die tatsächliche administrative Gewalt ausübt, also z.B. nicht in Taiwan, Penghu, Jinmen, Mazu, Taiping, Dongsha und Südost-Tibet. Für die Gebiete, in denen der Zensus nicht durchgeführt wurde bzw. werden konnte wurden für den Stichtag folgende Einwohnerzahlen ermittelt (eine ethnische Untergliederung fand nicht statt): Hongkong: 7.097.600; Macao: 552.300; alle Gebiete unter Kontrolle der Behörden Taiwans: 23.162.123; Südost-Tibet: keine Angaben.

Nicht als (eigenständige) Nationalitäten anerkannte Völker und ethnische Gruppen Chinas

In China gibt es zahlreiche ethnische Gruppen, die nicht von einer der beiden chinesischen Regierungen offiziell anerkannt wurden. So werden zum Beispiel die Hui von der Regierung der Republik China nicht als Nationalität anerkannt sondern stattdessen als Han-Chinesen muslimischen Glaubens betrachtet. Für alle nicht anerkannten ethnischen Gruppen gilt, dass sie im Chinesischen nach dem Ethnonym nicht mit dem Zusatz (chinesisch ) für „Nationalität“, sondern mit dem Zusatz rén (chinesisch ) für „Menschen“ bezeichnet werden. Grundsätzlich muss man aber zwischen zwei Varianten der „Nicht-Anerkennung“ unterscheiden: Einige ethnische Gruppen sind zwar als Teil einer Nationalität anerkannt, nicht aber als eigenständige Nationalität. Andere ethnische Gruppen sind überhaupt (noch) nicht als Nationalität anerkannt. Beim Zensus des Jahres 2000 wurden in der VR China 734.438 Menschen in dieser zweiten Kategorie gezählt. In der Republik China wird die Bevölkerungszahl der elf nicht anerkannten Ureinwohner-Gruppen auf etwa 100.000 geschätzt.

Ethnische Gruppen, die nicht als eigenständige Nationalitäten anerkannt sind

Qiakala-Familie (1940er Jahre)

Einige dieser ethnischen Gruppen wurden – aus der Sicht eines Teils ihrer Repräsentanten – einer „falschen“ Nationalität zugeordnet und möchten sich entweder als eigenständige Nationalität konstituieren, oder einer anderen, bereits existierenden Nationalität zugeordnet werden. In diese Kategorie gehören u. a. die Abdal (offiziell Uiguren), die Mosuo (offiziell zum Teil Naxi, zum Teil Mongolen), die Baima (offiziell Tibeter), die Gejia (Gě-chinese.png家人, offiziell Miao) und die Kucong (offiziell Lahu).

Andere ethnische Gruppen wurden auf nachdrücklichen eigenen Wunsch einer Nationalität zugeordnet, zu der sie aus ethnologischer und historischer Sicht nicht gehören. Dazu zählen zum Beispiel die Tuwiner in Xinjiang, die Teil der Mongolen sein und bleiben wollten und die Yao auf der Insel Hainan, die unbedingt zu den Miao zählen wollten. Andere, besonders kleine Gruppen, wie zum Beispiel die Qiakala, haben sich damit abgefunden, einer großen Nationalität, hier den Mandschu, zugerechnet zu werden. Gleiches gilt für die Utsul (bzw. Hutsul oder Utsat, eine nach China migrierte Gruppe von Cham), die wie zahlreiche andere muslimische Lokalgruppen offiziell als Hui klassifiziert wurden. In gewisser Weise kann man auch die Untergruppen einiger großer Völker Chinas in diese Kategorie zählen. So sind zum Beispiel Burjaten und Oiraten außerhalb Chinas eigenständige Völker, zählen innerhalb Chinas aber beide zu den Mongolen, ohne dies jemals in Frage gestellt zu haben. Gleiches gilt für die Tày und Nùng, die in Vietnam eigenständige Völker sind, sich in China aber als ein Volk, die Zhuang, betrachten.

