Stephan Steingräber (* 19. Juli 1951 in München) ist ein deutscher Etruskologe und Klassischer Archäologe.

Stephan Steingräber, Sohn des Kunsthistorikers Erich Steingräber, wurde 1977 mit einer Arbeit zum Thema Etruskische Möbel an der Universität zu Köln promoviert. Die Habilitation erfolgte 1994 an der Universität Mainz, wo er danach als Privatdozent lehrte. Nachdem er zeitweise in der Fotothek des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Rom beschäftigt war, wurde er als ordentlicher Professor für die Archäologie des Mittelmeerraumes an die Universität Tokio berufen. Daneben lehrte er auch in Deutschland, Italien, den USA und anderen japanischen Städten. Derzeit lehrt er als Professor für Etruskologie und Italische Kulturen an der Università degli studi Roma Tre. Steingräber ist Mitglied des Istituto Nazionale di Studi Etruschi ed Italici in Florenz, der Accademia Etrusca in Cortona und ist korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts. Er hat bislang mehr als 130 Publikationen in sechs Sprachen veröffentlicht, in denen er sich vorrangig mit der Kultur, Kunst, Topografie und Archäologie der Etrusker, aber auch der Magna Graecia beschäftigt. Als Übersetzer übertrug er beispielsweise Massimo Pallottinos Italien vor der Römerzeit.

Schriften

  • Etruskische Möbel. Bretschneider, Rom 1979, ISBN 88-85007-29-5 (Archaeologica, Band 9).
  • Etrurien. Städte, Heiligtümer, Nekropolen. Hirmer, München 1981, ISBN 3-7774-3330-6 (Reise und Studium).
  • Herausgeber: Etruskische Wandmalerei. Belser, Stuttgart-Zürich 1985, ISBN 3-7630-1728-3.
  • Arpi – Apulien – Makedonien. Studien zum unteritalischen Grabwesen in hellenistischer Zeit. von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2564-9.
  • Herausgeber mit Horst Blanck: Volterra. Etruskisches und mittelalterliches Juwel im Herzen der Toskana. von Zabern, Mainz 2002, ISBN 3-8053-2540-1 (Zaberns Bildbände zur Archäologie/Sonderheft der Antiken Welt).
  • Etruskische Wandmalereien. Von der geometrischen Periode bis zum Hellenismus. Schirmer Mosel, München 2006, ISBN 3-8296-0228-6.
  • Herausgeber mit Giuseppe M. Della Fina: Orvieto. von Zabern, Mainz 2010, ISBN 978-3-8053-4072-4.
  • Tarquinia. von Zabern, Mainz 2011, ISBN 978-3-8053-4278-0.
  • Antike Felsgräber unter besonderer Berücksichtigung der etruskischen Felsgräbernekropolen. WBG Philipp von Zabern, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-8053-4923-9.

Weblinks

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