Berthold Werner / Public domain

Tabgha


Tabgha
Tabgha
Basisdaten
hebräisch: עין שבע
arabisch: عين الطابغة
lateinisch: Heptapegon (septem fontes)
Staat: Israel Israel
Bezirk: Nord
Koordinaten: 32° 52′ N, 35° 33′ O32.87305555555635.549166666667-200Koordinaten: 32° 52′ 23″ N, 35° 32′ 57″ O
Höhe: 200 m unter dem Meeresspiegel
 
Einwohner: 25 (ca.)
 
Zeitzone: UTC+2
Telefonvorwahl: (+972) 06
Postleitzahl: 14100
 
Gemeindeart: Lokalverband
Website:
Tabgha (Israel)
Tabgha
Tabgha

Tabgha [tabɡɑ] ist eine Ortschaft am Nordufer des See Genezareth in Galiläa im nördlichen Teil Israels. Es ist der Austrittspunkt mehrerer Quellen, die in den See münden, und eine christliche Pilgerstätte, die mit dem Wirken Jesu, insbesondere der überlieferten Brotvermehrung, in Verbindung gebracht wird.

In den Evangelien nehmen der See und allgemein Galiläa als erster Wirkungsbereich Jesu eine wichtige Rolle ein. In Tabgha befinden sich die Brotvermehrungskirche, die Primatskapelle und antike Ruinenreste der Kapelle der Seligkeiten, die der Tradition nach an das Handeln von Jesus erinnern. Die Kirchen werden von zwei Klostergemeinschaften – italienischen Franziskanern und deutschen Benediktinern – betreut. Als Einrichtung für Gäste ist ein Pilgerhaus vorhanden und südlich der Brotvermehrungskirche wurde zu Beginn der 1980er Jahre eine Behinderten- und Jugendbegegnungsstätte eingerichtet. In unmittelbarer Nähe liegen weitere christliche Stätten, vor allem der Berg der Seligpreisungen nördlich, Kafarnaum sowie Bethsaida östlich und Magdala südlich von Tabgha.

Seit dem 30. Juni 2000 stehen der See Genezareth und seine antiken Stätten Korazim, Kafarnaum und Tabgha auf der Tentativliste der UNESCO, der Vorschlagliste für einen Eintrag auf der Welterbeliste.[1]

Namensformen

Der Name Tabgha ist die verkürzte Form der arabischen Ortsbezeichnung ‏عين الطابغة‎, DMG ʿAin at-Tābġa; diese Bezeichnung leitet sich vom griechischen Heptapegon (chorion) (Επτάπηγον, wörtlich: Siebenquelliges Landstück) ab. Bereits Pilger in der byzantinischen Zeit benannten den Ort so, weil dort sieben Quellen entspringen. Auch die hebräische Bezeichnung des Ortes עין שבע (En Scheva) bedeutet Siebenquell.

Geographie

Tabgha am See Genezareth
See Genezareth

Lage

Tabgha liegt in Galiläa im nördlichen Teil Israels unmittelbar am Nordwestufer des Sees Genezareth. Um den See führt eine Uferstraße. Zwei Kilometer südwestlich von Kafarnaum weicht die Straßenführung nach Tiberias einem Bergausläufer aus. Auf dem Berg liegt die Kirche der Seligpreisungen, fünf bis zehn Meter über der Straße am Steilhang befinden sich die antiken Ruinenreste der Kapelle der Seligkeiten. Auf der anderen Straßenseite etwa auf der Höhenlinie 200 m unter NN treten die ersten Quellen aus. Das Landstück Heptapegon reicht von diesen Quellen bis zum Berg Kinneret im Westen.

Geologische Verhältnisse

Übersichtskarte über die Austrittspunkte der sieben Quellen

Am Ufer des Sees Genezareth treten mehrere Quellen aus. Dabei werden zwei Gruppen unterschieden, solche mit einem hohen Kalzium-Anteil, dazu gehören die Quellen in Tabgha sowie die von Fuliya und Tiberias, und solche mit einem hohen Magnesium-Anteil, dazu zählen die Quellen an der Süd-Ostseite des Sees, wie Gofra, Ha'On 1 und Hammat Gader. Die sieben Quellen von Tabgha sind in ihrem Salzgehalt und in ihrer Temperatur sehr verschieden. Sie gehen auf tief ins Erdinnere reichende geologische Verwerfungen zurück. Etwa 500 Meter weiter nach Westen trifft in der Talsenke die von Rosh Pina kommende Straße auf die Uferstraße nach Tiberias; hier verläuft die zweite tief reichende geologische Verwerfung. Im Einzugsgebiet von Tabgha streichen die Gesteine der Judea-, Mt. Scopus- und der Avedat-Gruppe aus. Den östlichen Teil Tabghas bildet der basaltische Korazim-Block. Die Grundwasser stammen überwiegend aus dem Oberen Aquifer und unterscheiden sich bezüglich der Chloridität (0,2 bis 2,4 g/l) und Temperatur (19 bis 39 °C). Grund dafür ist die Abhängigkeit der aufsteigenden Sole vom Mischungsgrad mit nicht salinarem Grundwasser.[2][3]

Ortsgliederung

Das heutige Tabgha ist ein Pilgerort und umfasst das Priorat Tabgha der Dormitio-Abtei zu Jerusalem, zu dem die Brotvermehrungskirche, das Benediktinerkloster, ein Pilgerhaus, eine Stätte zur Behinderten- und Jugendbegegnung, ein Schwesternhaus und umfangreiche Plantagen gehören. Westlich davon, am Fuß des Tell el Oreme, hat der Deutsche Verein vom Heiligen Lande das alte Pilgerhospiz, das nach der Staatsgründung des Staates Israel lange Zeit als Jugendherberge diente, renoviert und erweitert. Der Tell el Oreme, die neue Jugendherberge Karei Deshe und eine in der Nähe befindliche Ausgrabung eines muslimischen Palastes gehören zu Tabgha und liegen auf dem Besitz des Deutschen Vereins vom Heiligen Land. Östlich des Priorates Tabgha, von der Kustodie des Heiligen Landes der Franziskaner (OFM) betreut, liegt die Primatskapelle. 50 Meter weiter östlich an der Straße Richtung Kafarnaum steht der aus der byzantinischen Zeit stammende Turm, der im Arabischen Hammam Ayub (Bad des Ijob) oder auch Tannur Ayub (Ofen des Ijob) genannt wird, und der eine der Quellen Tabghas fasst.[4] Am südöstlichen Rand von Tabgha im See Genezareth befinden sich Reste einer kleinen Hafenanlage, die aufgrund der dort entdeckten Keramik in das 3. und 4. Jahrhundert datiert wird. Auch unregelmäßige Anker aus Basalt konnten dort geborgen werden.[5]