Tanka in Sanya bei der Arbeit

Einen Sonderfall stellen die Angehörigen der zahlreichen Untergruppen der Han-Nationalität dar. Die meisten von ihnen betrachten sich selbst als Han-Chinesen und gleichzeitig als Angehörige einer distinkten Untergruppe. Aber einige, zum Beispiel die Chuanqing in Anshun, Provinz Guizhou, setzen sich für ihre Anerkennung als Minderheiten-Nationalität ein. Weitere wichtige ethnische Gruppen innerhalb der Han-Nationalität sind zum Beispiel:

  • die Hakka (chinesisch 客家人 Kèjiārén) in Guangdong, Fujian, Taiwan, Jiangxi, Sichuan und Hainan;
  • die Hoklo (chinesisch 福佬人 Fúlǎorén) in Fujian, Taiwan, Guangdong und Hainan;
  • die Tanka (chinesisch 蜑家人 Dànjiārén) in Guangdong, Fujian, Guangxi, Hainan und Zhejiang;
  • die Lingao (chinesisch 临高人 Língāorén) im Kreis Lingao der Provinz Hainan und den angrenzenden Kreisen;
  • die Cun (chinesisch 村人 Cūnrén) in der Stadt Dongfang und im Autonomen Kreis Changjiang der Provinz Hainan;
  • die Waxiang (chinesisch 瓦乡人 Wǎxiāngrén) in Yuanling, Jishou, Chenxi, Guzhang und Zhangjiajie im Westen der Provinz Hunan.

Ethnische Gruppen, die nicht als Nationalitäten anerkannt sind

Juden in Kaifeng, spätes 19. oder frühes 20. Jahrhundert

Beide chinesische Regierungen, die der Volksrepublik und die der Republik China, verfolgen gegenüber den ethnischen Minderheiten eine Politik der "Anerkennung", wenn auch nach unterschiedlichen Kriterien und natürlich auf Grundlage der unterschiedlichen ethnischen Gegebenheiten der jeweils von ihnen verwalteten Gebiete. Während der Zustand der fehlenden Anerkennung in der Republik China keine besondere Bedeutung hat und die betreffenden Gruppen - solange die Anerkennung fehlt - einfach Teil der Mehrheitsbevölkerung sind, handelt es sich in der Volksrepublik China um einen Status, der bei den regelmäßigen Volkszählungen getrennt erfasst wird und damit offiziellen Charakter hat. Er bedeutet, dass der Staat offiziell anerkennt, dass die betreffende ethnische Gruppe keiner bereits existierenden Nationalität angehört. Dieser Status ist für die meisten Betroffenen leichter zu akzeptieren, als die Zuordnung zu einer existierenden Nationalität, mit der sie sich wenig oder überhaupt nicht identifizieren. So bemühen sich zum Beispiel die Gejia und die Chuanqing intensiv, sich diesen Status zu erhalten bzw. ihn wieder zu erlangen. Allerdings gibt es auch hier Unterschiede: So kann man davon ausgehen, dass zum Beispiel bei Caijia, Hu und Songjia in den nächsten Jahren die Zuordnung zu einer existierenden Nationalität erfolgen wird. Hingegen hat der Status zum Beispiel für die Deng, Khmu, Mang und Sherpa ganz offensichtlich dauerhaften Charakter, der es ermöglicht, sie auf Provinzebene (hier: Tibet und Yunnan) mit den anerkannten Minderheiten-Nationalitäten gleichzustellen.

