Ulrich Schneider (* 1950 in Amberg) ist ein deutscher Kunsthistoriker.

Leben und Wirken

Ulrich Schneider studierte von 1971 bis 1980 Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Christliche Archäologie und Geschichte an den Universitäten Regensburg, Erlangen und Heidelberg und wurde 1981 bei Hans Belting in Heidelberg promoviert. Daran schloss sich ein Forschungsaufenthalt als Länderstipendiat Baden-Württembergs am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München an. Von 1981 bis 1984 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. 1984 ging er nach Aachen, wo er zunächst Baureferent der städtischen Museen, ab 1996 Leiter der Abteilung Textil, Möbel, Schmuck und Spiele und von 1990 bis 2003 Direktor des Suermondt-Ludwig-Museums, des Couven-Museums und des Museums Burg Frankenberg war. 1999 wurde er zum Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der RWTH Aachen ernannt.

Vom 1. Mai 2003 bis zu seinem Ruhestand 2011 war er Leitender Direktor des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Darüber hinaus übernahm er 2003 einen Lehrauftrag am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt und wurde ein Jahr später zum Honorarprofessor der Universität ernannt.

Für seine Verdienste um die bilaterale Kulturarbeit erhielt Schneider 2001 das Offizierskreuz des Verdienstordens der Italienischen Republik und 2011 das Ritterkreuz des französischen Ordre des Arts et des Lettres.

Weblinks

Die News der letzten Tage

17.06.2022
Archäologie | Kultur
Neue Zeugnisse aus der Tempelstadt Heliopolis
Ein ägyptisch-deutsches Grabungsteam hat bei gerade abgeschlossenen Ausgrabungen im Nordosten Kairos bedeutende Zeugnisse aus der Geschichte der Tempelstadt Heliopolis gefunden.
14.06.2022
Wanderungen | Archäologie | Kultur
Die Römer brachten das Maultier mit
Erst die Römer brachten auch Maultiere im ersten Jahrhundert über die Alpen nach Norden, davor wurden in Mitteleuropa ausschließlich Pferde als Reittiere genutzt.
10.06.2022
Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Hirse in der Bronzezeit: Ein Superfood erobert die Welt
Bereits vor 3500 Jahren lebten die Menschen in einer globalisierten Welt.
09.06.2022
Genetik | Wanderungen | Homo sapiens
Das prähistorische Wallacea – ein genetischer Schmelztiegel menschlicher Abstammungslinien
Die Inseln Wallaceas im heutigen Ostindonesien wurden bereits vor langer Zeit von modernen Menschen besiedelt.
18.05.2022
Sprache | Primaten
Tierisch flexibel: Wie Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht.
17.05.2022
Paläoökologie | Nach_der_Eiszeit | Ernährung
Zündeln vor 9.500 Jahren
Schon vor 9500 Jahren setzten die Menschen in Europa Brandrodung ein, um Land für sich nutzbar zu machen.
17.05.2022
Nach_der_Eiszeit | Archäologie | Kunst
Spektakuläre Deckengemälde im Tempel von Esna entdeckt
Deutsche und ägyptische Forscher haben im Tempel von Esna in Oberägypten eine Serie farbenprächtiger Deckenbilder freigelegt.