Klima

Das Klima in Tabgha ist eine Mischung aus Mittelmeer- und Steppenklima. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 22,9 °C. Die wärmsten Monate sind Juli, August und September mit durchschnittlich 27, 28 beziehungsweise 26 °C und die kältesten Dezember, Januar und Februar mit 15, 14 beziehungsweise 15 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Dezember und im Januar mit durchschnittlich 130 Millimeter, der geringste von Mai bis September mit durchschnittlich weniger als fünf Millimeter. Der Jahresdurchschnitt an Niederschlägen liegt bei 463 Millimeter. Die Lufttemperaturen steigen im Sommer auf über 40 °C und die Wassertemperaturen auf bis zu 30 °C. Der Wind bläst häufig stark ablandig vom Westen und breitet sich über den See abschwächend nach Osten aus.[6] Der frühsommerliche Wüstenwind (arab. Chamsin, hebr. Scharav) kann starke Hitzewellen mit bis zu 50 °C bringen. Die Wassermasse des See Genezareth bildet einen Wärmespeicher, der durch seine Abstrahlung im Winter zu Durchschnittstemperaturen von 14 °C beiträgt.[7]

Niederschläge und Temperaturen von Tiberias neun Kilometer südlich von Tabgha
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 14 15 17 20 22 24 27 28 26 24 20 15 Ø 21
Niederschlag (mm) 130 95 60 15 4 0 0 0 2 18 80 130 Σ 534
Wassertemperatur (°C) 15,7 14,7 16,0 19,4 23,2 26,7 27,9 28,6 28,4 26,3 22,3 18,0 Ø 22,3
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Quelle: Temperaturen und Niederschläge[8] und Wassertemperaturen[9]

Flora und Fauna

Klippschliefer in Tabgha im November 2008

In Tabgha wurden immer wieder Reihen von Palmen angepflanzt. Von den früher für die Bodenentwässerung gesetzten Eukalyptusbäumen musste nach mehreren Sturmschäden Ende der 1990er Jahre ein Großteil aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Auf dem Gelände blühen an vielen Stellen große Bougainvillea-Büsche. An Nutzpflanzen wurden auf den landwirtschaftlichen Flächen zuletzt überwiegend Mangos und Grapefruits angebaut. An Landtieren sind aufgrund der relativ hohen Temperaturen im Sommer vor allem Klippschliefer (Procavia capensis syriaca), Chamäleons (Chamaeleoninae) und Geckos (Gekkonidae) anzutreffen.

Im Seebereich vor den Quellen von Tabgha schwimmen der so genannte Petrusfisch (Tilapia galilea, arabisch Musht) sowie die Kinneret-Sardine (Acanthobrama terrae-sanctae), aber auch die Süßwassermuschel (Unio tigridis) in der essbaren Unterart Unio tigridis terminalis und die Süßwasserschnecke der Art Melanopsis praemorsa.

Für frühere Epochen, als das Ufer des Sees noch deutlich sumpfiger und mit Papyrus bestanden war, sind Wildschweine und Flusspferde (Hippopotamus amphibius) durch Knochenfunde nachweisbar. Während Erstere bis heute an der Jordanmündung vorhanden sind, kamen Letztere wohl nur bis in die späte Eisenzeit am See Gennesaret vor.[10]

Geschichte

Blick von Dalmanuta nach Südwesten auf den Tell-el-Oreme mit der antiken Stadt Kinneret

Ur- und Frühgeschichte sowie Antike

In der Sammlung der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte in Brüssel befinden sich mehrere mittelsteinzeitliche Fundstücke wie Steinmesser mit der Fundortangabe Tabgha.[11]

Im südwestlichen Teil von Tabgha in den Schichten des Tell el Oreme befinden sich die Überreste der biblischen Stadt Kinneret. Anhand der gefundenen Keramik wurde sie in die Mittlere und Jüngere Bronzezeit datiert. Die Stadt war von einer über zehn Meter breiten Stadtmauer umgeben. Zwischen dem Tell el Oreme und Tabgha verlief während der Zeit der römischen Besetzung die Via Maris, eine Römerstraße, die Ägypten mit den nördlicheren römischen Provinzen verband. Auch die Reste eines römischen Aquäduktes, der parallel zu dieser Straße verlief, sind erhalten.

Biblischer Bezug

Moderner Altar über dem (versetzten) Felsstück und den Mosaiken des 5. Jh.

Drei Geschichten aus dem Neuen Testament werden nach der traditionellen Überlieferung mit Tabgha in Verbindung gebracht. Zwar reichen die Traditionen bis ins 3. Jahrhundert zurück, belastbare Anhaltspunkte dafür, dass die Ereignisse tatsächlich in Tabgha stattgefunden haben, gibt es jedoch nicht.