Sonderfall: Chinesische Juden

Einen Sonderfall stellen die Juden in China (chinesisch 犹太人 Youtairen) dar. In der Volksrepublik China zählen sie etwa 1700 Personen (davon allein etwa 1000 in Hongkong), in der Republik China weitere etwa 200 Personen. Einige Juden hatten in den 1950er Jahren und erneut in den 1980er Jahren ihre Anerkennung als eigenständige Nationalität beantragt. Diese wurde abgelehnt. Viele Nachfahren der chinesischen Juden klassifizieren sich offenbar inzwischen selbst als Han oder Hui. Einige scheinen aber auf dem Status, nicht klassifiziert zu sein, zu bestehen. So kann angenommen werden, dass es sich bei den 30 Personen, die laut Volkszählung im Jahre 2000 in Kaifeng den Status „nicht klassifiziert“ zugesprochen bekamen, um Juden bzw. Nachfahren von Juden gehandelt hat. Gleiches gilt vermutlich für einen Teil der „nicht klassifizierten“ Personen in Shanghai, Harbin und einigen anderen Städten.

Lage Guizhous in China

Sonderfall: Provinz Guizhou

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Bei den Volkszählungen der Jahre 1982, 1990 und 2000 wurden allein in der Provinz Guizhou jeweils 748.080, 733.400 und 710.486 Menschen als "ethnisch nicht klassifiziert" eingeordnet. Das waren 93,5 %, 97,5 % und 96,74 % aller Menschen dieser Kategorie in der gesamten Volksrepublik. Während offiziell nicht anerkannte ethnische Gruppen aus Tibet (Deng und Sherpa) oder Yunnan (Mang, Khmu und Hu) in chinesischen Publikationen immer wieder ausführlich erwähnt und beschrieben werden, sind Informationen über die quantitativ so großen Gruppen Guizhous eher spärlich und meistens knapp gehalten. Einer der Gründe dafür dürfte die Ansicht der chinesischen Regierung sein, den "Sonderfall Guizhou" spätestens bis zur Volkszählung (November 2010) gelöst zu haben, d. h. die Zahl der Menschen, die offiziell keine anerkannte Nationalität haben, drastisch zu vermindern, auf ein Maß, das auch in anderen, durchschnittlichen Provinzen anzutreffen ist. Dabei wurden und werden die diversen nicht anerkannten ethnischen Gruppen den nächst verwandten (oder aus anderen Gründen "passenden") bereits anerkannten Nationalitäten zugeordnet. Im Jahre 1981 gab es in Guizhou noch 23 ethnische Gruppen ohne offizielle Zuordnung zu einer Nationalität. Es waren dies:

1981 offiziell nicht klassifiziert Chinesisch Pinyin Verbreitungsgebiete Bevölkerungszahl (1985) Jahr der Klassifikation Klassifiziert als:
Caijia 蔡家人 Càijiārén Qianxi, Qixingguan, Nayong, Hezhang, Zhijin, Shuicheng, Liuzhi 20.000 -- --
Changpao Yao 长袍瑶 Chángpáo Yáo Libo, Wangmo 300 (zusammen mit den Youmai, s. u.) 1982-1985 Yao
Chenzhou 辰州人 Chénzhōurén Pingtang unklar 1982-1985 Han
Chuanqing 穿青人 Chuānqīngrén Bijie (vor allem Zhijin und Nayong), Anshun, Liupanshui über 600.000 nach 1996 Han (wird erneut überprüft)
Diao 刁人 Diāorén Congjiang 984 (zusammen mit den Xialusi, s. u.) 1982-1985 Dong
Dongjia 东家人 Dōngjiārén Majiang, Kaili, Duyun, Fuquan über 40.000 1996 She
Gejia Gě-chinese.svg家人 Gějiārén Huangping, Kaili, Guanling, Shibing 40.000 nach 1996 Miao (wird erneut überprüft)
Laba 喇叭人 Lǎbārén Qinglong, Pu'an, Liuzhi, Shuicheng, Pan, Longli über 60.000 1982-1985 Miao
Limin 里民 Lǐmín Qinglong, Guanling, Zhenning, Shuicheng 70.000 1982-1985 Yi
Liujia 六甲人 Liùjiǎrén Rongjiang 152 1982-1985 Han
Longjia 龙家人 Lóngjiārén Bijie, Anshun, Liupanshui über 10.000 1988 Bai
Lu 卢人 Lúrén Qianxi, Jinsha, Dafang 7747 1982-1985 Manju
Mojia 莫家人 Mòjiārén Dushan, Libo 17.017 1982-1985 Bouyei
Mulao 木佬人 Mùlǎorén Majiang, Kaili, Duyun, Fuquan, Weng'an 28.000 1993 Mulam
Nanjing 南京人 Nánjīngrén Bijie, Anshun, Liupanshui 61.171 1982-1985 Han
Qixing 七姓民 Qīxìngmín Shuicheng, Weining, Hezhang 7589 1982-1985 Bai
Raojia 绕家人 Ràojiārén Majiang, Duyun über 9000 1992 Yao
Sanqiao 三撬人 / 三锹人 Sānqiàorén / Sānqiāorén Liping 2374 1982-1985 z. T. Miao, z. T. Dong
Xialusi 下路司人 Xiàlùsīrén Congjiang 984 (zusammen mit den Diao, s. o.) 1982-1985 Dong
Xijia 西家人 Xījiārén Kaili, Duyun, Majiang über 9000 1982-1985 Miao
Yanghuang 佯亻黄人 Yánghuángrén Pingtang, Dushan, Huishui, Luodian 40.000 1990 Maonan
Yiren 羿人 / 弈人 Yìrén / Yìrén Qixingguan; in Sichuan: Xuyong und Gulin 1015 (in Sichuan: über 300) 1982-1985 Gelao; in Sichuan: z. T. Yi, z. T. Han
Youmai 油迈人 Yóumàirén Libo, Wangmo 300 (zusammen mit den Changpao Yao, s. o.) 1982-1985 Yao

Ganz überwiegend verliefen diese Klassifizierungen im Einverständnis mit der jeweils betroffenen Bevölkerung und wurden auch akzeptiert. Verblieben sind vier Probleme:

  • Bis auf die 1140 Betroffenen im Sondergebiet Liuzhi, die im Oktober 1989 auf eigenen Wunsch hin als Angehörige der Yi-Nationalität klassifiziert wurden, bleiben etwa 20.000 Caijia Guizhous nach wie vor ohne offizielle ethnische Zugehörigkeit.
  • Die Songjia (宋家人) in Wudang, Kaiyang, Xiuwen, Longli und Guiding haben erst in den 2000er Jahren einen Antrag auf Klassifikation gestellt, über den noch nicht entschieden wurde. Im Gespräch sind die Zuordnung zu den Miao, den Bouyei oder den Han.
  • Die 40.000 Gejia sind mit ihrer Klassifizierung als Miao derart unzufrieden, dass sie weiter für ihre Anerkennung als eigenständige Nationalität kämpfen. Ob sie beim Zensus im November 2010 als "Miao" oder als "nicht klassifiziert" eingeordnet werden, bleibt noch abzuwarten.
  • Die über 600.000 Chuanqing sind bisher nicht bereit, ihre Klassifizierung als Han-Chinesen zu akzeptieren. Sie machten beim Zensus des Jahres 2000 den allergrößten Teil der "nicht klassifizierten" in Guizhou aus. Sollten sie beim Zensus im November 2010 als "Han" gezählt werden, würde die Zahl der "nicht klassifizierten" in Guizhou definitiv unter 100.000 sinken.

Innerhalb Guizhous konzentrierte sich beim Zensus des Jahres 2000 die große Mehrheit der "nicht klassifizierten" auf wenige Kreise, kreisfreie Städte und Stadtbezirke. Vor allem in Zhijin, Nayong und Dafang handelt es sich dabei nahezu komplett um Chuanqing.

