Stimmhafter bilabialer Implosiv


Das implosive b [ɓ] unterscheidet sich durch den nach innen gerichtetem Luftstrom von der europäischen Artikulation des b.

Verbreitung

Es kommt in mehreren afrikanischen Sprachen vor, z. B. im Hausa und in Bantusprachen wie Swahili, Chishona, isiXhosa und isiZulu. In den genannten Sprachen außer dem Kisuaheli wird es orthografisch vom „europäischen“ b unterschieden, das hier ein eigenes Phonem ist, welches durchaus nicht nur in europäischen Lehnwörtern vorkommt.

Aussprache

Der für die Implosion erforderliche Unterdruck wird erzeugt, indem die Artikulation mit geschlossenem Kehlkopf beginnt.

Artikulationshilfe:

Erst den entsprechenden Nasallaut summen: „mmm"
Dann den beim deutschen Vokalanlaut üblichen Kehlkopfschluss („bə‘ˀaʁbaitən") einschieben: „mˀmˀm"
Dann einen Vokal anhängen: „ˀma:"
Dann den Nasallaut durch den Verschlusslaut ersetzen: „ˀba:"
Nun kann man die Ausatmung vermeiden und kommt zum „ɓa:"

Siehe auch


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