  1. Die Speisung der Fünftausend – nach biblischer Überlieferung soll Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen 5000 Männer sowie Frauen und Kinder gespeist haben (Mt 14,13–21 EU und Parallelstellen).
  2. Die Einsetzung des Papsttums – die Erscheinung des auferstandenen Jesus, über die das Johannesevangelium (Joh 21 EU) berichtet, wird ebenfalls in Tabgha lokalisiert: Jesus erscheint seinen Jüngern während des Fischens am Seeufer und beauftragt Simon Petrus nach einem gemeinsamen Mahl dreimal, „seine Lämmer zu weiden“. Nach katholischer Lesart erfolgt in diesem Auftrag die Einsetzung des Petrus zum Oberhaupt aller Gläubigen und damit zum ersten Papst.
  3. Auch die Heilung des Aussätzigen durch Jesus soll sich in dem 200 Meter entfernten Turm Tannur Ayub zugetragen haben (Mt 8,1–5 EU). Dafür, dass schon die frühen Christen diesen Platz als den Ort verehrten, an dem Jesus den Aussätzigen heilte, sprechen Erwähnungen des Ortes in frühen Pilgerberichten. Die arabischen Beduinen der Gegend haben diese Geschichte in ihre Tradition aufgenommen. Da der Koran jedoch an Aussätzigen nur Ijob kennt, wurde der Ort mit diesem identifiziert.

Spätantike Geschichte

Rabenfisch (Sciaena umbra)

Die Quellen des Ortes werden bereits in einer Beschreibung von Josephus Flavius genannt. Bei der Eroberung Taricheas im Jahre 67 durch Kaiser Vespasian beschreibt Flavius den Jordanlauf sowie Landschaft und See Gennesar. Dabei schreibt er: „Zu dem milden Klima gesellt sich dann eine sehr kräftige Quelle, […] Einige haben diese Quelle schon für eine Ader des Nil gehalten, da in ihr Rabenfische wie im See bei Alexandria sich finden.“[12]

Mosaik im nordöstlichen Teil der Kirche über den Resten des Kirchenbaus aus dem 4. Jh.

Die erste Kirche am Ort war ein einschiffiger Bau, von 15,5 × 9,5 Meter Größe, der an der Straße ausgerichtet und noch nicht geostet war. Diese Kirche ist im 4. Jahrhundert errichtet worden. Ein 1911 entdeckter Basaltstein trug die Grabinschrift eines gewissen Josephus, in dem einige Forscher den Erbauer des ersten Kirchenbaus sehen.[13] Dieser Bau ist die erste Kirche in ganz Galiläa, die von einer Pilgerin gesehen und schriftlich bezeugt wurde, denn von 381 bis 384 bereiste die Jungfrau Egeria (auch Aetheria oder Etheria) das Heilige Land und verfasste darüber einen Reisebericht. Über Tabgha schrieb sie: „Dort am Meere [von Galiläa] ist eine Ebene mit viel Gras und Palmen und daneben sieben Quellen, die reichlich Wasser liefern. In dieser Ebene hat der Herr mit fünf Broten und zwei Fischen das Volk gespeist. Der Stein, auf den der Herr das Brot legte, ist zu einem Altar gemacht.“[14]

Im 5. Jahrhundert wurde der erste Bau durch eine größere dreischiffige kreuzförmige Säulenbasilika ersetzt. Dieser Kirchenbau wird 530 in der Beschreibung heiliger Stätten von Theodosius genannt. Die nächste und letzte antike Nennung des Ortes findet sich bei dem anonymen Pilger von Piacenza, der um 570 berichtet, dass er den Ort der Speisung der Fünftausend besucht hat und dort ausgedehnte Felder und Pflanzungen von Ölbäumen und Palmen gesehen habe. Die Basilika wurde während der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts zerstört. Ob im Verlauf der persischen (614) oder arabischen (635) Invasion ist ungeklärt. Der gallische Bischof Arkulf, der um 670 die Quellen besuchte, fand kein stehendes Gebäude mehr, sondern nur noch umgestürzte Säulen.[13]

Mittelalter und Frühneuzeit

Das bescheidene Hangkloster mit der Kapelle der Seligpreisungen und das schlichte Heiligtum der Mensa Domini am Ufer des Sees scheinen weiterbestanden zu haben. Während der Kreuzzüge wurde die Mensa Domini mit einer norwegischen Stabkirche überbaut. Nördlich davon errichteten die Kreuzfahrer einen Turm, der jedoch bald nach den Kreuzzügen wieder verfiel.[13] Insgesamt ist Tabgha im Mittelalter vollständig verödet. Einzig über Karten wurde der biblische Bezug weiter überliefert.

Im Jahr 1596 wurde das Dorf „Al-Tabigha“ als Teil des Osmanischen Reiches gegründet. Es war ein Dorf mit ungefähr 44 Einwohnern im Nahiya-Bezirk von Jira innerhalb des Distrikts von Safed.[15] Während des Census 1931 wurde dokumentiert, dass al-Tabigha aus 53 Häusern bestand und eine Bevölkerung von 223 Moslems, 21 Christen und einem Juden aufwies.[16]

Wiederentdeckung und archäologische Erforschung

Brotvermehrungskirche Tabgha

Im 19. Jahrhundert ragten nur noch wenige Mauerzüge aus dem Boden und die Bedeutung des Ortes war zunächst weitgehend unbekannt. Erst 1887 wurde eine landwirtschaftliche Siedlung angelegt; dabei entdeckte man die ersten Mosaiken. Der deutsche Vermessungsingenieur Gottlieb Schumacher, der am Bau der Hedschasbahn beteiligt war, empfahl auf einer Tabgha-Karte von 1889 Ausgrabungen vorzunehmen.[17][18]

Bei der vom 11. Oktober bis 26. November 1898 dauernden Palästinareise Kaiser Wilhelms II. wurde dieser von Pastor Herman Baumeister (1867–1898), dem Vertreter der in Tabgha ansässigen Christen, am 25. Oktober in Haifa begrüßt.

Die ersten, im März 1911 begonnenen archäologischen Grabungen im Auftrag der Görres-Gesellschaft unter Leitung von Paul Krage mussten aufgrund ungeklärter Besitzverhältnisse am südlichen Grundstücksrand schon bald wieder eingestellt werden.

Während des Ersten Weltkrieges kam es auch in Tabgha, das im Gebiet des Osmanischen Reiches lag und von Deutschen bewohnt war, zu Kampfhandlungen. Davon zeugen mehrere Grabinschriften auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Nazareth. Über das genaue Ausmaß ist jedoch nichts bekannt.