Kreis/Stadt/Stadtbezirk Einwohner davon ohne ethnische Klassifizierung Anteil an der Kreisbevölkerung Anteil an der nicht klassifizierten Bevölkerung Guizhous Anteil an der nicht klassifizierten Bevölkerung Chinas
Zhijin 825.350 239.369 29 % 33,69 % 32,59 %
Nayong 661.772 224.840 33,98 % 31,65 % 30,61 %
Dafang 851.729 60.366 7,09 % 8,5 % 8,22 %
Guanling 280.755 60.071 21,4 % 8,45 % 8,18 %
Qingzhen 471.305 24.985 5,3 % 3,52 % 3,4 %
Puding 353.803 23.256 6,57 % 3,27 % 3,17 %
Huangping 292.121 19.733 6,76 % 2,78 % 2,67 %
Zhongshan 453.293 16.712 3,69 % 2,35 % 2,28 %
Kaili 433.236 12.078 2,79 % 1,7 % 1,64 %

Neben diesen - auch durch den Zensus - offensichtlichen Problemen und ungelösten Fragen der ethnischen Klassifikation in Guizhou, scheint es auch noch ein paar nicht so offensichtliche Probleme zu geben. Als Beispiel sei hier die angebliche "Li"-Bevölkerung Guizhous genannt. Bei der Volkszählung des Jahres 2000 wurden in Guizhou 56.082 angebliche "Li" gezählt. Diese Zahl kann unmöglich stimmen. Die Li sind die Ureinwohner der Inselprovinz Hainan und haben vor und nach Gründung der VR China ihre Heimatinsel nur in vergleichsweise geringer Zahl verlassen. Natürlich steigt die Zahl von Bevölkerungsbewegungen in einer modernen Gesellschaft und so ziehen selbstverständlich Li in wachsender Zahl aus beruflichen oder persönlichen Gründen (Heirat) in andere Provinzen. So können die 316 Li, die laut Zensus 2000 in der Provinz Sichuan oder auch die 1426 Li, die in der Provinz Yunnan leben, durchaus ernst genommen werden. Die Zahl für Guizhou ist aber - zurückhaltend gerechnet - wenigstens 50 mal zu hoch. Dieses Rätsel ist relativ leicht zu lösen: Im Namen der in der obigen Tabelle der 23 nicht klassifizierten Gruppen des Jahres 1981 genannten 70.000 Limin steht das Li für das Ethnonym und min einfach nur für "Volk", "Menschen". Zwar schreiben sich die "echten" Li von Hainan mit dem Schriftzeichen 黎, die Guizhouer Limin hingegen (eigentlich) mit dem Schriftzeichen 里, aber ein Abgleich der Hauptsiedlungsgebiete der Limin (Qinglong, Guanling, Zhenning, Shuicheng) mit den Kreisen, in denen die meisten Menschen leben, denen es gelang, sich als Li klassifizieren zu lassen, legt die Schlussfolgerung nahe, dass diese beiden Gruppen identisch oder wenigstens größtenteils identisch sein dürften:

Kreis Einwohner davon klassifiziert als Li Anteil an der Kreisbevölkerung Anteil an der als „Li“ klassifizierten Bevölkerung Guizhous
Pu'an 259.881 13.045 5,02 % 23,26 %
Zhenning 308.569 10.135 3,28 % 18,07 %
Qinglong 258.031 7.778 3,01 % 13,87 %
Guanling 280.755 7.090 2,53 % 12,64 %
Pan 1.070.802 5.302 0,5 % 9,45 %
Shuicheng 678.228 2 0,0 % 0,004 %

Einzig in Shuicheng scheinen die Limin ihre Klassifikation als Yi akzeptiert zu haben. Jedenfalls leben 44,6 % aller im Zensus der "echten" Li-Nationalität zugerechneten Menschen in den Kreisen, die als Hauptsiedlungsgebiet der Limin genannt werden. Ob es sich in Pu'an und Pan auch um Limin handelt, oder sich auch eine andere einheimische ethnische Gruppe kurzerhand "Li" nennt, ist noch zu untersuchen. Es bleibt auch abzuwarten ob es beim kommenden Zensus (November 2010) gelingen wird, die Zahl der "Li" in Guizhou drastisch nach unten zu korrigieren.