Im Februar 1932 wurden die archäologischen Grabungen, diesmal unter Leitung von Andreas Evaristus Mader, wieder aufgenommen. Auch der deutsche Archäologe Oswin Puttrich-Reignard nahm für mehrere Wochen an der Grabung der Görres-Gesellschaft teil. Die dabei aufgedeckten Mosaikflächen wurden 1936 von Bernhard Gauer aus Düsseldorf restauriert und durch den Bau einer einfachen Hallenkirche vor der Zerstörung geschützt. Diesen Behelfsbau ließ der Deutsche Verein vom Heiligen Lande 1979 abreißen und durch den gegenwärtigen Bau ersetzen.[19]

Während des Zweiten Weltkrieges erlitten die Benediktinermönche sehr unterschiedliche Schicksale. Während die deutschen Mönche von den britischen Streitkräften interniert wurden, kämpften die Mönche anderer Nationen (Kroatien, Frankreich etc.) auf Seiten der alliierten Streitkräfte im Nahen Osten und Nordafrika. Nach dem Krieg kehrten sie in das Priorat zurück, waren aber in den folgenden israelisch-arabischen Konflikten immer wieder bedroht. Insbesondere Aktionen der syrischen Streitkräfte, die bis zur Jordanmündung Zugang hatten, erzwangen immer wieder ein Verlassen des Klosters. Dies änderte sich 1967 mit der Besetzung der Golanhöhen durch die israelische Armee.

Am 4. Mai 1948, kurz vor dem Ausbruch des Israelisch-Arabischen Krieges, wurde das Dorf Tabgha von Einheiten der Palmach, unterstützt von der Alexandroni Brigade und regionalen Hagana Einheiten, erobert. Die arabischen Einwohner wurden, auf Befehl von Yigal Allon, vertrieben und ihre Häuser und Zelte zerstört.[20]

Im Jahr 1968 fanden Ausgrabungen durch B. Bagatti und Stanislao Loffreda im Auftrag des Studium Biblicum Franciscanum auf dem Gelände statt. Die Grabungskampagne von 1979 bis 1980 wurde von R. Rosenthal and M. Hershkovitz im Auftrag des Israel Department of Antiquities and Museums (heute Israel Antiquities Authority), der Hebräischen Universität Jerusalem und der Abtei Dormitio geleitet.[21]

Gisela Helmecke publizierte einen Überblick über die Grabungen des Berliner Museums für Islamische Kunst in Tabgha.[22]

Einrichtungen in Tabgha

Brotvermehrungskirche

Hauptartikel: Brotvermehrungskirche

Im westlichen Teil des Geländes befindet sich die aus hellem Stein erbaute Brotvermehrungskirche. Die beiden Vorgängerbauten entstanden im 4. und 5. Jahrhundert. Das heutige, dem byzantinischen Stil nachempfundene Kirchengebäude mit vorgelagertem Atrium und Narthex wurde 1980 bis 1982 im Auftrag des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande nach den Plänen der Kölner Architekten Anton Goergen und Fritz Baumann auf den Grundmauern aus dem 5. Jahrhundert errichtet; stellenweise sind noch die alten schwarzen Basaltmauern zu erkennen. Die hellen Steine für den Kirchenbau stammen aus Taiyiba, der offene Dachstuhl aus Deutschland und die roten Ziegel aus Italien.[23] Das Portal der Kirche wurde von Elmar Hillebrand gestaltet.[24][25]

Die gesamte Anlage der Brotvermehrungskirche war ursprünglich mit Mosaiken ausgelegt. Die Mosaikwürfel sind aus Missikalksteinen im Farbspektrum von blauschwarz bis weiß. Nur blau und grün fehlen. Die Mosaiken entstammen unterschiedlichen Zeitperioden. Von besonderer künstlerischer Qualität sind die Darstellungen von Wasservögeln und Sumpfpflanzen in den Seitenschiffen und im Querschiff. Sehr bekannt ist das Mosaik am Altar, das einen Korb mit vier Broten (das fünfte Brot ist das bei der Eucharistie verwendete Brot auf dem Altar) sowie zwei Fische links und rechts davon zeigt. Der Stein unter dem Altar wird besonders verehrt als die Stelle, auf der Jesus vor der Brotvermehrung die Brote und Fische abgelegt haben soll. Die Mosaiken der Kirche werden auf die Mitte des 4. Jahrhunderts datiert, das berühmte Brot-und-Fisch-Mosaik ist als spätestes Mosaik wohl auf das beginnende 5. Jahrhundert zu datieren.

Primatskapelle

Hauptartikel: Primatskapelle

Im östlichen Teil Tabghas unmittelbar am Seeufer befindet sich die 'Primatskapelle oder auch mensa domini, die an die Erscheinung Jesu am See nach seiner Auferstehung, das anschließende gemeinsame Mahl mit seinen Jüngern und den Auftrag an Petrus erinnert. Vermutlich ist sie bereits der sechste Kirchenbau an diesem Ort.

Schon die Pilgerin Egeria erwähnte im 4. Jahrhundert dort eine Kirche, der mehrere Bauten bis hin zu einer norwegischen (Stab-)Kirche zur Zeit der Kreuzfahrer folgten. Der Stabkirchenbau verfiel jedoch schon kurz nach dem Ende der Kreuzzüge. Das heutige Gebäude wurde 1933 erbaut. Im Gegensatz zur Brotvermehrungskirche besteht die Kapelle aus schwarzem Basalt. Das Kircheninnere dominiert ein großer Steinblock, an dem das Mahl stattgefunden haben soll.

Traditionsorte

An den folgenden weiteren Orten der unmittelbaren Umgebung sollen sich der traditionellen Überlieferung zufolge Ereignisse des Neuen Testamentes abgespielt haben:

  • Dalmanutha (griechisch δαλμανουθα) hat sich einzelnen Forschern zufolge in der Nähe von Tabgha befunden. Ein Gebetsplatz unmittelbar am See wurde deshalb so benannt. In Mk 8,10 EU schreibt Markus nach der Speisung der Viertausend: „Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha“. Andere Forscher vermuten Dalmanutha in der Nähe des antiken Migdal.
  • Eremos, eine kleine Höhle unmittelbar oberhalb von Tabgha, in die Jesus sich auf der Suche nach Ruhe zurückgezogen haben soll.

Benediktinerpriorat

Seit 1939 leben Benediktinermönche auf dem Gelände des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande in der Nähe der Brotvermehrungskirche. Die beiden ehemaligen Gebäude des Konvents entstanden 1956. Am 27. Februar 2007 wurde der Grundstein für den Neubau[26] des Benediktinerklosters gelegt.[27] Am 17. Mai 2012 wurde das neue Kloster von Kardinal Meissner eingeweiht[28]. Seit Dezember 1994 stehen dem Prior für die Betreuung des Ortes Benediktinerinnen von den Philippinen zur Seite.[29] Ihr Konvent befindet sich derzeit in dem am nächsten zum See gelegenen Gebäude auf halbem Wege zwischen Brotvermehrungskirche und Pilgerhaus. Die Arbeiten in Laden, Küche und Landwirtschaft werden mit Hilfe griechisch-katholischer, drusischer und moslemischer Mitarbeiter aus Dörfern in Nordgaliläa, insbesondere aus dem Dorf Rameh durchgeführt.[30]

Franziskanerkloster

Seit 1889 betreuen Franziskanermönche der Kustodie des Heiligen Landes (Custodia di terra santa) die östliche Hälfte von Tabgha. Die Baulichkeiten beschränken sich auf die Primatskapelle und wenige Häuser für die betreuenden Mönche. Der überwiegende Teil ist unbebaut.

Pilgerhospiz

Landrat Leopold Janssen, Präsident des Palästina-Vereins der Katholiken Deutschlands, brachte 1887 9000 Franken für den Ankauf eines etwa 40 Hektar großen Grundstückes am See Genezareth auf. Die lokalen Behörden machten zunächst Schwierigkeiten, aber 1889 gelang es dem schwäbischen Maurermeister Franz Keller, das Gelände für den Verein zu erwerben. Am 6. Februar 1889 errichtete er ein in Safed vorgefertigtes Häuschen, dessen Einzelteile in der Nacht mit Kamelen nach Tabgha transportiert worden waren.[17]

Mit dem Bau eines kleinen Hospizes, des Kernbaus des Zentralgebäudes, wurde bereits 1890 begonnen. Drei Jahre später, 1893, kamen die ersten Pilger in das in der Folgezeit immer weiter ausgebaute Hospiz. Das Tabgha-Hospiz, das heutige Pilgerhaus des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, bot zu dieser Zeit 50 Gästen Platz.

1891 übernahm Pfarrer Dom Zephirin Biever aus Luxemburg die Leitung und beteiligte sich 16 Jahre lang unter dem arabischen Namen Abuna Daut am Aufbau Tabghas. Er starb 1915 als Generalvikar von Zypern.[17]

1913 übernahm der Lazaristenpater Johannes Taepper die Leitung. Zunächst sah er seine Hauptaufgabe darin, die 200 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zu verwalten. Nach mehreren Missernten betrieb er jedoch verstärkt den Ausbau des Pilger-Hospizes. Die Zahl der Besucher, besonders aus England und Amerika, stieg nach dem Ersten Weltkrieg immer stärker an. Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges musste Johannes Taepper nach 25-jähriger Tätigkeit wegen einer Herzerkrankung nach Deutschland zurückkehren. Dort starb er 1946.[31]

1948 wurden die Gebäude von den Israelis konfisziert und zunächst als Verwaltungsgebäude genutzt. Später wurde das Gelände in eine israelische Jugendherberge, die sogenannte (alte) Karei Deshe (Grüne Wiese), umgewandelt. Leiter der Karei Deshe war der israelische Botanist Shlomo Ilan. Unter ihm wurde der einzigartige Bambuswald angepflanzt, der bis heute im Gelände des Pilgerhauses zu sehen ist, aber auch die haushohen Gummibäume und andere Pflanzen.[32] Nach langen Verhandlungen gelang es zu Beginn der 1990er-Jahre dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande, die Baulichkeiten zurückzutauschen. Im Gegenzug wurde die neue israelische Jugendherberge Karei Deshe mit deutscher Unterstützung auf verpachtetem Land des Vereins gebaut.[31]

Am 24. März 2000 segnete Papst Johannes Paul II. den Grundstein des Pilgerhauses und nach zwei Jahren Bauzeit wurde die neue Anlage von Joachim Kardinal Meisner eingeweiht.[33]

Die architektonische Umsetzung des Projektes lag in den Händen der Architekten Guggenheim-Bloch in Zusammenarbeit mit der Firma Rossini aus Köln.[34]

Die Leitung des Pilgerhauses liegt seit 2002 in den Händen von Ludger Bornemann,[35] der dafür 2012 zum päpstlichen Ehrenkaplan (Monsignore) ernannt wurde.[36] Pate des Pilgerhospizes ist der Kölner Kardinal Meisner.

Behinderten- und Jugendbegegnungsstätte

Salzwasserpool der Begegnungsstätte nach Süden im Jahr 1994

Nachdem der Bau der Brotvermehrungskirche 1982 beendet war, fragte sich die benediktinische Gemeinschaft unter dem ehemaligen Prior Immanuel Jacobs, was sie dem Land und seinen ärmeren Bevölkerungsschichten anbieten könnten. Die Antwort traf in Form einer Bitte des SOS-Kinderdorfes in Bethlehem ein: „Palästinensische Kinder würden gerne ein paar Tage Ferien in Tabgha machen.“[37]

Auf dem Gelände zwischen der Brotvermehrungskirche und Dalmanutha wurde daraufhin eine Begegnungsstätte eingerichtet. Eines der Ziele dieser Einrichtung ist, behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen aus Israel und dem Westjordanland die Möglichkeit zu geben, sich auf neutralem Boden friedlich zu begegnen.