Liste der nicht als Nationalitäten anerkannten Völker und ethnischen Gruppen Chinas

Name, Namensvarianten Chinesisch Pinyin Untergruppen Klassifikation der Sprache Bevölkerungszahl Verbreitungsgebiete in China Status
Babuza, Maowu 巴布萨人 / 猫雾人 Bābùsàrén / Māowùrén keine Austronesisch, Formosisch, Paiwanisch (fast ausgestorben) unklar Zhanghua auf Taiwan Anerkennung beantragt
Caijia 蔡家人 Càijiārén keine über 20.000 Qianxi, Qixingguan, Nayong, Hezhang, Zhijin, Shuicheng und Liuzhi in Guizhou offiziell nicht anerkannt
Deng, Dengba 僜人 / 僜巴人 Dèngrén / Dèngbārén Darang (达让人) und Geman (格曼人) Sino-Tibetisch, Tibeto-Birmanisch, Nord-Assamisch über 1000 Zayü in Tibet offiziell nicht anerkannt
Hoanya 洪雅人 / 和安雅人 / 洪安雅人 Hóngyǎrén / Hé’ānyǎrén / Hóng’ānyǎrén Arikun (阿立昆人) und Lloa (罗亚人) Sprache ausgestorben unklar Zhanghua, Jiayi und Nantou auf Taiwan Anerkennung beantragt
Hu 户人 Hùrén keine Austro-Asiatisch, Mon-Khmer, Nördliches Mon-Khmer ca. 1500 Mengla und Jinghong in Yunnan offiziell nicht anerkannt
Ili-Türken 伊犁土尔克人 Yīlí Tǔ’ěrkèrén keine Altaisch, Turkisch, Ost-Turkisch 100-200 Gulja in Xinjiang unklar (wurden möglicherweise inzwischen als "Usbeken" klassifiziert)
Kakabu, Kaxabu, Kahabu 噶哈巫人 Gáhāwūrén keine Sprache ausgestorben unklar Puli auf Taiwan Anerkennung beantragt (galten früher als Untergruppe der Pazeh)
Ketagalan 凯达格兰人 Kǎidágélánrén Basay (马赛人), Trobian (多啰美人), Luilang (雷朗人) Sprache ausgestorben unklar Danshui, Taibei, Jilong und Taoyuan auf Taiwan Anerkennung beantragt
Khabit, Buxing 必定人 Bìdìngrén keine Austro-Asiatisch, Mon-Khmer, Nördliches Mon-Khmer, Khmuisch, Khao über 600 Mengla in Yunnan unklar (werden möglicherweise inzwischen als Teil der Khmu betrachtet)
Khmu, Kammu, Khammu 克木人 Kèmùrén Manmet (克蔑人) und Kuanren (宽人) Austro-Asiatisch, Mon-Khmer, Nördliches Mon-Khmer, Khmuisch, Mal-Khmu’ ca. 5000 Mengla und Jinghong in Yunnan offiziell nicht anerkannt
Makatao, Makalao, Makattao 马卡道人 Mǎkǎdàorén keine Sprache ausgestorben unklar Fengshan auf Taiwan Anerkennung beantragt (galten früher als Untergruppe der Siraya)
Mang1 莽人 Mǎngrén keine Austro-Asiatisch, Mon-Khmer, Nördliches Mon-Khmer über 500 Jinping in Yunnan offiziell nicht anerkannt
Papora, Papura 巴布拉人 / 拍瀑拉人 Bābùlārén / Pāipùlārén Favoran (费佛朗人) Sprache ausgestorben unklar Taizhong auf Taiwan Anerkennung beantragt
Pazeh 巴则海人 / 拍宰海人 / 巴宰人 Bāzéhǎirén / Pāizǎihǎirén / Bāzǎirén keine Austronesisch, Formosisch, Paiwanisch (fast ausgestorben) unklar Puli auf Taiwan Anerkennung beantragt
Qauqaut 猴猴人 Hóuhóurén keine Sprache ausgestorben unklar Su’ao auf Taiwan unklar
Sherpa 夏尔巴人 Xià’ěrbārén keine Sino-Tibetisch, Tibeto-Birmanisch, Bodisch, Tibetanisch ca. 2600 Dinggyê und Nyalam in Tibet offiziell nicht anerkannt
Siraya 西拉雅人 Xīlāyǎrén keine Sprache ausgestorben unklar Tainan auf Taiwan Anerkennung beantragt
Songjia 宋家人 Sòngjiārén keine unklar Wudang, Kaiyang, Xiuwen, Longli und Guiding in Guizhou offiziell nicht anerkannt
Taokas 道卡斯人 Dàokǎsīrén keine Sprache ausgestorben unklar Puli auf Taiwan Anerkennung beantragt
Tavorlong, Taivoan 大武壟人 / 四社熟番 Dàwǔlǒngrén / Sìshè shúfān keine Sprache ausgestorben unklar Tainan auf Taiwan Anerkennung beantragt (galten früher als Untergruppe der Siraya)
Thami, Tami 塔米人 Tǎmǐrén keine Sino-Tibetisch, Tibeto-Birmanisch, West-Himalayisch ca. 500 Nyalam in Tibet unklar