Bereits im zweiten Jahr seines Bestehens, während der Ersten Intifada, bewährte sich die Stätte, als Gruppen aus dem Westjordanland mehrere Monate in Tabgha bleiben mussten, da ihnen die Rückreise verweigert wurde. Sumaya Farhat-Naser schrieb über diese Zeit: „Ein kleiner Beitrag zur Verständigung war 1988 in Tabgha möglich geworden. Dort gab es ein Erholungszentrum für behinderte Kinder. Es gelang mir, mit dem Prior des Klosters und mit dem deutschen Leiterpaar ein Projekt für invalide und verwundete palästinensische Jugendliche zu verwirklichen, die an den Folgen von Schussverletzungen litten. Oft habe ich selber Gruppen von fünfzehn bis dreißig Verletzten aus Gaza, Jerusalem und Nablus nach Tabgha geschmuggelt. An diesem humanitären Einsatz beteiligten sich erstmals gemeinsam palästinensische und israelische Ärzte.“[38]

Aufgrund der Vermittlerfunktion des Platzes konnte später sogar ein Treffen zwischen israelischen Veteranen des Jom-Kippur-Krieges und Intifadaopfern in Tabgha stattfinden. Gefördert wurde die Einrichtung vom Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit unter Leitung von Rita Süssmuth.[39]

An Einrichtungen stehen ein behindertengerechtes Gebäude für die Übernachtung, das so genannte Beit Noah mit derzeit 33 Betten und als Versorgungseinrichtung das Beit Benedikt mit Küche und Store zur Verfügung. Der Umfang der Übernachtungsmöglichkeiten in großen Zelten schwankt, derzeit gibt es 24 Schlafmöglichkeiten; maximal gab es 120 Zeltplätze gleichzeitig. Die Wege und Einrichtungen des Zeltplatzes wurden rollstuhlgerecht angelegt. Ebenso wurde eine der salzhaltigen Quellen (Q 2) so kanalisiert und ausgebaut, dass ein Pool entstand, der mit dem Rollstuhl befahren werden kann.

Die Leitung der Begegnungsstätte lag 14 Jahre lang in den Händen von Leitungspaaren aus Deutschland. Von 1984 bis 1988 waren es Ulla und Johannes Roelofsen, die vor allem mit der Errichtung der Infrastruktur beschäftigt waren. Von 1988 bis 1991 führten Renate Wolff-Zenner und Günter Zenner die Begegnungsstätte,[40] von 1992 bis 1995 Barbara Viehoff und Helmut Röhrbein-Viehoff und von 2000 bis 2003 hatten Karin und Meinrad Bauer die Leitung inne.[41] Seither organisieren die Benediktinermönche in Zusammenarbeit mit den philippinischen Schwestern die Begegnungsarbeit. Im September 2009 übernahm Nicole Bader von Pater Basilius die Leitung und seit September 2010 führt Paul Nordhausen-Besalel die Begegnungsstätte.[42][43][44] Die Arbeit in der Begegnungsstätte wurde von Beginn an durch Zivildienstleistende (Sozialdienst nach § 14b ZDG) aus Deutschland und internationale Volontärinnen und Volontäre unterstützt.[45]

Besucher und Tourismus

Tabgha war immer wieder Zwischenstation auf Reisen politischer, religiöser und anderer Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. So besuchte 1899/1900 während seiner Reise in den Orient auch der Schriftsteller Karl May den Ort. Er schenkte dem Verein für seine Aufnahme im Pilgerhospiz mehrere Bücher mit handgeschriebener Widmung, die aber verschollen sind.[17] Zwischen 1934 und 1939 machte der schwedische Fotograf Gästgifvar Eric Matson (* 1888; † 1977), der im Auftrag der American Colony Jerusalem unter anderem für das National Geographic Magazine tätig war, von Tabgha Fotoaufnahmen.[46][47]

Mit Paul VI. (1897–1978) besuchte 1964 erstmals ein Papst den Ort. Ihm folgte im März 2000 Papst Johannes Paul II. (1920–2005).[48] 1982 zur Grundsteinlegung der Brotvermehrungskirche weilte der Kölner Joseph Kardinal Höffner (1906–1987) in Tabgha. 1987 besuchte Kardinal O’Connor (1920–2000) aus New York den Ort und im Jahr 2002 eröffnete Joachim Kardinal Meisner das neue Pilgerhaus. Im November 2010 war der Patriarchatsvikar für Israel, Msgr. Giacinto-Boulos Marcuzzo in Tabgha.[49]

Auch bei weltlichen Besuchern Israels steht Tabgha häufig auf dem Besuchsprogramm. So kam 1992 Michael Gorbatschow und zwei Jahre später (1994) König Juan Carlos von Spanien. An deutschen Politikern waren zuletzt 2005 Bundespräsident Horst Köhler[50], 2007 Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier[51] und 2010 Bundespräsident Christian Wulff in Tabgha.[52]

Seit 2007 ist Tabgha eine Station auf dem so genannten Jesus Trail, einer etwa 120 Kilometer langen Wander- und Pilgerroute, die sich an Lebensstationen des historischen Jesus orientiert.[53]

Verkehrsanbindung

Tabgha liegt etwa 200 Meter von der Busstation Capernaum (Kfar Nahum Junction) der Buslinie Egged entfernt.[54] Diese Station liegt auf der Nord-Süd-Verbindungsstraße Nr. 90 zwischen Tiberias und Safed und wird von den Buslinien 840, 841 und 963 bedient. Auf der abzweigenden Straße Nr. 87, einem Teilstück der Ringstraße um den See Genezareth, fahren zwischen der Kreuzung an der Busstation und Kafarnaum nur sporadisch Busse. Die nächste zentrale Busstation mit Verbindungen in alle Richtungen befindet sich in Tiberias.

Boote auf dem See Genezareth verkehren nach Bedarf von Kafarnaum, Ginnossar und Tiberias aus. In Tabgha fehlen zwar Anlegestege, trotzdem sind bei günstigen Wasserverhältnissen Anlandungen möglich.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Ben Gurion etwa 150 Kilometer südöstlich von Tabgha. Der nächste nationale Flughafen für Inlandsflüge ist der Flughafen Haifa.

Internationale Schiffsverbindungen über das Mittelmeer nach Zypern und Griechenland gibt es ab Haifa, etwa 50 Kilometer östlich von Tabgha. Ebenfalls in Haifa befindet sich die nächstgelegene Eisenbahnstation der Eisenbahngesellschaft Israel Railways.

Sonstiges

Die Bezeichnung „Tabgha“ wird aufgrund ihrer Kürze und des biblischen Bezuges von mehreren religiösen Bewegungen für ihre Einrichtungen in Anspruch genommen, wie der Jugendkirche Tabgha in Oberhausen[55][56] oder der Tabgha Foundation in Minneapolis (USA).

Weiterhin wird der Name von einem Hotel in Tiflis (Georgien) und einem weiteren in Harrisburg (Illinois/USA) benutzt.

Quellen, Literatur und Karten

Quellen
  • Speisung der 5000: Mt 14,13–21 EU, Mk 6,32–44 EU
  • Speisung der 4000: Mt 15,32–39 EU, Mk 8,1–10 EU, Lk 9,10–17 EU, Joh 6,1–15 EU
  • Bergpredigt (Matthäus 5,1–7,29 EU), Lk 6,17–49 EU
  • Flavius Josephus 3, 10, 8
Literatur
  •  Anneliese und Anton Goergen: Tabgha am See Genesareth: Biblische Stätte der Brotvermehrung. München [und andere] 1989.
  •  Markus Krastl: Tabgha als Memorialstätte der Speisung der Fünftausend; Eine topographisch-archäologische Studie (Diplomarbeit an der Theologischen Fak. Trier). Trier 2002.
  •  Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu. Leipzig 1988, ISBN 3-7462-0050-4, S. 241–248.
  •  Erich Läufer: Tabgha – Wo die Brotvermehrung stattfand; Biblisches Heiligtum am See Gennesaret. Köln 2000, ISBN 3-7616-1452-7.
  •  Stanislao Loffreda: Die Heiligtümer von Tabgha. Jerusalem 1975.
  •  Andreas Evaristus Mader: Die Ausgrabungen der Kirche der Brotvermehrung durch die Görresgesellschaft. In: Theologie und Glaube 25. 1933, S. 669–677.
  •  Stephan Mock und Michael Schäbitz: Das Heilige Land als Auftrag: 1855–2005. 150 Jahre Deutscher Verein vom Heiligen Lande. Köln 2005, ISBN 3-00-015693-3.
  •  Bargil Pixner: Wege des Messias und Stätten der Urkirche. Gießen 1994, ISBN 3-7655-9802-X, S. 102 f..
  •  Rainer Riesner: Heptapegon und Kapernaum – Zwei byzantinische Pilgerstätten am See Gennesaret. In: G. Fassbeck, S. Fortner, A. Rottloff, J. Zangenberg (Hrsg.): Leben am See Gennesaret; Kulturgeschichtliche Entdeckungen in einer biblischen Region. Mainz 2003, ISBN 3-8053-2914-8, S. 173–180.
  •  Barbara und Helmut Röhrbein-Viehoff: Tabgha – Ort der Brotvermehrung; Jesus zieht sich in die Einsamkeit zurück. In: Welt und Umwelt der bibel. 4, Nr. 4, 2006, S. 23–26.
  •  Alfons Maria Schneider: Die Brotvermehrungskirche von et-Tabgha am See Gennesaret und ihre Mosaiken. [Collectana Hierosolymitana. Veröffentlichungen des orientalischen Instituts der Görresgesellschaft 4]. Paderborn 1934.
  •  Alfons Maria Schneider: Die Kapelle der sogenannten Mensa Domini bei et-Tabgha. In: Zeitschrift des deutschen Palästina-Vereins. 60, 1937, S. 133–135.
Karten
  • Der Westen Tabghas, in: Volkmar Fritz: Tell El-Oreme/Kinneret. In: G. Fassbeck, S. Fortner, A. Rottloff, J. Zangenberg (Hrsg.): Leben am See Gennesaret. Mainz 2003, S. 33–42, hier S. 33.
  • Der Osten Tabghas, in:  Bargil Pixner: Mit Jesus durch Galiläa nach dem fünften Evangelium. Rosh Pina 1992, S. 133.