1 Die Mang sind nicht zu verwechseln mit den Mường (芒族) in Vietnam. Auch die Mehrheit der Mang lebt in Vietnam und wird dort Mảng (ca. 2100 Menschen) genannt.

Siehe auch

Literatur

  • June Teufel Dreyer: China’s forty millions. Minority nationalities and national integration in the People’s Republic of China (Cambridge, Harvard University Press 1976), ISBN 0-674-11964-9.
  • Wolfram Eberhard: China's minorities. Yesterday and today (Belmont, Wadsworth 1982), ISBN 0-534-01080-6.
  • Fei Hsiao Tung [Fei Xiaotong]: Toward a people’s anthropology (Beijing, New World Press 1981).
  • Thomas Heberer: Nationalitätenpolitik und Ethnologie in der Volksrepublik China (Bremen, Übersee-Museum 1982), ISBN 3-88299-035-X.
  • Thomas Heberer: Nationalitätenpolitik und Entwicklungspolitik in den Gebieten nationaler Minderheiten in China (Universität Bremen 1984), ISBN 3-88722-087-0.
  • Thomas Heberer (Hrsg.): Ethnic minorities in China. Tradition and transformation (Aachen, Rader 1987), ISBN 3-922868-68-1.
  • Ma Yin: Die nationalen Minderheiten in China (Beijing, Verlag für fremdsprachige Literatur 1990), ISBN 7-119-00010-1.
  • Colin Mackerras: China's minorities. Integration and modernization in the twentieth century (Hong Kong etc., Oxford University Press 1994), ISBN 0-19-585988-X.
  • National minorities in new China (Beijing, Verlag für fremdsprachige Literatur 1954).
  • Ogawa Yoshikazu 小川佳万: Shakaishugi Chūgoku ni okeru shōsū minzoku kyōiku: "minzoku byōdō" rinen no tenkai 社会主義中国における少数民族教育:「民族平等」理念の展開 (Tōkyō, Tōshindō 東信堂 2001), ISBN 4-88713-384-7.
  • Edgar Tomson: Die Volksrepublik China und das Recht nationaler Minderheiten (Metzner 1963).
  • Zhang Weiwen; Zeng Qingman: In search of China’s minorities (Beijing, New World Press 1993), ISBN 7-80005-176-5.

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02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
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19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
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27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
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11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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