Einzelnachweise

  1. Unesco Tentativliste
  2. Siebert, Christian: Saisonale chemische Variationen des See Genezareth, seiner Zuflüsse und deren Ursachen. Diss. FU Berlin 2006, S. 47 f., 54 (pdf)
  3. Alon Rimmer, Shaul Hurwitz, Haim Gvirtzman: Spatial and Temporal Characteristics of Saline Springs: Sea of Galilee, Israel, in: Ground Water Volume 37 (1999), Heft 5, S. 663–673 (pdf)
  4. Bargil Pixner:Archäologie: Das Bad des Aussätzigen in Tabgha. o.O. 2001
  5. E. Galili, U. Dahari, J. Sharvit: Underwater Surveys and Rescue Excavations along the Israeli Coast. In: Internat. Journal Nautical Arch. 22/1 (1993), S. 61–77; vgl. Sandra Fortner: Die Keramik und Kleinfunde von Bethsaida-Julias am See Genezareth, Israeil. Diss. Uni München 2008, S. 48, 52, 55 (.pdf)
  6. See Genezareth, S. 7 (.pdf)
  7. Die Daten von Lufttemperatur, relativer Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Windrichtung des Areals Tabgha für eine Woche, alle 24 Stunden aktualisiert, stellt das Institut Israel Oceanographic and Limnological Research (IOLR) (englisch) zur Verfügung.
  8. Weatherclimat.com (englisch)
  9. Wassertemperatur an der Oberfläche des Sees (englisch)
  10. H. Manhart, A. v. d. Driesch: Bronze- und eisenzeitliche Tierwelt nach den Knochenfunden vom Tell el-Oreme am See Gennesaret und ihre kulturhistorische Bedeutung. In: G. Fassbeck, S. Fortner, A. Rottloff, J. Zangenberg (Hrsg.): Leben am See Gennesaret. Mainz 2003, S. 25–30, bes. 28.
  11. Vgl. auch: Correia, Antonio Mendes: A significando genealogico do Australopithecus e do cranio de Tabgha e o arco antropofiletico indico (Trabalhos da Soc. Portuguesa de Antropologia e etnologia, v. 2, fasc. 3.). Porto 1925.
  12. Flavius Josephus: Geschichte des Jüdischen Krieges, Buch 3, Kapitel 10, Vers 8
  13. 13,0 13,1 13,2  Bargil Pixner: Wege des Messias und Stätten der Urkirche. Gießen 1994, S. 102–113.
  14. Zitat nach Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu. Leipzig 1988, S. 243.
  15. Hütteroth, Wolf-Dieter und Kamal Abdulfattah, Historical Geography of Palestine, Transjordan and Southern Syria in the Late 16th Century. Erlanger Geographische Arbeiten, Sonderband 5 (1977), S. 176.
  16. E. Mills: Census of Palestine 1931. Population of Villages, Towns and Administrative Areas. Government of Palestine, Jerusalem 1932, S. 85.
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3  Erich Läufer: Tagbha – wo die Brotvermehrung stattfand. Köln 2000, S. 26–30.
  18. Originalkarte von Schumacher (englisch)
  19. Gerhard Kroll: Auf den Spuren Jesu. Leipzig 1988, S. 243–245.
  20. Morris, Benny, The Birth of the Palestinian Refugee Problem Revisited, Cambridge University Press 2004, S. XVII, 250.
  21. Eintrag in der jewishvirtuallibrary (englisch)
  22. Die Ausgrabungen in Tabgha/Chirbat al-Minya 1936-1939. In: Islamische Kunst in Berliner Sammlungen. Herausgegeben von J. Kröger und D. Heiden, Berlin 2004, S. 150-155.
  23. Krastl, Markus: Tabgha als Memorialstätte der Speisung der Fünftausend. Trier 2002, S. 32.
  24. Margarete Preuss: Das Kirchenportal als Eingangstür zur Begegnung mit Gott; Die Brotvermehrungskirche in Tabgha erhielt Bronzeportale. In: Das heilige Land 118 (1986, S. 19 f.
  25. Christoph Wolters: Das Bronzeportal der Brotvermehrungskirche in Tabgha (Israel). In: Das Münster 40 (1987), S. 109–112.
  26. Ansicht des Neubaus
  27. Grußwort von Karl Kardinal Lehmann, dem Vorsitzender den Deutschen Bischofskonferenz, bei der Grundsteinlegung für das Kloster Tabgha am 27. Februar 2007, in: KNA Dokumente, Nr. 4/April 2007, 3–4; auch in: Pressemitteilungen der Deutschen Bischofskonferenz v. 27. Februar 2007, Bonn; Diplom der Woche bei baunetz.de
  28. domradio.de: "Neues Benediktiner-Kloster am See Genezareth", abgerufen am 28. August 2012 http://www.domradio.de/aktuell/81897/gottes-spurensicherungskommando.html
  29.  Erich Läufer: Tabgha – Wo die Brotvermehrung stattfand. Köln 2000, S. 45.
  30. 28. Rundbrief, Oktober 2005, Bericht des Priors PDF
  31. 31,0 31,1 Informationsblatt Tabgha am See Genesareth (.pdf)
  32. Shlomo Ilan: Der See Genezareth ein kurzer Bildbericht und Andenken. o.O. 1980; Artikel v. Ami Ran in Architecture of Israel quarterly (englisch)
  33. Webseite des Dt. Vereins v. Hl. Land (englisch)
  34. Artikel v. Ami Ran in Architecture of Israel quarterly (englisch); Webseite von Goggenheim-Bloch
  35. Interview mit Ludger Bornemann vom 15. November 2007
  36. kirchensite.de vom 9. April 2012, eingesehen am 30. April 2012.
  37. Interview mit Immanuel Jacobs, in: Gisela Dachs: Ein bißchen mehr katholisch. in: DIE ZEIT, 10/1995, Teil 1
  38.  Sumaya Farhat-Naser: Thymian und Steine. Eine palästinensische Lebensgeschichte. Basel 1995, S. 148 f.
  39. Gisela Dachs: Ein bißchen mehr katholisch. in: DIE ZEIT, 10/1995 Teil 2
  40. DIE ZEIT 11/1995, Leserbriefe
  41. Webseite der AGEH
  42. Nicole Bader: Jugend- und Behindertenbegegnungsstätte Benediktinerkloster Tabgha/Israel. Jahresbericht 2009. (pdf)
  43. Zahlen und Namen auf der Webseite der Dormitio
  44. Rundbrief der Dormitio 2010
  45.  Roswitha von Benda: "Dieses Land pack ich nicht": junge Deutsche in Israel und der Westbank. München 1991, ISBN 3-406-34053-9, S. 84–91.
  46. Zeitgenössische Fotos der Eric G. Matson Photograph Collection in der Library of Congress.
  47.  G. Eric Matson: The Middle East in pictures. New York 1980, ISBN 0-405-12212-8.
  48. Stationen der Papstreise (englisch)
  49. Video über das Brotvermehrungsfest 2010
  50. Webseite von Christoph Gocke mit Fotos vom 3. Februar 2005
  51. Jahresrückblick des Heilig-Land-Vereins
  52. 36. Rundbrief der Dormitio, S. 10
  53. Jesus Trail (englisch)
  54. In der Datenbank der Webseite von Egged ist Kfar Nachum Junction falsch transkribiert und mit „Kfar Nakhum Junction“ eingegeben.
  55. Elisa Stams: Das Experiment Jugendkirche: die ersten Jahre der Jugendkirche Tabgha in Oberhausen; eine exemplarische Fallstudie zur Problematik jugendpastoraler Neuorientierung (Praktische Theologie heute 94). Stuttgart 2008 (Diss. Duisburg-Essen 2007), ISBN 978-3-17-020519-2
  56. Michael Schmitz: Die Szene-Kirche; TABGHA öffnet ein Gotteshaus für junge Leute. In: Oberhausen '02 (2001), S. 67–71.

Weblinks

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Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
DOI:
21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
DOI: 10.1038/ng.3611
13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
DOI: 10.1038/srep28766
06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
DOI: 10.1002/ajpa.22996
08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
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14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
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05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
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04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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